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13.10.2015 VDS-Gesetz noch diese Woche

Trotz EU-Bedenken ist heimlich erneut ein (verfassungswidriger) Schnellschuss geplant

Update: Der Rechtsausschuss des Bundestags hat schon am Mittwoch den Gesetzentwurf zur verdachtslose Vorratsspeicherung aller unserer Verbindungen und Bewegungen beschlossen. Der Bundestag wird dann am Freitag um 9h über den Gesetzentwurf in 2.+3.Lesung abstimmen.

Dagegen wollen haben wir protestierten:
Am Freitag ab 8h vor dem Reichstag haben rund 150 Menschen gegen die Abstimmung über die Vorratsdatenspeicherung im Bundestag demonstriert.

denn die Abgeordneten haben mehrheitlich leider wieder für den Überwachungsstaat gestimmt:

                      Ja    Nein   Enth. Nicht abgegeben Summe
CDU/CSU      275      0       0             35                    310
SPD              129     43       7             14                    193
Die Linke          0      52      0             12                      64
B90/Grüne        0      53      0             10                      63
Summe         404    148      7             71                    630

Quelle: http://www.bundestag.de/bundestag/plenum/abstimmung/grafik
Namentliche Abstimmung (PDF): http://www.bundestag.de/blob/392012/69c860bf6e65681333d940bdae973b60/20151016_1-data.pdf

Medienecho


Das würde bedeuten, dass wieder der Weg durch die Instanzen beschritten werden muss, um nach Jahren vom Verfassungsgericht bestätigt zu bekommen was wir heute schon wissen: Jede anlasslose Überwachung aller Menschen in Deutschland ist illegal!

Dazu eine Anmerkung: Hinzu zu diesem kostenintensiven Gesetzesunsinn (Schätzungen gehen von 260 Millionen Euro aus, die die Kunden selbst zu zahlen haben) von geplanter VDS kommt die "polizeiliche Praxis". Auch ohne gültiges Gesetz speichern Provider viele Mobilfunkdaten bis zu sechs Monate. Der ehemalige Bundesdatenschutzbeauftragte Schaar spricht von "exzessiven Speicherungen".

Das sind oft genau die 6 Monate der alten VDS, denn konkrete Fristen schreibt das TKG nicht vor, stattdessen ist eine Speicherung "soweit erforderlich" zulässig, wenn die Verbindungs- und Standortdaten für ihre Abrechnungen notwendig sind. Genau dies haben die Provider in ihre Geschäftbedingungen und Abrechnungs-Verträge  untereinander geschrieben. (http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/vorratsdatenspeicherung-im-mobilfunk-ohnehin-schon-realitaet-a-1055488.html)

Es gibt vom Spiegel sogar eine Übersicht welcher Provider bei welchem Vertragsverhältnis wie lange unser Verhalten und unsere Bewegungen speichert: http://www.spiegel.de/media/media-37689.pdf

Erste Medienechos auf das Vorhaben:

Alle Artikel zu

 


Kommentar: RE: 20151013 VDS-Gesetz noch diese Woche?

Das geht auch technisch schief, da die Provider jetzt ja nicht "rechtskonform" speichern.  Auch in Australien, wo die VDS jetzt starten sollte gibt es beliebig Probleme: http://www.theregister.co.uk/2015/10/12/unready_telco_survey_rates_drips_a_failure/

"Small providers have told the Alliance the cost of compliance will fall in the AU$10,000 to $250,000 range, with the survey including estimates as high as $10 million. Brandis added that the government is providing $130 million in support to the industry with a focus on the smaller players

Hat Herr Schäuble die umgerechnet  85 Millionen EURO schon im Budget?

T., 13.10.2015 10:03


 


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/2x5
Tags: Polizei, Geheimdienste, Geodaten, Lauschangriff, Ueberwachung, Vorratsdatenspeicherung, Videoueberwachung, Rasterfahndung, Zentrale Datenbanken, Bundestag, Rechtsausschuss, Unschuldsvermutung, Verhaltensaenderung, Kosten, VDS 2.0, Mobilfunkanbieter
Erstellt: 2015-10-13 07:42:47
Aufrufe: 649

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