Aktion Freiheit statt Angst e.V.
Protokoll 6. Bündnistreffen 28.06.09
- Details
- Erstellt am Donnerstag, 20. August 2009 13:53
- Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 20. August 2009 13:53
- Veröffentlichungsdatum
Protokoll
6. Arbeitstreffen des Aktionsbündnis Freiheit statt Angst
Datum: 28.06.2009
Uhrzeit: 09:30 - 16:00 Uhr
Ort: Friedenszentrum Martin Niemöller Haus, Pacelliallee 61, 14195 Berlin
Teilnehmer: AktivistInnen von der Aktion Freiheit statt Angst e.V., JuLis/FDP, attac, AK Vorrat Berlin e.V.
Inhaltsverzeichnis
Tagesordnung 1
Protokoll 2
1. Identifikation der aktuellen politischen Themen in den Bereichen Sicherheits-, Innen- und Rechtspolitik auf deutscher und europäischer Ebene 2
2. Festlegung der Kernthemen, die in erster Linie bearbeitet werden 3
3. Aktueller Stand der Demo-Vorbereitungen und Planung 3
3.1 Bündnis 3
3.2 Mobilisierung 3
3.3 Route 4
4. Entwicklung der Mobilisierungsstrategie 4
5. Finanzierung 5
6. Weitere Punkte 5
Tagesordnung
09:00 - 10:30: Eintreffen und gemeinsames Frühstück
10:30 - 11:15: Identifikation der aktuellen politischen Themen in den Bereichen Sicherheits-, Innen- und Rechtspolitik auf deutscher und europäischer Ebene.
11:15 - 11:30: Pause
11:30 - 12:15: Festlegung der Kernthemen, die in erster Linie bearbeitet werden
12:15 - 13:00: Aktueller Stand der Demo-Vorbereitungen und Planung von:
* Bündnis, Organisation
* Route
* Logistik
13:00 - 14:00: Mittagspause
14:00 - 15:00: Entwicklung der Mobilisierungsstrategie
* Mobilisierung durch die Bündnispartner im eigenen Umfeld mit Pressemitteilungen, Newslettern, eigenen Aufrufen, eigenem Material (Flyer, Aufkleber, Plakate, Banner...)
* Mobilisierung weiterer Bündnispartner
15:00 - 15:15: Pause
15:15 - 16:00: Entwicklung der flankierenden Pressestrategie
* Evtl. Planung einer gemeinsamen Pressekonferenz zum Start der Mobilisierung in KW 27 oder 28?
ab 16:00: gemütliches Beisammensein
Protokoll
1. Identifikation der aktuellen politischen Themen in den Bereichen Sicherheits-, Innen- und Rechtspolitik auf deutscher und europäischer Ebene
Großteil bereits im Aufruf formuliert:
VDS
RFID, ePässe
Biometriedatenbanken, auch DNA
Videoüberwachung, Verhaltenserkennungssysteme, Gesichtererkennung, etc.
PNR (passenger name records), gerade wieder aktuell, neues Abkommen mit USA in der Mache
Online-Durchsuchung
EU-Telekom-Paket
Internetsperren
Frontex, e-border
Schengen-Informationssystem
Visa-Waiver, Visa-Informationssystem, EuroDAC
Gemeinsame-Dateien-Gesetz, Aufweichung der Abgrenzung zwischen Polizei und Geheimdiensten
Stockholm-Programm
Schülerdatei Berlin
Babydatei Berlin (U1 – U7 sollen zentral gespeichert werden, liegt gerade bei der Charite)
Arbeitnehmerdatenschutz
Jetzt Wahlkampfthema, danach wahrscheinlich wenig Aussicht auf Erfolg
Sollten wir aufnehmen
Datenschutznovelle
BSI-Gesetz
Datenschutzsiegel, -audit
Bundeswehreinsatz im Innern
Gerichtsurteil zu BKA-Urteil (wann?)
2. Festlegung der Kernthemen, die in erster Linie bearbeitet werden
Regionale Mobilisierung:
zentrale Schüler-, Babydatei
National:
Internetsperren
Vorratsdatenspeicherung
Zentralisierung der Datenspeicherung („Machtkonzentration“)
Unterwanderung der Vertraulichkeit bei Vertrauensberufen (Ärzte, Anwälte, …)
Verzahnung Dienste/Polizei
Datenskandale (DB, Lidl, …), Arbeitnehmerdatenschutz
International
Überwachung von Flüchtlingen (auch hier Verzahnung von Polizei und Diensten)
ePässe
Allgemein: gesellschaftliche Entwicklung; wohin entwickelt sich die Gesellschaft?
Plan: Stellungnahmen zu den Kernthemen liefern, gemeinsam mit unterschiedlichen Bündnispartnern
3. Aktueller Stand der Demo-Vorbereitungen und Planung
3.1 Bündnis
Unsere Gesprächsangebote (u.a. pers. Brief an Schlüsselpersonenen) an den AK Vorrat sind bisher leider nicht angenommen worden
Aktivisten aus dem Umfeld des AK Vorrat verbreiten weiterhin unwahre Behauptungen und Rufschädigungen
Nachtrag: Wir haben eine Stellungnahme zu den Vorwürfen ins Netz gestellt1
Wir wiederholen unsere Gesprächs- und Kooperationsangebote
Kooperation Route, z.B. Sternmarsch und gemeinsame Abschlußkundgebung
Viele Bündnispartner sind von der Agitation des Ak Vorrat verunsichert und fordern Kooperation
Wir schlagen allen Bündnispartnern vor, beide Aufrufe zu unterzeichnen; das ist die diplomatischste Lösung
3.2 Mobilisierung
Wir haben bereits 10.000 Flyer mit dem Demo-Hinweis verteilt
3.3 Route
Die Polizei hat uns eine Route zugewiesen:
Rotes Rathaus → Potsdamer Platz
Kollidiert mit der nach uns von den Grünen für den AK Vorrat angemeldeten Route
Wir werden auf diese Route vermutlich verzichten, stattdessen folgende Alternative:
Rundgang: Rotes Rathaus → Hackescher Markt → Oranienbuger Str. → Friedrichstr. → Unter den Linden → Karl-Liebknecht-Str. → Spandauer Str. → Rotes Rathaus
Vorteil: ließe sich mit Sternmarsch (Kooperation mit AK Vorrat/Grüne) verknüpfen; nur eine Bühne notwendig
4. Entwicklung der Mobilisierungsstrategie
Weitere Mobilisierung
Über die „Langen Nächte der Überwachung“
Kooperation mit Freigeist-Festival6, Infostand
Lotar kümmert sich massiv um die nächste
Soliparty-Deklaration (Spenden sammeln)
Kooperation mit „ausgestrahlt“-Bündnis (Demo 05.09.09)
Gemeinsame Plakatierung
Ausstattung eines Treckers mit Demo-Werbung
Hinweis auf unsere Demo in versch. Umwelt-Medien
Redebeiträge und Infostände bei:
Weitere Bündnispartner:
Persönliche Ansprache möglicher Bündnispartner
Sammlung der möglichen Unterstützerorganisationen, Aufgabenverteilung an Anwesende
Nach der „Akquise“ darauf achten, dass Bündnispartner
ihre eigenen Partner informieren
den Demo-Aufruf veröffentlichen oder einen eigenen schreiben
unser Banner auf ihre Webseite packen
zu den Organisationstreffen kommen
Positionspapiere
Zu Kernthemen
Am besten mit Bündispartnern zusammen entwickeln
Auf der Internetseite veröffentlichen
Webseite
Transparente von Häusern hängen lassen
Busse
Letztes Jahr medial gut ausgenutzt, aber letztendlich wenig Resultat (5 Busse oder so)
Letztes Jahr zu teuer (Preise tlw. über Marktpreis-Niveau für Einzelreisen???)
5. Finanzierung
Stiftungen ansprechen
Patenschaften für verschiedene Dinge (Bühne, Technik, Security, Strom, Dixie-Klos, Berliner Fenster (junge presse), …), macht die Finanzierung transparenter, gerade für die Geldgeber
6. Weitere Punkte
Kirchen (evangelische Kirche, evangelischer Friedensdienst, …) könnte einiges an Mobilisierungspotenzial bringen
Polizei könnte schwierig werden, vor den Wahlen unter Umständen striktere Handhabung aufgrund erhöhter Gefahren
RednerInnen
Nur Bürgerliche?
PolitikerInnen? Wenn dann mehr bürgerliche RednerInnen, als PolitikerInnen; wenn, dann ein/e RednerIn pro Partei.
Parteien sind wahlkampfbedingt an Podien interessiert
Szenario Pau, Leutheuser-Schnarrenberger, Ströbele? Möglichkeiten ausloten
Friedhelm Hengsbach (Jesuitenpater)
Heinrich Hannover
1/aktivitaeten-a-news/75-mitteilungen/398-20090703-stellungnahme-zum-netzpolitikorg-artikel
2/kampagnen/lange-nacht-der-ueberwachung
3/kampagnen/grundrechtsfest/271-grundrechtsfest-2009-60-jahre-grundgesetz-am-230509
4/aktivitaeten-a-news/74-aktivitaeten/389-20090521-33-ev-kirchentag-2009
5/presse/pressemitteilungen/362-aktionsbuendnis-beteiligt-sich-am-christopher-street-day-in-berlin-250609
6http://www.freigeistmusic.org/
7http://megaspree.de/
8http://fuckparade2009.blogsport.de/
9http://www.hanfparade.de/











Zum heutigen Auftakt der Maidemonstrationen dokumentieren wir hier die deutsche Übersetzung des "Global May Manifesto" mit einigen Bildern der Demos in Berlin:

