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13.10.2013 Telekom will Deutschland-Netz

Telekom will E-Mail an USA und Großbritannien vorbeileiten

InternetsperrenUm der Überwahung durch USA und GB zu entgehen, will die Telekom die Datenwege für E-Mails fest vorzugeben und dabei Rechner und Knotenpunkte in Großbritannien und den USA zu meiden. Damit sind wir dann soweit wie Iran oder China, denn nur die erzwingen wirklich geschlossene Datenwege.

Mehr dazu bei http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/telekom-legt-vorschlag-gegen-britisch-amerikanische-ueberwachung-vor-a-927549.html
und http://www.newsdeutschland.com/n/Politik/74w26dpxr/Nach-Internet-%C3%9Cberwachung-durch-NSA-Telekom-bastelt-am.htm

Anmerkung: Wer am Internet-Protokoll rumbastelt, sollte die Rechnung nicht ohne den Wirt (die USA) machen. Wenn man nicht an den Routing Protokollen Veränderungen will, bleibt nur das "nationale Gateway" - als Flaschenhals.
Das sind doch nur Werbesprüche und ist total unrealisierbar.
Außerdem kommt hinzu, dass es massenhaft Mitbewerber bei E-Mail gibt, die nicht in D beheimat sind, wie Vodafone, United Internet (1&1, GMX, Web.de), die sich daran nicht halten werden.

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Kommentar:  RE: 20131013 Telekom will Deutschland-Netz

Wenn ich sowas lese, geht mir (aus Provider-Sicht) echt der Hut hoch ... ausgerechnet die Telekom, die sich seit >10 Jahren mit Händen und Füßen weigert, mit nationalen Providern zu peeren (DE-CIX, aber auch Private Peerings kündigt weil man ja nicht groß genug ist und internationale Peerings/Uplink-Standorte hat), schlägt sowas vor ... 

... aber vielleicht läuft das auch nur darauf heraus, daß die Telekom einen bezahlten Austauschpunkt einrichten will ... möglichst mit Bezahlung an die Telekom. Wäre ja auch zu einfach, sich an's DECIX anzuschließen und dort diskrminierungsfrei Traffic auszutauschen ...

Wenn ich dann noch den Nachsatz bei Heise ( http://www.heise.de/newsticker/meldung/Telekom-schlaegt-nationales-E-Mail-Netz-vor-1977653.html ) lese: "Wenn die Provider nicht freiwillig mitmachen, müsse man halt über eine gesetzliche Regelung nachdenken" ... fein, dann verpflichtet doch als erstes mal die Telekom, sich auch innerhalb Deutschland an gängigen Peerings anzuschließen ...

Harry, 14.10.13, 15:13


 RE: 20131013 Telekom will Deutschland-Netz

Von wegen, wir haben den Test gemacht "wie Ernst ist es denn gemeint mit der Initiative der Telekom" . Nachfolgend das Ergebnis unserer Bemühungen für einen regionalen Netzbetreiber:

Das Telekomnetz ist das einzige Netz mit nennenswerten Verkehren innerhalb Deutschlands, was wir nicht über eigenes Peering bzw. De-Cix oder BCIX erreichen können. Unser Vorschlag an die Telekom war ein Peering zwischen beiden IP-Netzen ohne dazwischen liegender Leitungsinfrastruktur eines Dritten.
Die IP-Verkehre zwischen beiden Netzen sind ausgewogen, da auch in unserem IP- Netz ein Mix aus Up-und Downstream durch Rechenzentrumsleistung  und Endkundengeschäft (VDSL) besteht.
Normalerweise erfolgt in solchen Fällen ein Peering ohne Verrechnung, da beide Parteien gleichermaßen davon profitieren.
Abweichend davon haben wir der Telekom angeboten, dass die Leitungsführung bis zu Ihrem Netzknoten auf unserer Infrastruktur und auf unsere Kosten bereitgestellt wird.
Plus, damit die Telekom nicht formal ihre eigene Peering Policy verletzt, haben wir der Telekom einen Preis (der unseren heutigen marktüblichen Einkaufspreisen entspricht für das Volumen zwischen unseren Netzen) angeboten.
Sie hat abgelehnt mit der Begründung unsere vorgeschlagener Preis "weit unter Kosten" Telekomintern liegen würde.
Man sieht also, dass die Aktivitäten des Telekom Vorstandes Herrn Dr. Kremer "Initiative zum nationalen Mail-Austausch" nur eine Marketingente ist.

Peter, 22.11.2013 17:03


RE:  RE: 20131013 Telekom will Deutschland-Netz

stimmt, so berichtet es auch die Tagesschau (s. http://www.tagesschau.de/inland/deutschlandnetz100.html ), Zitat: "Die Telekom verfüge in Deutschland über das größte Leitungsnetz und damit über erhebliche Marktmacht. "Im Moment können kleinere Provider ihre Daten über das Ausland leiten, wenn die Telekom zu viel Geld für die Durchleitung verlangt. Diese Möglichkeit würde dann wegfallen", erklärt Bleich. Ein gesunder Wettbewerb wäre also nicht mehr möglich. Das Unternehmen verfolge in dieser Frage in erster Linie kommerzielle Interessen, ist er sich sicher. "Mit der aktuellen Debatte im Rücken versucht die Telekom, maximalen Profit aus der Sache zu schlagen."

Jochen, 23.11.13 17:12


 

 


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/29N
Tags: Ueberwachung, Telekom, nationales Internet, Routing, Routen, Geheimdienste, Internetsperren, Netzneutralitaet, Informationsfreiheit
Erstellt: 2013-10-13 08:25:46
Aufrufe: 473

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