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26.09.2012 CleanIT - der Filter im Internet

Acta ist Tot - Lang lebe CleanIT

Wenn schon kein ACTA kommt, so möchte EU-Kommissarin Cecilia Malmström einen ganzen Katalog von Maßnahmen zur Überwachung der Bevölkerung im Internet direkt ohne Gesetz und damit ohne das widerspenstige EU-Parlament durchsetzen. So sollen die Provider dafür zuständig werden unliebsame Inhalte präventiv zu filtern.

"Unliebsam" ist dabei gleich "terroristisch", "jugendgefährdend", "(Rechte-)verletzend", "zu gefährlichen Facebook Parties aufrufend", ... Dieser Katalog läßt sich je nach politischer Lage ausdehnen. CleanIT ist erstmal (nur) mit 400.000 Euro an EU-Mitteln ausgestattet.

Die Bürgerechtsorganisation EDRi hat die Pläne im Einzelnen aufgelistet, netzpolitik.org hat sie übersetzt:

  • Schaffung von Gesetzen, dass Behörden auf Online-Patrouille gehen können, inklusive der (vermutlich anonymen) Teilnahme an Online Diskussionen
  • Aufhebung von Gesetzen, die das Filtern und Überwachen der Internet-Anschlüsse mit Mitarbeiter/innen in Firmen verbieten
  • Strafverfolgungsbehörden soll es ermöglicht werden, Inhalte entfernen zu lassen “ohne arbeitsintensive und formelle Verfahren wie ‘Notice and Action’”
  • “Wissentlich” auf “terroristische Inhalte” zu verlinken, soll ebenso strafbar sein wie “die Terroristen”
  • Schaffung rechtlicher Grundlagen für Klarnamenszwang, um anonyme Nutzung von Online-Diensten zu verhindern
  • Provider sollen haftbar gemacht werden, wenn sie keine “angemessenen” Anstrengungen unternehmen, Überwachungstechnologien einzusetzen, um die (undefinierte) “terroristische” Nutzung des Internets zu identifizieren.
  • Unternehmen, die Internet-Filter zur Verfügung stellen sowie deren Kunden sollen haften, wenn sie von Filtern festgestellte “illegale” Aktivitäten nicht melden
  • Kunden sollen haften, wenn sie “wissentlich” etwas melden, das nicht illegal ist
  • Regierungen sollen die Hilfsbereitschaft der Provider als Kriterium für die Vergabe öffentlicher Verträge verwenden
  • Social Media Plattformen sollen Systeme zum Sperren und “Warnen” einsetzen. Einerseits ist es irgendwie illegal (undefinierte) Internetdienste für “terroristische Personen” zu erbringen, andererseits sollen bekannte illegale Inhalte zwar ausgeliefert, aber mit einer Warnung versehen werden.
  • Die Anonymität von Personen, die (vermutlich) illegale Inhalte melden, soll gewahrt werden. Aber die IP-Adresse muss geloggt werden, damit man Leute verfolgen kann, die bewusst legale Inhalte gemeldet haben.
  • Unternehmen sollten Upload-Filter einsetzen, damit einmal entferne Inhalte (oder ähnliche) nicht erneut hochgeladen werden können
  • Inhalte sollen nicht immer entfernt werden, sondern manchmal nur vom Hosting Provider “gesperrt” und die Domain entfernt werden.

Mehr dazu bei http://www.shortnews.de/id/985851/Acta-ist-Tot-Lang-lebe-CleanIT-Update
und http://edri.org/cleanIT
und https://netzpolitik.org/2012/clean-it-ist-nur-ein-symptom-fur-die-irrefuhrende-politik-der-privaten-rechtsdurchsetzung-im-internet/
und http://www.unwatched.org/20120921_CleanIT_Plaene_zur_Ueberwachung_des_Internets_im_grossen_Stil
und http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/10/02/projekt-clean-it-eu-plant-umfassende-ueberwachung-im-internet/

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Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/1VG
Tags: Internetsperren, CleanIT, ACTA, Informationsfreiheit, Meinungsfreiheit, Netzneutralitaet, Zugangserschwerungsgesetz
Erstellt: 2012-09-26 07:25:07
Aufrufe: 658

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