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20110331 Weitere Berliner Schule ohne Militär

Details

31.03.2011:Robert Blum Gymnasiums lehnt Zusammenarbeit mit der Bundeswehr ab

Die Schulkonferenz des Berliner Robert Blum Gymnasiums hat am Donnerstag, den 24.3. den Antrag: Schule ohne Militär angenommen. Der Beschluss lautet:

Die Schulkonferenz des Robert Blum Gymnasiums lehnt eine Zusammenarbeit im Bildungsbereich mit der Bundeswehr grundsätzlich ab. Hierzu gehören z.B.:
  • Kooperationsverträge mit der Bundeswehr
  • Einladen von Bildungsoffizieren in den Unterricht oder zu schulischen Veranstaltungen
  • Werbung für Praktika in Bundeswehreinrichtungen
  • Exkursionen zu Bundeswehreinrichtungen oder von der Bundeswehr durchgeführten Veranstaltungen
  • Werbung für Ausbildungsgänge bei der Bundeswehr oder für ein Studium an einer Bundeswehrhochschule
  • Teilnahme der Schule an Wettbewerben, Jugendmessen, Arbeitsplatzbörsen, die von der Bundeswehr ausgestaltet werden.
  • Das Verteilen von Werbematerialien der Bundeswehr
Begründung:
Das vermeintliche Lösen von Konflikten mit militärischer Gewalt widerspricht der an unserer Schule gepflegten Kultur und unseren Erziehungsidealen. Wie sollen wir Jugendliche zum gewaltfreien Lösen von Konflikten erziehen, wenn das Vertreten von Wirtschafts- oder Länderinteressen mit militärischen Mitteln von uns mit unterstützt wird? Dies widerspricht dem in Paragrafen 1 des Schulgesetzes *)  formulierten Erziehungsziel der friedlichen Verständigung der Völker.

Bereits im laufenden Schuljahr sind an unsere Schule unaufgefordert Werbematerialien geschickt worden. Mit dem Aussetzen der allgemeinen Wehrpflicht ist mit einer verstärkten Aktivität der Bundeswehr an den Schulen zu rechnen. Erfahrungen belegen dies bereits jetzt.

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*) § 1 Auftrag der Schule
Auftrag der Schule ist es, alle wertvollen Anlagen der Schülerinnen und Schüler zur vollen Entfaltung  zu bringen und ihnen ein Höchstmaß  an Urteilskraft, gründliches Wissen und Können zu vermitteln. Ziel muss die Heranbildung von Persönlichkeiten sein, welche fähig sind, der Ideologie des Nationalsozialismus und allen anderen  zur Gewaltherrschaft  strebenden politischen Lehren entschieden  entgegenzutreten sowie das staatliche und gesellschaftliche Leben auf der Grundlage der Demokratie, des Friedens, der Freiheit, der Menschenwürde, der Gleichstellung der Geschlechter und im Einklang mit Natur und Umwelt zu gestalten.  Diese Persönlichkeiten  müssen  sich der Verantwortung  gegenüber  der Allgemeinheit  bewusst sein, und ihre Haltung muss bestimmt  werden von der Anerkennung der Gleichberechtigung aller Menschen, von der Achtung vor jeder ehrlichen Überzeugung und von der Anerkennung der Notwendigkeit einer fortschrittlichen Gestaltung der gesellschaftlichen  Verhältnisse sowie einer friedlichen Verständigung der Völker. Dabei sollen die Antike, das Christentum  und die für die Entwicklung zum Humanismus,  zur Freiheit und zur Demokratie wesentlichen gesellschaftlichen Bewegungen ihren Platz finden.



   
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