20100503 Vorratsdatenspeicherung auf dem EU-Prüfstand
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- Kategorie: Unsere Themen in der Presse
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03.05.2010: EU arbeitet am Evaluierungsbericht zur Vorratsdatenspeicherung
Die seit März 2009 laufende Evaluation hat ergeben, dass sich 70 Prozent der Abfragen der Verbindungs- und Standortinformationen auf maximal drei Monate beziehen. Dieser Wert steigt auf 85 Prozent, wenn die ersten sechs Monate der Aufbewahrung berücksichtigt werden. In dem Bericht wird daraus gefolgert: "Die Relevanz der Daten sinkt erheblich mit ihrem Alter."Die Tschechen führen die Liste der Mitgliedsstaaten an, die am häufigsten auf Vorratsdaten zugreifen: 12.744 Abfragen kamen dort 2008 auf eine Million Einwohner. Es folgten Frankreich mit 8646 Zugriffen pro Million Bürgern und Großbritannien mit 7699. Deutschland liegt in dieser Übersicht mit 163 Abfragen pro einer Million Bürgern dank dem Bundesverfassungsgericht weit hinten.
7 EU Länder haben die Vorratsdatenspeicherung bisher nicht umgesetzt, in Portugal, Italien und Polen gibt es seit Ende 2009 ein Gesetz.
Zu den Kosten: Die Deutsche Telekom hatte 5,2 Millionen Euro für die Implementierung und 3,7 Millionen Euro an laufenden Kosten ausgegeben für die Archivierung von 40 Terabyte pro Jahr.
Mehr dazu in dem sehr aufschlussreichen Bericht bei http://www.heise.de/newsticker/meldung/Vorratsdatenspeicherung-auf-dem-EU-Pruefstand-986050.html
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