Freitag, 05. März 2010 um 20:15 Uhr
Englische Mülltonnen spionieren Bürger aus
zuletzt aktualisiert: 05.03.2010 - 15:02
London (RPO). Es könnte eine Vorlage für einen Science-Fiction-Geschichte sein: An die unzähligen Überwachungskameras in ihrem Alltag sind die Briten schon gewöhnt. Doch jetzt formiert sich Widerstand gegen eine weitere Spielart der elektronischen Kontrolle. Intelligente Mülltonnen erregen derzeit die Gemüter. Boulevardmedien schreien auf, die Angst vor dem Überwachungsstaat geht um. Der Grund: Immer mehr Abfallbehälter sind mit Hilfe von Computerchips in der Lage zu messen, wie viel die Bürger wegwerfen.
Eine Bürgerinitiative zum Datenschutz, die sich Big Brother Watch nennt, spricht von einer dramatischen Zunahme der Überwachungstechnik in englischen Mülltonnen. Bereits 2,6 Millionen Haushalte würden auf diese Weise überwacht. Die Datenschützer fürchten, die Regierung könnte nicht nur die Gebühren nach der individuellen Müllmenge bemessen, sondern sprichwörtlich im Dreck ihrer Bürger schnüffeln.
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