|
| Sitemap
| Spenden
| Termine
| Kontakt
| Impressum
| Datenschutz |
Aktuelle Kampagnen: NoPNR INDECT Drohnen |
|
|
|
16.03.2008 Appell von Bamako Kategorie[ 23]: Flucht & Migration (... themen/flucht-a-migration)
Appell von BamakoAm 15. und 16. März 2008 wurde von der malische Organisation von Abgeschobenen (Association Malienne des Expulses, AME) und ihren Unterstützerinnen eine Tagung organisiert, an der ca. 200 Menschen teilnahmen. IDie Veranstaltung endete mit folgendem Appell der Tagungsteilnehmerinnen (hier leicht gekürzt dokumentiert): APPELLAuf internationaler Ebene verschlechtert sich die Rechtslage von Migrantinnen. Die Einwanderungsgesetze verschärfen sich immer weiter infolge der verstärkten Repression, der Zusammenarbeit in der Abwehr der Flüchtlingsströme und der Auslagerung der europäischen Grenzkontrollen. Die Einsetzung des Programms von Den Haag 2004 (Auslagerung der Grenzkontrollen) hat auch zu einer verstärkten Repression gegen Migrantinnen in Europa geführt. Dieses Programm macht die Transitländer zur Grenzpolizei Europas - es wird regelrecht Krieg gegen Migrantinnen geführt. Die Soldaten sind dabei die afrikanischen Staaten und die europäische Grenzschutzagentur FRONTEX, der bewaffnete Arm Europas. Die ersten Opfer dieses Kriegs sind die „Reisenden ohne Visum", die beim Versuch, die europäische Grenze zu erreichen, Schreckliches erleiden, und durch die Behörden der afrikanischen Transitländer zutiefst gedemütigt werden, wenn sie nach Mali zurückgeschoben werden. Die EU-Richtlinie zur Rückkehr, über die im Mai abgestimmt wird, sieht die Möglichkeit vor, Personen ohne gültigen Aufenthalt 18 Monate zu inhaftieren und bei einer Abschiebung von Sans Papiers eine Einreisesperre für Europa von 5 Jahren zu verhängen. Die EU und besonders Frankreich nutzen die Abhängigkeit der afrikanischen Länder von finanziellen Investitionen aus, um ihre Einwanderungspolitik durchzusetzen. Aber diese Gelder entsprechen nicht einmal dem Bedarf unserer Länder, wie die Tatsache zeigt, dass der finanzielle Beitrag der im Ausland lebenden Malier zur Entwicklung in Mali höher ist als die so genannte Entwicklungshilfe. Diese Zahlungen, die Entwicklungsprojekten zugute kommen sollen, werden in Wirklichkeit zur Kontrolle der Flüchtlingsströme verwendet: 10 Millionen Euro aus dem Europäischen Entwicklungsfond fließen in das geplante Zentrum für Information und Verwaltung der Auswanderung aus Mali, das dafür zuständig ist, Migration zu bekämpfen und Migrationsströme zu kontrollieren. (...) Sans Papiers, Abgeschobene und Zurückgeschobene haben angefangen, sich in verschiedenen Gruppen in Europa und Mali zu organisieren. Sie treten aus dem Verborgenen heraus, sie schämen sich nicht mehr und sie haben beschlossen, für ihre Rechte zu kämpfen. Wir müssen diese Mobilisierung ausweiten und nicht mehr nur Abschiebungen verurteilen, sondern gleichzeitig unsere Rechte einfordern. Wir fordern vom Staat Mali: • die bilateralen Rückübernahmeabkommen mit dem französischen und spanischen Staat nicht zu unterzeichnen, die zu einer Beschränkung der Einwanderung auf ausgewählte Immigranten und zur Ausweitung der Abschiebungen von malischen Arbeitern ohne Papiere führen würden - seine Konsulate aufzufordern, keine Laissez-pas-ser mehr auszustellen, die die Abschiebung von Maliern erleichtern • die Legalisierung aller Arbeiter ohne Papiere zu fordern • Familienzusammenführung zu verlangen • vom französischen Staat die Rückgabe des Besitzes der Abgeschobenen zu fordern, und dass sie von ihren Rechten Gebrauch machen können, die sie durch ihre Beitragszahlungen erworben haben • die Richtlinie der Europäischen Union zur Rückführung zu verurteilen, die eine regelrechte Demütigung der afrikanischen Völker ist • die Zusammenarbeit mit der Granzschutzagentur FRONTEX abzulehnen, die gegründet wurde, um die Kontrolle der europäischen Grenzen auszulagern • zu fordern, dass das Zentrum für Information und Verwaltung der Auswanderung nicht eröffnet wird und die vorgesehenen Gelder in die Unterstützung der abgeschobenen und zurückgeschobenen Personen fließen • allen Abgeschobenen und Zurückgeschobenen Unterstützung zu leisten, die ja nur versucht haben, nach Europa zu gehen, um ihren Familien, und damit ihrem Land, zu helfen, sich zu entwickeln • ein paritätisch besetztes Komitee zu gründen, bestehend aus Regierungsvertretern und Abgeschobenen, um die erlittenen Schäden abzuschätzen Wir wünschen uns, dass wir nach diesen Tagen, die uns stärker verbunden haben, gemeinsam weiterkämpfen werden. Wir fordern alle Abgeschobenen auf, sich uns anzuschließen und sich massiv zu mobilisieren Bamako, 16. März 2008 unterstützt von den anwesenden Organisationen Quelle: Informationsstelle Militarisierung e.V. Video zu den Folgen der europäischen Abschottung: FRONTEX, Visa Waiver und die Außengrenzen http://www.youtube.com/watch?v=FbCUkaX7ArgKommentar abgeben Name und e-Mail (werden nicht veröffentlicht): |
Newsletter abonnieren
Spenden per Lastschrift (SSL) Falls Sie selbst überweisen wollen: unsere Kontodaten. Spenden ...via Betterplace.org...
Suchen Aktuelle Termine 23.05.2013 BLEIBERECHT – Bleiberecht für Alle! Do, 23. Mai 18:00 CEST 2013 Hannover, Faust e.V., Zur Bettfedernfabrik 3 GALA – Wahl des Abschiebeministers & Verleihung des Initiativen-preises 2013 Hallo Innenminister: WIR WOLLEN NICHT NUR EIN STÜCK VOM KUCHEN WIR FORDERN: * Bedingungsloses Bleiberecht ... 24.05.2013 Umfairteilen Kongress Fr, 24. Mai 00:00 CEST 2013 Berlin Umfairteilen Kongress attac mit DGB, Paritätischem Wohlfahrtsverband, Rosa-Luxemburg ... 29.05.2013 Gegen Krieg und Militär! Mi, 29. Mai 19:00 CEST 2013 Berlin, Café Commune, Reichenbergerstraße 157, 10999 Berlin Bundeswehr abschaffen! Seit der Aussetzung der Wehrpflicht 2011 und der damit verbundenen Umstrukturierung der Bundeswehr muss sie sich intensiver um RekrutInnen bewerben. Die Bundeswehr ... 31.05.2013 Widerstand im Herzen des europäischen Krisenregimes Fr, 31. Mai 00:00 CEST 2013 Frankfurt/M Europäische Tage des ... |
|
Webhosting by Host Europe |
Creative Commons Namensnennung 3.0 Deutschland-Lizenz und können für alle Zwecke unter Angabe der Quelle frei verwendet werden.
|
|