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23.04.2011 Aufruf zum Ostermarsch 2011

Gemeinsamer Aufruf der Friedens- und Anti-Atom-Bewegung zum Ostermarsch 2011

Aktion Freiheit statt Angst e.V. unterstützt auch in diesem Jahr den Aufruf zum 51. Ostermarsch und wird am Samstag, den 23.04.2011 in Berlin bei der Demonstration dabei sein, weil wir
  • für Friedenserziehung und gegen Militäreinsätze,
  • für Informationsfreiheit und gegen Zensur,
  • für unbeobachtete Kommunikation und gegen Überwachung
sind.

Die Ereignisse in Japan 1945 und auch heute zeigen, dass die nicht beherrschbare Atomtechnologie unzählige Menschenleben gefährdet und auch tötet.
Auch für uns als Überwachungsgegner hat sich die Atomtechnologie bereits mehrfach als Gefahr gezeigt. Sie wurde wiederholt als Begründung für die Einschränkung von Freiheitsrechten der Menschen vorgeschoben und Demonstrationsverbote, Polizeikessel, Überwachungsgesetze und sogar Überwachungen ohne die passenden Gesetze wurden veranlasst.
Ein anderer wesentlicher Aspekt der "Gemeinsamkeit" von militärischer Aufrüstung und Großtechnologien wie AKWs ist die gewollte Intransparenz und geheime Mauschelei. Greenpeace Russland hat nach der Explosion des AKW Fukushima eindeutige Parallelen zu den Ereignissen in Tschernobyl aufgezeigt. Sobald Menschen nicht mehr auf ihre angeblich sicheren Notfallpläne zurückgreifen können, weil sich Menschen, Natur und Technik anders verhalten als vorausberechnet und geplant, wird wild improvisiert und die Verlautbarungen werden spärlich und widersprüchlich. Wahrheit und Informationsfreiheit bleiben auf der Strecke, wie wir es auch bei den Kriegen im Irak und Afghanistan tagtäglich (meist durch Wikileaks) erfahren.

Der Flyer für den 23.04.2011 in Berlin
Der Flyer für den 25.04.2011 in Lubmin

Der Aufruf:

Eine Zukunft ohne Atomwaffen und Atomkraftwerke

Atomkraftwerke abschalten! - Atomwaffen abschaffen!
Vor 25 Jahren hat die Katastrophe von Tschernobyl überdeutlich gezeigt: Eine sichere Nutzung von Atomkraft kann es nicht geben. Durch die Reaktorkatastrophe wurde ein Gebiet verseucht, das halb so groß ist wie die Bundesrepublik. Wie viele tausend Menschen als Folge dieser Katastrophe umgekommen sind, ist nach wie vor ungewiss. 375 000 Menschen mussten umgesiedelt werden.
Von Anfang an war die Nutzung der Atomtechnologie militärisch dominiert. Mit den Atombombenabwürfen auf Nagasaki und Hiroshima im Jahr 1945 wurden der Welt die Folgen des militärischen Einsatzes von Atomwaffen dramatisch vor Augen geführt. Hunderttausende starben qualvoll. Nachfolgende Generationen leiden noch immer an den Spätfolgen der radioaktiven Strahlung.
Die Nutzung der Atomenergie ist unverantwortlich. Die Folgen des Uranabbaus, der Urananreicherung und die Herstellung der Brennelemente verseuchen ganze Landstriche, machen krank und sind tödlich. Für jede Tonne verwertbares Uranerz fallen bis zu 2000 Tonnen strahlender, umweltbelastender Abraum an. Für die Lagerung des radioaktiven Abfalls gibt es weltweit noch keine sichere Lösung und wird es wohl in naher Zukunft auch nicht geben.
Wir, die Anti-Atom- und Friedensbewegung, möchten gemeinsam darauf hinweisen: Die Nutzung der Atomenergie gefährdet den Frieden in der Welt. Denn durch Atomkraftwerke und Urananreicherungsanlagen nimmt die Gefahr der Ausbreitung von Atomwaffen zu. Solange Atomwaffen existieren, bestehen die Gefahr und der Anreiz zu ihrer weiteren Verbreitung. Jede Nutzung von Atomkraft bietet die Grundlage, das hergestellte Material in waffenfähiges umzuwandeln. Deshalb ist die Exportförderung der deutschen Atomreaktoren ein Beitrag zum Bau von neuen Atomwaffen. Ausstieg aus der Atomkraft ist darum unser Ziel.
Laut Schätzungen lagern derzeit 22 600 Kernwaffen in den weltweiten Arsenalen. Durch das neue NATO-Konzept wird weiterhin der Ersteinsatz von Atomwaffen angedroht. Vor allem die Atommächte müssen mit der Abrüstung beginnen. Gleichzeitig können atomwaffenfreie Zonen, z.B. im Nahen und Mittleren Osten, geeignete Schritte auf dem Weg zu einer atomwaffenfreien Welt sein. Als deutschen Beitrag zur atomaren Abrüstung fordern wir den Abzug der US-Atomwaffen aus Büchel und die Beendigung der nuklearen Teilhabe im Rahmen der NATO.
Durch solche Schritte gäbe es die Chance, die Welt friedlicher und menschlicher zu gestalten. Allein die USA geben jedes Jahr über 50 Milliarden Dollar für die Wartung ihrer Atomwaffen aus. Welch gigantische Summe könnte für den Kampf gegen Hunger, Trinkwassermangel, Armut und vermeidbare Krankheiten bereitgestellt werden!

Wir fordern, dass weltweit alle Atomkraftwerke abgeschaltet und alle Atomwaffen abgeschafft werden.

Der Flyer für den 23.04.2011 in Berlin
Der Flyer für den 25.04.2011 in Lubmin

Weitere Unterstützer:
Friko Berlin http://www.friko-berlin.de/
LSV Berlin http://www.lsv-berlin.de/lsv2/
Frankfurter Ostermarsch http://www.frieden-und-zukunft.de/?Aktuelles:Frankfurter_Ostermarsch_2011


Kategorie[25]: Schule ohne Militär Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/1yX
Tags: Aktivitaet, Aktivitaet, Ostermarsch, Friedenspolitik, Frieden, Krieg, Demo, Aufruf
Erstellt: 2011-04-06 07:50:32
Aufrufe: 14810

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