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10.05.2016 Rheinmetall entrüsten!

Demonstration zur Hauptversammlung von Rheinmetall

Waffenexporte stoppen - Rheinmetall entrüsten!

... erklang es lautstark vor dem Maritim Hotel gegenüber des Bendler Blocks. Denn heute haben sich dort die Aktionäre des größten deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall AG  zu ihrer Hauptversammlung getroffen.

Ihre Aktien sind mit Blut getränkt!

Das wurde auch in den vielen Redebeiträgen deutlich, die von den verschiedensten Gruppen der  Friedensbewegung den anreisenden Aktionären entgegen schallte.

Wer Waffen sät, erntet Tod und Elend!
PROTEST -AKTION während der Hauptversammlung von Rheinmetall

Die Aktionäre des größten deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall AG
treffen sich am 10. Mai zu ihrer Hauptversammlung in Berlin.
Ihre Aktien sind mit Blut getränkt!
Die Kriege lohnen sich für die Aktionäre. Dieses Jahr erhöht sich die Dividende auf fast das Vierfache. Die Rechnung bezahlen die Menschen, die aus diesen Kriegsgebieten fliehen müssen, und dann als Flüchtlinge bei uns ankommen.

Europas größter Heeresausrüster setzte 2015 mit Kanonen, Munition, Elektronik, gepanzerten Fahrzeugen und Ausrüstungen 2,6 Mrd. Euro um.

An Mord- und Totschlag-Instrumenten lässt sich gut verdienen. Sie verdienen sich eine goldene Nase! Und das Geschäft boomt! Für 6,42 Mrd. Euro sollen weitere Mordwerkzeuge hergestellt werden.

Um weltweit Aufträge zu ergattern, hat Rheinmetall geschmiert.

Bußgelder in Höhe von 37,1 Millionen Euro wegen unerlaubter Zahlungen an
Griechenland wurden bereits fällig. Weitere Verfahren drohen.
Auch in der Zukunft lässt sich gut verdienen. Konzern-Chef Papperger setzt nicht nur auf die weiteren Krisen- und Konfliktherde weltweit, sondern hofft auch, ein großes Stück vom zuletzt deutlich erhöhten deutschem Verteidigungsetat zu ergattern.

Neueste Meldungen von den Rheinmetall-Töchtern, die weltweit agieren:

  • Südafrika und Saudi-Arabien errichten in der Nähe von Riad eine Munitionsfabrik, an der Rheinmetall über seine Tochter Denel mit 51 Prozent beteiligt ist.
  • Auf Sardinien wird die Bombe MK 83 von der Rheinmetall-Tochter RWM hergestellt. Diese Bomben werden lt. Report München von Saudi-Arabien im Krieg gegen Jemen eingesetzt.
  •  Im letzten Juni wurden 250 000 Granaten der Rheinmetall-Tochter RWM Arges an die Vereinigten Arabische Emirate geliefert. Dazu gibt es in Österreich eine Straf-Anzeige gegen den Außenminister wg. Verstoßes gegen das dortige Kriegsmaterialgesetz.


KEINE DEUTSCHEN WAFFEN FÜR LÄNDER UND KRIEGE , DEREN OPFER WIR NACHHER BEKLAGEN !

Von einer restriktiven Rüstungsexportpraxis, die Wirtschafts-Minister Gabriel großspurig angekündigt hat, ist bislang nichts zu merken!

Im August 2014 genehmigte die schwarz-rote Bundesregierung Rheinmetall sogar den
Export einer ganzen Panzerfabrik nach Algerien. Das Regime Bouteflika regiert dort autoritär unter massiver Missachtung von Menschenrechten. Die Firma Rheinmetall MAN Military Vehicles, die Rheinmetall zu 51 Prozent gehört, soll dort fast 1.000 Radpanzer FUCHS 2 im Wert von 2,7 Milliarden Euro fertigen. Diese können sowohl im Innern als auch im Krieg nach außen eingesetzt werden.

Wir rufen deshalb:        Waffenexporte stoppen!.  


Hier der Brief, den die AktionärInnen von Rheinmetall beim Betreten des Hotels erhielten:

 

LIEBE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,
stolz präsentiert Ihr Konzern Rheinmetall seine aktuellen Geschäftszahlen. Wegen zunehmender Kriegsszenarien weltweit läuft das Geschäft. Doch zu unerträglich hohen Kosten!

Fast 70 Prozent des Umsatzes tätigt Rheinmetall inzwischen mit Kunden außerhalb Europas. Tendenz steigend. Weiteres Wachstumspotential sieht der Konzern hauptsächlich im Mittleren Osten/ Nordafrika (MENA) oder in Südostasien. Also dort, wo autoritäre und teilweise vom Militär dominierte Regime viel Geld für Rüstung ausgeben und Menschenrechte oftmals keine Rolle spielen.

Zudem hat Rheinmetall längst damit begonnen, die Produktion in Länder mit niedrigen Sicherheitsstandards und laxen Exportkontrollen wie Saudi-Arabien, Algerien, Südafrika oder die Türkei zu verlagern. Eine verantwortungslose Strategie, um deutsche Exportkontrollen zu umgehen und Konfliktregionen dieser Welt ungestört und hoch-profitabel beliefern und aufrüsten zu können.

Eine verantwortungslose Strategie auch deshalb, weil so regionale Konflikte wie aktuell im Jemen auf furchtbare Weise befeuert werden. Tag für Tag werden dadurch immer mehr Menschen ins Elend gebombt, verlieren unschuldige Zivilisten ihre Heimat und teilweise sogar ihr Leben.

Seit gut einem Jahr herrscht im Jemen ein Stellvertreterkrieg um die regionale Vormachtstellung. Die von Saudi-Arabien geführte Militärallianz hat mit ihren Luftangriffen im Jemen „ein Gemetzel" angerichtet (Hochkommissar für Menschenrechte, Seid Raad al-Hussein). Für knapp zwei Drittel der über 6.000 zivilen Opfer und zivilen Zerstörungen sei die Kriegskoalition der Golfstaaten verantwortlich. 2,4 der 24 Millionen Jemenit/innen sind auf der Flucht, mindestens die Hälfte der Bevölkerung ist von Hunger bedroht.

Trotzdem liefert Rheinmetall selbst oder über Tochterfirmen weiter Rüstungsgüter an den Aggressor Saudi-Arabien:

  1. Nach Informationen der Menschenrechts-organisation Human Rights Waten beschießt die von Saudi-Arabien angeführte Koalition im Jemen willkürlich auch zivile Gebiete, wobei in den letzten Monaten u.a. Bomben des Typs MK 83 zum Einsatz kamen, die von der italienischen Rheinmetalltochter, RWM Italia, produziert und nach Saudi-Arabien exportiert worden sind.
  2. Nach Informationen von Menschenrechtsor-ganisationen und des „Spiegel" ist das saudische Regime im Dezember 2014 mit Rhein-metall-Blend- und Irritationsgranaten gegen schiitische Oppositionelle vorgegangen. Sicherheitskräfte hatten ein Wohnviertel in der Stadt Awamija gestürmt, nachdem es wegen willkürlicher Todesurteile gegen Oppositionelle zu Protesten gekommen war. Auf Photos sind Blend- und Knallgranaten der Rheinmetall-Firma Nico Pyrotechnik und Splittergranaten zu sehen, die von dem österreichischen Tochterunternehmen, Rheinmetall Waffe Munition ARGES GesmbH, produziert worden sind.
  3. Nach Medienberichten hat Rheinmetall Denel Munitions zusammen mit der saudischen Firma Military Industrial Corporation kürzlich südlich von Riyadh eine Munitionsfabrik für 240 Millionen Dollar eröffnet, in der Munition für Artillerie, Mörser, Flugzeugbomben sowie Flugkörper-Subsysteme hergestellt werden soll.

Derartige Exportgeschäfte sind ein Skandal. Sie müssen sofort beendet werden! Nein zur Beteiligung von Rheinmetall an schockierenden Kriegshandlungen und Menschenrechtsverletzungen!

LIEBE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,
treten Sie mit uns für ein Ende der menschenverachtenden Geschäftsstrategie Ihres Konzerns und für ein Ende der Rüstungsproduktion von Rheinmetall ein! Gerne können Sie uns dafür Ihre Stimmrechte übertragen!

Oder Sie werden selbst aktiv und verlangen eine grundlegende Kurskorrektur Ihres Unternehmens. Sie erreichen uns unter www.urgewald.org

urgewald Dachverband KRITISCHE AKTIONÄRE


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Kategorie[25]: Schule ohne Militär Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/2CX
Tags: Schule ohne Militaer, Atomwaffen, Militaer, Bundeswehr, Aufruestung, Waffenexporte, Rheinmetall, Aktionaersversammlung, Hotel Maritim, Aktivitaet, FsaMitteilung, Drohnen, Frieden, Krieg, Friedenserziehung, Menschenrechte, Zivilklauseln
Erstellt: 2016-05-10 09:45:54
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