banner sicherheit https-everywhere Zugriff im Tor-Netzwerk Sitemap | Impressum DE | EN
web2.0 Diaspora RSS Vimeo A-FsA Song MeetUp Twitter Youtube Flickr Spenden über Betterplace Bitmessage Facebook
11.06.2017 Open Source als Gemeingut bewahren

Open Source im Fokus von Macht und Gier

Als engagierte Verfechter von Open Source hat uns dieser Artikel natürlich sehr interessiert und wir können ihn auch weiter empfehlen. Denn leider ist in unserer Wirtschaftsordnung kein Gemeingut gegen eine Vermarktung geschützt.

Es gibt auch über diesen Artikel hinaus weitere schlimme Entwicklungen, die auf der Basis von Open Source entstanden und der "Privatwirtschaft zugeführt" wurden - denken wir nur an die schon markbeherrschende Stellung von Google's Android, welches auf einem (eigentlich) freien Linux beruht.

Der Autor Peter Frey hat sich in seinem Artikel die Entwicklung um GitHub genauer angesehen. Bereits im Jahre 2011 wurde GitHub als öffentliche Repositories stärker genutzt, als gleichgeartete Systeme von Google und SourceForge. Es gibt ein freies offenes Repository in dem jedermann seine Projekte ablegen und pflegen kann. Die Software Git, welche GitHub nutzt, ist ebenfalls freie Software - so weit so gut.

Die 2007 gegründete GitHub Inc. wurde 2015 mit 250 Millionen US-Dollar Risikokapital geflutet. Schon drei Jahre zuvor beteiligte sich über diese Art von Finanzierung die US-amerikanische Private Equity - Gesellschaft von Andreessen Horowitz mit über 100 Millionen US-Dollar an GitHub. Andreessen Horowitz hat Kapital(-Macht) nicht nur bei GitHub sondern auch in den Unternehmen Facebook, Buzzfeed und Twitter.

Und damit besitzen Hegdefonds, Private Equity und andere Beteiligungen, wie „klassische“ Investementfonds mit ihren Anteilen strategischen Einfluss in den Unternehmen und die Unternehmen wie auch Investoren wiederum besitzen durch ihre Marktdurchsetzung und Vernetzung Einfluss in der Politik. Auf diese Weise sind in kürzester Zeit Menschen wie Mark Zuckerberg (Facebook), Leon Black (AGM, s.o.), Larry Page (Google) und Alexander Karp (Palantir) zu Milliardären geworden und gewinnen immer stärkeren Einfluss auf gesellschaftliche Prozesse.

Was ist das Fazit? Ein wenig Geld - ok , aber viel Geld und Einfluss -schlecht ?

Das Wachstum und die mitwachsenden Abhängigkeiten von den renditesüchtigen Investoren führt unweigerlich zu einer Aufweichung des Open Source - Gedankens, den Google bei Android wohl sehr früh ad acta gelegt hatte. Aber der Autor stellt auch klar: "Damit ist hoffentlich auch klar, dass dieser Artikel nicht als Auftakt einer Kampagne gegen GitHub, Docker oder andere ähnlich aufgestellte Unternehmen begriffen werden möchte."

Aber genau hinschauen, wie ein Geschäftsmodell funktioniert und wem es nützt und wer Einfluss auf die Entwicklung nimmt - das kann nichts schaden ...

Mehr dazu bei https://www.rubikon.news/artikel/open-source-im-fokus-von-macht-und-gier

Alle Artikel zu


Kommentar: RE: 20170611 Open Source als Gemeingut bewahren

Ich möchte kurz bemerken dass NICHT git oder die opensource, die auf GitHub liegt, gefährdet sind, sondern das Unternehmen GitHub. Niemand hindert irgendwen daran, woanders hinzugehen. Das Problem ist hier wieder einmal Monopolisierung. Wenn alle nur zu einem Anbieter rennen wird der klar irgendwann unverzichtbar und mächtig / gefährlich.

Da., 12.06.2017 12:47


RE: 20170611 Open Source als Gemeingut bewahren

Da kann ich nur zustimmen. Machtkonzentration wie z.B. der Fall der #EZB ist gemeingefährlich.

Ro., 12.06.2017 12:49


RE: 20170611 Open Source als Gemeingut bewahren

Quatsch, GENAU DAS ist der OpenSource Gedanke. Deswegen wurden Lizenzen wie die GPL entwickelt anstatt alles Public Domain zu veröffentlichen. Gewerbliche Nutzung wurde von Anfang an berücksichtigt. Nur so war es möglich z.B. den Linux Kernel zu dem zu machen was es heute ist. Seit Jahren gehören große Firmen wie Intel, Microsoft, RedHat oder Google zu den grössten Kontributoren.
Anstatt weniger Kapital in der FOSS braucht es mehr. Von staatlicher Seite und von privater. Staaten kaufen ihre Software beim Mittelstand und erst wenn der Mittelstand FOSS kapiert hat, werden wir keine Probleme mehr mit gehackten Kühlschränken oder Krankenkassen haben.
Wenn jetzt "linke Idealisten" ihre Domäne bedroht sehen weil auch grosse Geldgeber in FOSS investieren, dann haben sie es schlicht nicht verstanden: FOSS ist frei für alle. Auch für die Privatwirtschaft und die Zocker. Alle.

Ri., 12.06.2017 15:16


RE: 20170611 Open Source als Gemeingut bewahren

Gewerbliche Nutzung wurde von Anfang an berücksichtigt.
Korrekt!
Nur so war es möglich z.B. den Linux Kernel zu dem zu machen was es heute ist. Seit Jahren gehören große Firmen wie Intel, Microsoft, RedHat oder Google zu den grössten Kontributoren.
Worin besteht hier der Zusammenhang? (Große) Firmen können in etwas investieren unabhängig davon ob es freie Software oder proprietäre Software ist.
Anstatt weniger Kapital in der FOSS braucht es mehr.
Wo gibt es denn innerhalb der Free Software Community finanzielle Probleme, dass man mehr Geld braucht?
Staaten kaufen ihre Software beim Mittelstand und erst wenn der Mittelstand FOSS kapiert hat, werden wir keine Probleme mehr mit gehackten Kühlschränken oder Krankenkassen haben.
Freie Software ist nicht sicher. Möglicherweise sicherer als proprietäre Software, aber halt trotzdem nicht sicher. Das Problem mit gehackten Krankenkassen etc gibt es also unabhängig davon, was der Mittelstand macht.
Wenn jetzt “linke Idealisten” ihre Domäne bedroht sehen weil auch grosse Geldgeber in FOSS investieren, dann haben sie es schlicht nicht verstanden: FOSS ist frei für alle. Auch für die Privatwirtschaft und die Zocker.
Jeder ist frei freie Software zu nutzen, zu modifizieren, weiterzugeben und zu verkaufen. Dagegen hat auch niemand etwas.
Das "Problem" liegt im wachsenden (unerwünschten) Einfluss von Unternehmen wie Microsoft.
Nochmal: Der Einfluss durch Dritte (wie z.B. Microsoft) hat nichts mit FOSS oder nicht-FOSS zu tun. Insofern bringst du hier etwas durcheinander.

A., 12.06.2017 19:02


RE: 20170611 Open Source als Gemeingut bewahren

Nochmal: Der Einfluss durch Dritte (wie z.B. Microsoft) hat nichts mit FOSS oder nicht-FOSS zu tun. Insofern bringst du hier etwas durcheinander.
Ist es nicht egal wer genau Beiträgt? Das Ergebnis ist GPL oder was auch immer. ISt es nicht total egal wo es herkommt?

D., 12.06.2017 19:06


RE: 20170611 Open Source als Gemeingut bewahren

Ist es nicht egal wer genau Beiträgt? Das Ergebnis ist GPL oder was auch immer. ISt es nicht total egal wo es herkommt?
Wäre schön, wenn das so wäre.
Bei der Linux Foundation beispielsweise kriegen Unternehmen je nach Höhe der Spende(n) durchaus bedeutenden Einfluss.
https://www.linuxfoundation.org/members/join
Auch beim torproject hat man Wert darauf gelegt, möglichst unabhängig von den Geldern der US-Regierung zu sein, da es mehr Flexibilität ermögliche. https://blog.torproject.org/category/tags/fundraising

A., 12.06.2017 19:19


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/2MR
Tags: Informationsfreiheit, Anonymisierung, Meinungsmonopol, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Internetsperren, Netzneutralität, Open Source, Verschlüsselung, Scoring, soziale Netzwerke, Microsoft, Apple, Google, GitHub, Hedgefonds,
Erstellt: 2017-06-11 08:33:10
Aufrufe: 144

Kommentar abgeben

Wer hat, der kann! Für eine verschlüsselte Rückantwort hier den eigenen Public Key reinkopieren.
(Natürlich optional)
Geben Sie bitte noch die im linken Bild dargestellte Zeichenfolge in das rechte Feld ein, um die Verwendung dieses Formulars durch Spam-Robots auszuschließen.
logos Mitglied bei European Civil Liberties Network Creative Commons Mitglied bei WorldBeyondWar Wir unterstützen den CCC Beim freiwilligen Engagement stets dabei Mitglied bei Schule ohne Militär Wir speichern nicht Wir verwenden kein JavaScript Mitglied bei Fundamental Right Platform Für Transparenz in der Zivilgesellschaft Nominiert für Deutschen Engagementpreis