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21.09.2016 Petition gegen BND-Gesetz

BND-Gesetz verhindern: Wir wollen keine deutsche NSA!

Statt die Befugnisse des BND zu beschneiden, macht das neue BND Gesetz das Gegenteil. Diese werden erweitert und als Feigenblatt wird ein G10-Gesetz Beauftragter erfunden, der wohl eher die Interessen der Regierung vertreten wird, als dass er den Abgeordneten im G10-Ausschuss hilft, wenn diese bei ihrer Arbeit gegen die Wand des Schweigens oder der Schwärzungen rennen, wie wir es in den letzten beiden Jahren beim NSA-Untersuchungsausschuss erlebt ("Armes Deutschland") haben.

Dagegen will campact nun mit einer weiteren Petition vorgehen:

An: Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesinnenminister Thomas de Maizière, Bundesjustizminister Heiko Maas, die Mitglieder des Deutschen Bundestages

Ich fordere Sie auf, die neuen Überwachungsbefugnisse für den Bundesnachrichtendienst (BND) abzulehnen. Illegale Spähexzesse dürfen nicht einfach nachträglich legalisiert werden. Setzen Sie sich ein für den Schutz unserer Privatsphäre und die lückenlose Aufklärung des NSA-Überwachungsskandals. Wir wollen keine deutsche NSA.

Warum ist das wichtig?

Dank Edward Snowden wissen wir, dass auch deutsche Geheimdienste ihre Befugnisse missbrauchen. Der NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags hat zahlreiche illegale Abhörpraktiken des deutschen Auslandsgeheimdienstes BND ans Tageslicht gebracht. Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, bezeichnete die Auslandsaufklärung des BND als „insgesamt rechtswidrig“. Das neue BND-Gesetz soll nun viele dieser Gesetzesübertritte nachträglich legalisieren. Es droht der Umbau des BND zu einer deutschen NSA.

Bisher durfte der BND in Deutschland keine Internetknoten abhören. Jetzt soll ihm erlaubt werden, auch hierzulande massenhaft Daten abzugreifen. Der BND behauptet zwar, es gehe dabei nur um Auslandsüberwachung. Dabei ist längst klar, dass es technisch unmöglich ist, deutsche Bürgerinnen und Bürger vor der BND-Massenüberwachung zu schützen. Der BND soll künftig sogar ganze Telekommunikationsnetze abhören dürfen. Durch das neue Gesetz erhält der BND einen Freifahrtschein, um Vorratsdaten aus aller Welt zu erfassen sowie massenhaft und automatisiert an „Partner" wie die NSA weiterzugeben. Die enge Verwicklung des BND in die globale Massenüberwachung von NSA und Co. wird damit gesetzlich festgeschrieben. Diese weltumspannende Spähmaschinerie verstößt gegen Menschenrechte, etwa das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens.
Auch die Pressefreiheit ist dadurch in Gefahr: Ausländische Journalistinnen und Journalisten drohen durch das Gesetz zu Freiwild für den BND zu werden. Für sie und ihre Quellen gibt es in dem Gesetz keinerlei Schutzvorkehrungen. Ebenso soll die Überwachung anderer EU-Mitgliedstaaten ausdrücklich erlaubt werden.

Doch damit nicht genug: Die bereits jetzt zu schwachen Kontrollrechte des Bundestages gegenüber dem BND sollen durch das neue Gesetz weiter beschnitten werden. Eine wirksame Kontrolle durch unsere gewählten Abgeordneten wird auf diese Weise massiv erschwert. Dem Missbrauch von Überwachungsbefugnissen ist damit Tür und Tor geöffnet. Das müssen wir jetzt verhindern!

Doch die Zeit ist knapp: Bereits am 26. September berät der Innenausschuss des Bundestages über das Gesetz. Noch vor Jahresende soll es verabschiedet werden und bereits am 1. Januar 2017 in Kraft treten. Deshalb kommt es jetzt auf jede Stimme an: Sagen Sie „Nein“ zum Umbau des BND in eine deutsche NSA.

INITIATORIN & PETENTIN:

  • Katharina Nocun, Netzaktivistin, Bürgerrechtlerin, Bloggerin

UNTERSTÜTZENDE ORGANISATIONEN:

  • Digitale Gesellschaft e.V.
  • Humanistische Union e.V.
  • Whistleblower-Netzwerk e.V.
  • FIfF - Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung

UNTERSTÜTZENDE EINZELPERSONEN:

  • Dr. Rolf Gössner, Rechtsanwalt/Publizist, Vorstandsmitglied der Internationalen Liga für Menschenrechte.

Mehr dazu bei https://weact.campact.de/petitions/bnd-gesetz-verhindern
Auch zum Unterzeichnen der Petition https://weact.campact.de/petitions/bnd-gesetz-verhindern

 


 

Es gibt auch noch die Petition von Reporter ohne Grenzen gegen das BND Gesetz https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/5693-20160813-petition-gegen-bnd-gesetz.htm
zu dieser Petition geht es hier https://www.reporter-ohne-grenzen.de/mitmachen/petition-bnd-de/

 


Alle Artikel zu

 


Kommentar: RE: 20160921 Petition gegen BND-Gesetz

Es freut mich sehr auf Gleichgesinnte zu treffen. Jedoch ist passiver Widerstand schon lange wirkungslos geworden.

Fi., 21.09.2016 21:51


RE: 20160921 Petition gegen BND-Gesetz

Indirekt kommt das Gesetz auch einer Amnestie für begangene Straftaten/Grundrechtseingriffe des Dienstes gleich.

Fe., 21.09.2016 23:12



Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/2Gf
Tags: #Anti-TerrorGesetze #BKAGesetz #BND #Verfassungsschutz #Bundestrojaner #Petition #Aktivitaet #FsaMitteilung #campact #Lauschangriff #Ueberwachung #Vorratsdatenspeicherung #Persoenlichkeitsrecht #Privatsphaere
Erstellt: 2016-09-21 17:08:52
Aufrufe: 574

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