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16.09.2017 Bedienung der neuen Stromzähler entsetzt Stromkunden

Taschenlampe notwendig um mit Smart Meter zu reden

Die Einbaupflicht für digitale Stromzähler (Smart Meter) ist Gesetz und die ersten Energieversorger beginnen mit dem Einbau, z.B. die Stadtwerke Velbert werden ab November 2017 die Stromzähler ihrer Kunden austauschen. Dafür muss der Kunde bei Geräten bis 6000kWh/Jahr 20 Euro mehr zahlen, ohne einen erkennbaren Nutzen zu haben.

Die Kunden haben „einen besseren Überblick über ihren Stromverbrauch und so die Möglichkeit zu energiesparendem Verhalten“ meint der Versorger. Dazu müssen die Kunden jedoch ein "elektro-optisches Praktikum" bestehen, denn z.B. die „Kurzanleitung für den elektronischen Stromzähler EDL21“ verlangt einiges vom Kunden:

  • die Kunden benötigen eine PIN, die ihnen per Post zugesandt wird,
  • die Geräte verfügen über ein zweizeiliges Display, jedoch über keine Tastatur,
  • dafür besitzen sie einen Lichtsensor,

Die Kunden müssen mit dem Gerät "morsen", wenn sie es einstellen wollen. Die Anleitung sagt:  “Zur Bedienung des Zählers ist lediglich eine handelsübliche Taschenlampe notwendig, mit welcher der Lichtsensor auf der Vorderseite des Gerätes angeleuchtet wird.”

"Die PIN-Eingabe wird mit Zweimal-kurz-Anleuchten gestartet, dann werden die vier Ziffern einzeln durch erneutes Anleuchten vorgezählt, für eine 9 wird also neunmal mit der Taschenlampe auf den Sensor geleuchtet, aber bitte nur kurz, denn Fehleingaben führen zum Neustart des gesamten Vorgangs. Nach Eingabe einer Ziffer wird drei Sekunden gewartet, dann kommt die nächste Ziffer dran."

Falls ein geduldiger Kunde diese Prozedur wirklich überstanden hat, dann kann er mit z.B. 5 Lichtblitzen den Verbrauch der letzten 30 Tage oder mit 3 Lichtblitzen den der letzten 24 Stunden abfragen.

Selbstverständlich ist das Gerät für den "modernen Datenschutz" ausgelegt und verlangt nach zwei Minuten Nichtbenutzung wieder die Eingabe der PIN.

Na ja, ganz soweit her ist es mit Datenschutz dann doch nicht, denn die PIN ist voreingestellt und kann vom Kunden nicht geändert werden. Und welche Gefahren und Begehrlichkeiten die Smart Meter sonst noch bieten haben wir schon des öfteren thematisiert.

Mehr dazu bei https://scilogs.spektrum.de/datentyp/digitalisierung-mit-der-taschenlampe/
und https://scilogs.spektrum.de/datentyp/zwangsdigitalisierung-stromverbraucher-regulierung/

Mit 20€ für nichts sind auch Sie dabei! Dran denken am 24. September: Das Gesetz dazu hat uns die GroKo aus CDU/CSU und SPD eingebrockt.

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Kommentar: RE: 20170916 Bedienung der neuen Stromzähler entsetzt Stromkunden

Schaut mal https://daserste.ndr.de/extra3/Realer-Irrsinn-Neue-digitale-Stromzaehler,extra13414.html

Pa. 28.09.2017 17:57



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Tags: #Profilbildung #SmartMeter #Smart-TV #HbbTV #eCall #Smartphone #Handy #Überwachung #Vorratsdatenspeicherung #Bestandsdaten #Datenbanken #Anonymisierung
Erstellt: 2017-09-16 08:58:11
Aufrufe: 236

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