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05.06.2014 Bundeswehr-Reklame für 30 Millionen Euro

Geld wie Heu - um die Gehirne zu vernebeln

Schon seit 2 Jahren wenden wir uns gegen die massive Werbefeldzüge der Bundeswehr im öffentlichen Verkehr und auf öffentlichen Flächen. Aktion Freiheit statt Angst ist im Bündnis Schule ohne Militär bereits diversen Versuchen, den Beruf des Soldaten, der ausgebildet wird, um andere Menschen zu töten oder zu verletzen, als normal darzustellen, entgegen getreten. Was für körperliche und seelische Folgen die "Arbeit" bei der Bundeswehr hat, konnten wir gestern wieder auf zdf-Kultur in der Sendung "Wir dienten Deutschland" sehen.

Der Werbefeldzug, ein "Einsatz im Innern", nimmt langsam makabere Züge an. Immer häufiger erfahren wir von Einsätzen der "Wehrdienstberater" in Schulklassen mit 13 oder 14-jährigen Schülern, in 3 Wochen werden wieder Schützenpanzer und Jets in die Messehallen gekarrt, um bei der YOU die Gehirne der Jugendliche zu vernebeln.

Um so mehr freut es uns, dass die Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke zu den Werbemitteln der Bundeswehr eine Anfrage gestellt hat. Ihr Fazit dazu:

„Die Bundeswehr hat im vergangenen Jahr so viel Geld für Nachwuchswerbung ausgegeben wie nie zuvor“, stellt die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke, fest. Das ergebe sich aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion (BT-Drs. 18/1018). Jelpke
weiter:

„Exakt 29,985 Millionen Euro wurden im letzten Jahr für Nachwuchswerbung ausgegeben. Vor zwei Jahren waren es mit 16 Millionen nur halb so viel, im Jahr 2012 bereits 29 Millionen. Der Löwenanteil der Ausgaben, 20,7 Millionen Euro, floss in Anzeigen. Vor allem die Fernsehsender profitierten vom Militär: Sie allein erhielten 7,5 Millionen Euro, gefolgt von Printmedien mit 4,2 Millionen und Radio mit 4 Millionen Euro. Hinzu kommen 3,8 Millionen Euro für Messe- und Ausstellungsbeteiligungen. Insgesamt nahm die Bundeswehr an 1500 einschlägigen Veranstaltungen teil, das sind 90 mehr als im Vorjahr. Für sogenanntes Jugendmarketing – das sind unter anderem Abenteuer- und Actionformate – wurden 2,1 Millionen Euro ausgegeben. Hinzu kommen weitere Ausgaben für Truppenbesuche, Informationsmaterial, Girl´s Day und Kooperationen mit Verbänden.

Das Dauerbombardement mit Militärreklame grenzt an eine Militarisierung des Alltags. Als positives Zeichen werte ich allerdings, dass es auch Proteste hervorruft: Bei insgesamt 39 Reklameveranstaltungen hat die Bundeswehr Aktionen militärkritischer Bürgerinnen und Bürger gemeldet. Ich bin überzeugt, dass die tatsächliche Zahl der Proteste noch höher ist und stehe voll hinter ihnen. Wenn die Bundeswehr in der Öffentlichkeit für sich wirbt, muss sie auch Gegendarstellungen aushalten. Ebenso positiv ist die geringe Resonanz auf die Werbung: Jugendliche zeigen trotz des medialen Dauerfeuers wenig Bereitschaft, sich fürs Töten in Uniform zu entscheiden – und das ist gut so.“

Die vollständige Antwort der Bundesregierung kann hier
http://www.ulla-jelpke.de/uploads/18_1018_Bundeswehr_Werbema%DFnahmen_2013.pdf
heruntergeladen werden.


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Kategorie[25]: Schule ohne Militär Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/2hc
Tags: Schule ohne Militaer, Werbung, Bundeswehr, Reklame, Etat, Militaer, Drohnen, Friedenserziehung, Menschenrechte, Zivilklauseln
Erstellt: 2014-06-05 07:01:40
Aufrufe: 738

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