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21.03.2013 Kein Werben für's Sterben

Die Bundeswehr im Jobcenter Berlin-Mitte

Die Arbeitsgruppe SchülerInnen-Themen in Aktion Freiheit statt Angst e.V. hat zusammen mit dem Bündnis Schule ohne Militär heute Vormittag vor einem Berliner Jobcenter mit einer Kundgebung gegen eine Werbeveranstaltung der Bundeswehr protestiert. An der langen Schlange der Wartenden konnte wir viele Hundert Infoflyer verteilen.

Der Inhalt der Flyer lautete:

Am heutigen Tag besucht die Bundeswehr das Jobcenter Mitte, um für den Beruf des Soldaten und der Soldatin und für „Arbeitsplätze mit guter beruflicher Entwicklungs-
möglichkeit“ zu werben. Die Realität ist jedoch: Gesucht werden junge Frauen und Männer, die sich in den Auslandseinsätzen der Bundeswehr verheizen lassen.
Eine solche „Karriere“ bedeutet, sich dazu ausbilden zu lassen, im Einsatz andere Menschen zu töten. Zudem ist der Dienst bei der Bundeswehr direkt mit der Gefährdung des eigenen Lebens verbunden.

Im ersten Quartal 2013 finden 154 Werbeauftritte der Bundeswehr an Jobcentern statt, am heutigen Tag allein 13 solcher Veranstaltungen, unter anderem in Potsdam, Oranienburg, Weißwasser und hier in Berlin-Mitte.

Wir wehren uns dagegen, dass Erwerbslosigkeit und wirtschaftliche Not dafür missbraucht werden, für das Militär zu werben. Erwerbslose stehen seit vielen Jahren massiv unter Druck, alle ihnen angebotenen Arbeitsplätze anzunehmen.

Obwohl Studien- und Ausbildungsplätze fehlen, werden arbeitslose Menschen zu Schuldigen abgestempelt, die sich angeblich nicht genügend um Jobs kümmern.
Mit den Werbetagen der Bundeswehr an den Jobcentern soll weiterer Druck auf die Erwerbslosen ausgeübt werden, einen inakzeptablen Job anzunehmen. Denn die Bundeswehr ist kein erstrebenswerter Arbeitgeber! Fälle, in denen die Betroffenen bedroht wurden und ihnen gesagt wurde, dass sie „entweder den Vertrag bei der Bundeswehr unterschreiben oder Sanktion bekommen“, sind bundesweit bekannt.

Aber das Recht sagt eindeutig: Niemand darf unter Druck gesetzt werden, zur Bundeswehr zu gehen!

Keiner hat die Pflicht, an einer Informationsveranstaltung der Bundeswehr teilzunehmen! Jede/r hat das Recht, eine Teilnahme an solchen Veranstaltungen aus Gewissensgründen abzulehnen!

Wir lehnen dieses „Werben für's Sterben“ ab. Die Behauptung, dass „deutsche Interessen am Hindukusch verteidigt werden müssen“ ist falsch. Auch der angeblich humanitäre Charakter der vielen Bundeswehreinsätze ist nur Propaganda, welche die realen geopolitischen Machtinteressen der Herrschenden verschleiern soll.
Viele zivile Hilfsorganisationen lehnen den militärischen „Schutz“ ihrer Arbeit ab, da dieser „Schutz“ ihr Leben und ihre humanitäre Arbeit gefährdet.
Deshalb unsere Forderung: Schluss mit der Werbung für die Bundeswehr in den Jobcentern!

Und unsere Bitte: Verweigern Sie sich diesem „Werben für's Sterben“ und lehnen Sie eine Teilnahme an den Werbeveranstaltungen der Bundeswehr aus Gewissensgründen ab!

Berliner Bündnis „Schule ohne Militär“
www.schule-ohne-militaer.de

Wir treffen uns jeden ersten Montag im Monat in der ver.di Mediengalerie, Dudenstraße 10


Mehr Bilder gibt es hier http://www.flickr.com/photos/freiheitstattangst/
und http://www.flickr.com/photos/uwehiksch/sets/72157633065829336/


Kategorie[25]: Schule ohne Militär Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/22i
Tags: Aktivitaet, Werben, Sterben, Bundeswehr, Jobcenter, Berlin, Mitte, Arbeitsgruppe, Krieg, Militaer, Frieden, Verweigerung, SchuelerInnen, Aktion Freiheit statt Angst
Erstellt: 2013-03-21 11:15:04
Aufrufe: 1125

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