BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//Aktion FsA - ECPv4.6.11.1//NONSGML v1.0//EN
METHOD:PUBLISH
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
X-WR-CALNAME:Aktion FsA
X-ORIGINAL-URL:https://aktion-fsa.de
X-WR-CALDESC:Veranstaltungen für Aktion Freiheit statt Angst e.V.
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20130703T150000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20130703T170000
DTSTAMP:20260610T222502Z
CREATED:20260610T222502Z
LAST-MODIFIED:20260610T222502Z
UID:952-20130703@aktion-fsa.de
SUMMARY:Senat der Universität berät die Einführung einer „Zivilklausel“
DESCRIPTION: Richtungsentscheidung an der Universität zu Köln:    Senat der Universität berät die Einführung einer „Zivilklausel“   Am Mittwoch\,  den 3. Juli\,  wird im Senat der Universität zu Köln über die Einführung  einer sogenannten Zivilklausel entschieden. Die Sitzung findet im Neuen Senatssaal  (Hauptgebäude) statt\,  beginnt um 15:00 Uhr und ist öffentlich.  Der Arbeitskreis Zivilklausel - ein Zusammenhang von friedensbewegten Aktiven\,   Studierenden\,  wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen MitarbeiterInnen − hat den  Senat dazu aufgefordert\,  folgenden Passus in die Grundordnung der Universität aufzunehmen:  „Sie [die Universität] trägt als zivile Einrichtung zu einer friedlichen und zivilen Entwicklung  der Gesellschaft bei\,  zu Völkerverständigung und zur Humanisierung der Lebensverhältnisse  weltweit. Die Universität sieht sich der Aufklärung verpflichtet\,  sie fördert ein gesellschaftlich  verantwortliches Handeln ihrer Mitglieder sowie die kritische Reflexion der politischen\,   gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Interessen der Zeit.“  Bundesweit wächst das Engagement von Hochschulangehörigen für eine  gesellschaftskritische Wissenschaft\,  die dem Allgemeinwohl und einer zivilen und humanen  Entwicklung der Gesellschaft verpflichtet ist. Mittlerweile haben sich 14 Hochschulen  verbindlich darauf verständigt\,  zu einer zivilen und friedlichen Entwicklung der Gesellschaft  beizutragen. An der Universität Köln hatten sich im Dezember 2010 bei einer Abstimmung  unter den Studierenden 2/3 der Beteiligten für die Einführung einer solchen Zivilklausel  ausgesprochen. Mittlerweile haben sich im Rahmen einer Unterschriftenkampagne über 160  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität dem Votum der Studierenden angeschlossen.  (Unterschriftenkampagne unter: http://www.zivilklausel.uni-koeln.de)  Dieses Engagement wächst in den letzten Jahren besonders vor dem Hintergrund  zunehmender Abhängigkeit der Wissenschaft von Drittmittelgebern. Alleine an der  Universität zu Köln ist das Volumen von Drittmitteleinwerbungen von 89\, 4 Millionen Euro  im Jahr 2007 auf 122\, 4 Millionen im Jahr 2010 gestiegen.  „Diese Entwicklung führt nicht nur zu einer zunehmenden Prekarisierung der Arbeitsplätze\,   die drittmittelgebunden und daher befristet sind. Sie setzt auch den wissenschaftlichen  Produktionsprozess insgesamt unter wachsenden Opportunitätsdruck\,  Fragestellungen und  Ergebnisse nach dem Interesse der Geldgeber auszurichten. Als Einzelner hat man dagegen  wenig in der Hand. Die Einführung einer Zivilklausel bedeutet\,  diesem Problem als  Gesamtinstitution zu begegnen“\,  sagt Stefan Brackertz vom Sprecherteam der GEW-Studis  NRW und im Arbeitskreis Zivilklausel Köln aktiv.  Agnes Kamerichs\,  ebenfalls vom Arbeitskreis Zivilklausel\,  fügt hinzu: „Gerade in  Krisenzeiten müssen wir aus der Geschichte lernen: Wissenschaft ist nicht neutral. Das sehen  wir heute jeden Tag: Sollen neue Waffensysteme wie unbemannte Kampfdrohnen entwickelt  werden? Soll der Pharmaindustrie zugearbeitet werden und damit die wissenschaftliche  Arbeit für Geschäftsinteressen vereinnahmt werden? Für so etwas gibt es Gelder. Stattdessen  müssen die Voraussetzungen für die Verbesserung der Lebensbedingungen aller weltweit\,  für  Gesundheit und eine zivile Entwicklung der Gesellschaft erforscht werden\,  um sie zu befördern.“  „Die Hochschulen sind öffentliche Institutionen\,  wir halten es für notwendig\,  dass sie sich  neu darauf ausrichten\,  im Dienst und im Interesse der Öffentlichkeit zu wirken. Dafür müssen  sie öffentlich bedarfsdeckend finanziert werden.Die Zivilklausel ist ein wesentlicher Schritt  weg von der unternehmerischen Hochschule hin zu einer Hochschule\,  die gesellschaftliche  Verantwortung übernehmen will und sich dafür auch Voraussetzungen schafft“\,  so der Zivilklausel-Aktive Thomas Steffen.  Der Senat ist das höchste Gremium der universitären Selbstverwaltung\,  in Köln besteht er aus  zwei Vertretern der Studierenden\,  zwei Vertretern der wissenschaftlichen MitarbeiterInnen\,   einem Vertreter der nicht-wissenschaftlichen MitarbeiterInnen und sechs ProfessorInnen.   
URL:https://a-fsa.de/events/952-20130703.html
LOCATION:Köln\,  Universität zu Köln\,  Neuer Senatssaal
GEO:;
CATEGORIES:Frieden\,  Zivilklausel\,  Krieg\,  Militär\,  Forschung\,  Rüstung
END:VEVENT
END:VCALENDAR
