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30.04.2016 Forschung zu Smart Border

Bericht zu menschenrechtlichen Implikationen von Smart Security an Flughäfen

Im Oktober hatte Aktion Freiheit statt Angst als Mitglied in der Fundamental Rights Platform (FRA) an der Umfrage über das "Smart Border Packet" teilgenommen. In unseren Antworten hatten wir die vor allem technisch basierte Lösungsstrategie der EU kritisiert.

Kürzlich wurde die Smart Border Problematik von der FRA auch mit der Schengen Gruppe diskutiert.

Zu unserer Umfrage hat uns eine Forschergruppe der Uni Tübingen angeschrieben, die sich mit dem gleichen Thema beschäftigt hat.

Sehr geehrte Damen und Herren,
gerne möchten wir Sie über die Veröffentlichung unseres Reports zu
ethischen und menschenrechtesbezogenen Implikationen der Einführung von
Smart-Security-Technologien an Flughäfen informieren. Der Fokus der
Studie liegt auf der Analyse der neuen Dimension von
Diskriminierungsgefahren durch die Verwendung automatisierter und
algorithmengestützer Sicherheitspraktiken auf Basis von Datensammlungen.
Das Forschungsprojekt wurde am Internationalen Zentrum für Ethik in den
Wissenschaften (IZEW) in Tübingen durchgeführt und gefördert vom Media
Democracy Fund, der Ford Foundation und den Open Society Foundations.

Wir hoffen, dass dieser Bericht für Sie interessant ist und vielleicht
einige Denkanstöße bietet. Sollten Sie Fragen oder Anmerkungen dazu
haben, freuen wir uns sehr über eine Rückmeldung.

Den Report inklusive Executive Summary finden Sie im Anhang oder unter
diesem Link: http://hdl.handle.net/10900/66898

Auch in dieser Arbeit tritt zu Tage, dass die technikverliebten Ideen der EU Kommission keine Vorteile bei der Grenzabfertigung bringen aber, dass dadurch massive Gefahren für die Privatsphäre und die Grundrechte der Menschen in Europa entstehen können und diese Technik zudem die Abschottung der EU Außengrenzen erhöht.

Hier die (englische) Zusammenfassung des Forschungsberichts:

Abstract: How smart is ‘smart security’? Exploring data subjectivity and
resistance

‘Smart security’ is currently being used as an umbrella term that
embraces several initiatives proposed by the aviation industry in order
to enhance security procedures at airports. The idea of smarter security
opposes the traditional screening framework of passenger security at
airports which enacts a one-size-fits-all approach in order to detect
dangerous items that might threaten flight safety and security. Recently
however, the security industry claims that smart solutions could provide
better security, less intrusive screening, and better cost efficiency by
employing tailored security procedures based on individual data-driven
risk assessment of passengers and corresponding different levels of
security screening.

As smart security solutions are currently still under development, this
report analyses potential human rights problems connected to a broader
implementation of smart security routines in a timely fashion.
Constituent elements of smart security, such as computer-based sorting
of individuals into risk-groups and algorithms preparing or taking
decisions on passengers’ mobility, can have severe consequences.
Critical questions to be asked include: Who is accountable for smart
security decisions? Is it possible to appeal against such decisions? How
dangerous is the data-driven approach with regard to structural
discrimination and equality of all passengers?

We review and summarise the state of the art in the field of data-driven
risk analysis and analyse eight interviews that we have conducted with
representatives of European aviation associations, state authorities and
the civil society. Bearing in mind the human rights implications of
smart security, the report identifies six central policy gaps, issues
recommendations to address them and provides a basis for a much needed
public debate on smart security.

Der Forschungsbericht http://hdl.handle.net/10900/66898

Unsere Antworten auf die Umfrage der FRA https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/5232-20151027-no-smart-border.htm


Alle Artikel zu


Kommentar: RE: 20160430 Forschung zu Smart Border

Die ganzen Grenzen sind das Gegenteil von "Smart". Da ist das Angebot eines Österreichischen Unternehmens viel ehrlicher und genauso brutal: "Unternehmen erkennt zeitgemäße Geschäftsidee" - der EU Fence ist da. (https://imgur.com/ASveBHa)

Mevan, 20.05.2016 7:51


 


Kategorie[27]: Polizei&Geheimdienste Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/2CD
Tags: eBorder, Forschungsarbeit, Uni Tuebingen, Arbeitnehmerdatenschutz, Verbraucherdatenschutz, Datenschutz, Datensicherheit, Datenpannen, Biometrie, Fingerabdruck, Elektronischer Personalausweis, Elektronischer Pass, EU, Survey, Umfrage, Smart Border, FRA, Aktivitaet, FsaMitteilung, RFID Chips, Asyl, Flucht, Folter, Abschiebung, Migration, Frontex, Fluggastdatenbank, EuroDAC, Europol, Schengen, Visa Waiver, Verfolgung
Erstellt: 2016-04-29 19:16:13
Aufrufe: 522

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