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10.11.2014 Bürgerprotest 300m vor der Mauer gestoppt

Weitere Mauern könnten eingerissen werden, sagte Merkel

... in ihrer Rede zum 25. Jahrestag des Berliner Mauerfalls. Ob sie damit auch die Mauern an den Außengrenzen Europas, zwischen Israel und Palästina, zwischen den NAFTA-"Freihandelspartnern" USA und Mexico oder die mit deutscher Aufbauhilfe errichteten Grenzbefestigungen um Saudi-Arabien meinte, bleibt offen.

In der Praxis ist davon wohl nicht auszugehen. Wie das Zentrum für Politische Schönheit vom Besuch an der EU Außengrenze berichtetet, durften die Demonstranten sich dem Grenzzaun nur bis auf 300m nähern:

Die neuesten Entwicklungen: Die Mauerschützer blockieren die Friedliche Revolution - Polizei versteckte sich mit Schäferhunden im Wald und verstellte kurz vor der Grenze den Weg - Kurze Eskalation 300 Meter vor der Außenmauer - Kein Durchkommen nach zäher Verhandlung - Rufe: "Die Mauer muss weg!"
Aufmerksame Begleitung seitens der bulgarischen Medien war uns sicher, es gab Verständnis für "friedlichen Protest".

Wir gehen zurück zu den Bussen. Unbefriedigend aber: Dass sie 100 Aktivist_innen nicht mal in Sichtweite zum Zaun lassen, zeigt wie sensibel der Staat auf das Widerstandssymbol des Bolzenschneiders reagiert.
Fazit: Scheisse die Festung Europa steht immer noch und hätte sowieso auch weiter gestanden, weiterhin wird es tausende Mauertote geben und es ist kein Ende in Sicht. Dennoch dieser Aktion war gut, richtig und wichtig. Immerhin keine Verhafteten und kaum Verletzte. Danke für eure Solidarität!

 Siehe https://www.facebook.com/politische.schoenheit/photos/a.104887069566353.10809.104873672901026/726789514042769/?type=1 nur für Menschen, die freiwillig auf Facebook gehen wollen )

Mehr zu den sonstigen "Mauerfestlichkeiten" bei  http://www.swp.de/schwaebisch_hall/nachrichten/politik/Mauern-einreissen-Merkel-sieht-friedliche-Revolution-als-Signal-fuer-Krisengebiete;art4306,2889588

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Kommentar: RE: 20141110 Bürgerprotest 300m vor der Mauer gestoppt

 Protestaktion gegen Bundeskanzlerin Merkel beim Berliner Mauergedenken

Gestern,  Sonntag, den 9. November 2014 gegen 10.20 Uhr, protestierten einige
Aktivistinnen an der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße, gegen
die Heuchelei deutscher und europäischer Außenpolitik, hielten ein Transparent
mit der Aufschrift "Um Europa keine Mauer", riefen Parolen "Um Europa keine
Mauer, Bleiberecht für alle und auf Dauer", Say it loud say it clear - Refugees
are welcome here", "Kein Mensch ist illegal - Bleiberecht überall" und schmissen
Flugblätter in die Luft - in genau jenem Moment, als sich die Bundeskanzlerin
Angela Merkel zum Händeschütteln auf die an den Absperrgittern befindliche Menge
zubewegte.  Hier dokumentieren wir das verteilte Flugblatt, sowie die Fotos der
Aktion.

Flugblatt: Um Europa keine Mauer - Refugees Welcome!

Heute am 9. November 2014 finden in Berlin an mehreren Orten anlässlich des
Mauerfalls vor 25 Jahren Gedenkveranstaltungen mit deutschen
Spitzenpolitiker_innen und vielen internationalen Gästen statt. Die
Bundeskanzlerin Angela Merkel, die heute öffentlich der Mauertoten gedenkt, ist
mitverantwortlich für die Errichtung bzw. den Ausbau der Festung Europa und
die Verschärfung der EU-Asylgesetze. Die neuen Mauern Europas stehen heute nicht
mehr in Deutschland sondern in Spanien (Melilla, Ceuta), Griechenland, Italien
usw... Europa reguliert und kontrolliert durch seine Grenz- und Asylpolitik
Menschen, die aus anderen Ländern migrieren oder flüchten. Gesetze und Pässe
teilen Menschen grundsätzlich ein in solche, die sich auf der Welt frei bewegen
können und solche, die erst einmal kein Recht dazu haben, sich in Europa
aufzuhalten. An den Mauern der EU sind seit dem Mauerfall vor 25 Jahren mehrere
tausend Menschen (mindestens 20.000) auf ihrem Weg nach Europa ertrunken,
verdurstet und ermordet worden. Die Menschen, die Europa dennoch erreichen,
werden hier mit rassistischen Gesetzen, menschenunwürdigen Praxen wie
beispielsweise der Unterbringung in Lagern oder der Residenzpflicht sowie mit
gesellschaftlicher Ausgrenzung und Diskriminierung konfrontiert. Es ist
Heuchelei, mit nationalem Pathos Anteil an den Fluchtgeschichten der Menschen im
geteilten Deutschland zu nehmen, der vielen Toten an der Berliner Mauer zu
gedenken, während gleichzeitig die durch die Abschottungspolitik der EU
verursachten Toten an Europas Außengrenzen verschwiegen und ausgeblendet werden.

  • Europas Asyl- und Grenzpolitik tötet!
  • Wir fordern den europäischen Mauerfall! Alle Grenzen abschaffen!
  • Weg mit den menschenverachtenden Asylgesetzen! Alle Abschiebungen stoppen!
  • Bewegungsfreiheit für alle Menschen!
  • Finger weg von selbstverwalteten Orten der Refugee-Bewegung - Oranienplatz und die Refugee Schule (ehemalige Gerhart Hauptmann Schule) in der Ohlauerstraße bleiben!
  • Reißt alle Mauern ein!

Transpi "um europa keine mauer"  https://linksunten.indymedia.org/image/127022.png

Sara, 10.11.2014 12:47


RE: 20141110 Bürgerprotest 300m vor der Mauer gestoppt

Frau Merkel meint vielleicht nur die Mauern, die deutschen Exporten im Wege stehen. Worte werden gebraucht, wie sie nützlich sind. Das hat Panorama vor wenigen Tagen an den Begriffen Fluchthelfer und Schlepper deutlich gemacht. Die einen wurden mit Bundesverdienstkreuz geehrt und konnten rechtlich abgesichert 6.000 bis 15.000 DM von ihren "Kunden" verlangen, während letztere selbst bei uneigennützigem Tun bei uns für Jahre im Gefängnis landen. (s.http://www.ardmediathek.de/tv/Panorama/Fluchthelfer-Gestern-Helden-heute-Krim/Das-Erste/Video?documentId=24579296&bcastId=310918 )

Karim, 10.11.2014 15:37


 

 


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/2mQ
Tags: Asyl, Mauerfall, EU, AussengrenzenGrundrechte, Menschenrechte, Flucht, Folter, Abschiebung, Migration, Frontex, Fluggastdatenbank, EuroDAC, Europol, Schengen, Visa Waiver, Verfolgung
Erstellt: 2014-11-10 07:04:16
Aufrufe: 347

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