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13.03.2023 Kriegsdienstverweigerung ist ein Menschenrecht

Wer redet von ukrainischen Deserteuren?

... fragt Peter Nowak auf Telepolis und wir können antworten, dass wir bereits in einigen Beiträgen auf dieses Thema eingegangen sind. In den Medien wird allerdings nur selten über die Angst ukrainischer Männer berichtet, die nicht mehr auf die Straße gehen, um nicht den Rekrutierungskommandos in die Hände zu fallen. Eine Ausnahme war da der Beitrag im Deutschlandfunk zum Thema.

In der üblichen Presse wird dagegen nur von der patriotischen Pflicht und dem Willen vieler Ukrainer gesprochen, zur Armee zu gehen. Es bleibt Peter Nowak unverständlich, warum "die ukrainische Regierung an den Zwangsmaßnahmen, die viele junge Männer in Angst und Schrecken versetzen, trotzdem festhält".

Obwohl vielen (ehemaligen) antiautoritären Linken eigentlich jeder Zwangsdienst ein Gräuel sein sollte, erleben wir bei ihnen nun erstaunt zumeist eine ganz andere Haltung. Sie äußern keinen oder nur wenig Widerspruch gegen diese Grundrechtsverletzung, wenn sie in der Ukraine passiert. Die (theoretisch) weltweit gültigen Menschenrechte garantieren ein Recht, den Dienst an der Waffe zu verweigern.

Wenn in angeblich progressiven linken Staaten von sich als links verstehende Menschen Menschenrechtsverletzungen "übersehen" werden, könnte man das ja (unberechtigter Weise) noch verstehen. Diese Haltung bleibt aber um so mehr völlig unverständlich gegenüber einem Staat, der sich in keiner Weise als "links" sieht.

Wie bereits in früheren Artikeln zum Thema geäußert, freuen wir uns über jeden Menschen - egal ob aus Ruslland, Weißrussland oder Ukraine - der sich diesem sinnlosen Töten verweigert.


Update 11h: "Im Westen nichts Neues"

Nach der Frage eines beleidigten ex-Linken, ob es für uns keine "gerechten Kriege" gebe, können wir nur erneut auf die lebenslangen Folgen für die Beteiligten verweisen. In dem ebenso völkerechtswidrigen Angriffskrieg der USA auf den 7000km entfernten Irak waren 130.000 US Soldaten beteiligt. Etwa 6000 bezahlten ihren Einsatz direkt vor Ort mit dem Leben. Allein im 2005 haben sich danach 6256 ehemalige Soldaten selbst umgebracht, berichtet CBS - das sind durchschnittlich 17 Suizide pro Tag. Bis zum heutigen Zeitpunkt starben mehr als 30.000 Armeeangehörige oder Veteranen durch einen Suizid.

Hohe Inzidenz: Während die Selbstmordrate in der Gesamtbevölkerung bei 8,9 von 100.000 liegt, beträgt sie bei ehemaligen Armeeangehörigen 18,7 bis 20,8. Bei Corona wäre das schon fast ein Wert, der zum Maskentragen, in diesem Fall wohl eher Scheuklappen, animiert. Dazu und zu der Art, wie die USA mit ihrem "Kanonenfutter" umgeht, kann man noch viel mehr in den Quellen lesen.

Deshalb begrüßen wir auch ausdrücklich die Oscar-Preisverleihung an den Anti-Kriegsfilm "Im Westen nichts Neues".

Mehr dazu bei https://www.telepolis.de/features/Zwangsrekrutierung-Wer-redet-von-ukrainischen-Deserteuren-7543127.html


Kommentar: RE: 20230313 Kriegsdienstverweigerung ist ein Menschenrecht

"Die meisten von ihnen denken wie ich. Sie sind jung, sie wollen leben, nicht sterben. Sie wissen, dass Krieg nur Leid und Tod bringt."
... dies sind die eindringlichen Worte von drei Männern aus Russland, der Ukraine und Belarus. Drei Männer, die gezwungen werden, gegen ihren Willen einen Krieg zu führen.
Deshalb haben sich führende Anti-Kriegs-Organisationen in Europa auf der YouMove-Plattform zusammengetan. Sie fordern sichere Wege für Kriegsdienstverweigerer aus Russland, Belarus und der Ukraine. In einigen Wochen werden sie ihre gesammelten Unterschriften an die europäischen Institutionen übergeben.

Virginia - WeMove Europe, 20.03.23 13:19


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/3sX
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Tags: #Deserteure #Russland #Ukraine #SchuleohneMilitär #Atomkrieg #Militär #Bundeswehr #Aufrüstung #Waffenexporte #Drohnen #Frieden #Krieg #Friedenserziehung #Menschenrechte #Zivilklauseln
Erstellt: 2023-03-13 08:52:20
Aufrufe: 317

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