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10.02.2018 Die Geschichte eines Drohnen-Whistleblowers

Imagine what being the first drone whistleblower would be like

Brandon Bryant muss sich das nicht vorstellen.

Als wir Brandon fragten, wie es ist, sagte er: "Ich habe versucht mit meinen Vorgesetzten zu sprechen und sie wiesen mich auf ihre Autorität hin und das gelte,  selbst wenn ich aufgrund von Gesetzen und Vorschriften ein Recht dazu hätte. Ich ging zu ihren Vorgesetzten, und ich bekam den ganzen Ärger auf mich. Ich bekam freie Tage weggenommen, Pausen gestichen, zusätzliche Aufgaben zugewiesen. Alles, um meinen Geist zu brechen, damit ich der werde, den sie wollten und dass ich keine Fragen mehr stelle. "

Er blieb bei seinem Mut und seinen Überzeugungen. Wir haben Brandon über seine Ziele befragt, als er der Welt über das Drohnenprogramm der US-Luftwaffe berichtete. "Ich möchte, dass die Menschen die Konsequenzen erkennen, die es für uns als Spezies hat, wenn wir soviel Zerstörung in die Welt setzen", antwortete er.

Und er fügte hinzu: "Wir sehen wie leicht diese Technologie missbraucht werden kann, also müssen wir uns den schwierigsten Fragen stellen."

Und immer wieder stellt Brandon solche Fragen: "Jedes Mal, wenn wir uns diesem Abgrund nähern, müssen wir erkennen, wohin diese Entwicklung uns führt. Wie sehen uns unsere Feinde? Wie beurteilen uns unsere Freunde? Wenn wir über unsere Taten nicht nachdenken. Können wir im dunkelsten Teil der Nacht ruhig schlafen, oder werden die Echos unserer Handlungen unsere Albträume zum Leben erwecken? Diese Fragen müssen gestellt werden. "

Brandon begann eine sehr stressige und wichtige Rolle als Drohnen-Whistleblower - er reiste durch die USA und ins Ausland, um deutlich über die eskalierenden Drohnenkriege zu sprechen. Er kann nicht ohne minimale Ressourcen weitermachen.

Der RootsAction Education Fund verlieh Brandon einen Drohne Whistleblower Fellowship, um seine lebenswichtigen Bemühungen fortlaufend zu unterstützen. Die Hälfte aller steuerlich abzugsfähigen Dollar, die Sie spenden können geht direkt an Brandon, während die andere Hälfte das Öffentlichkeitsprogramm des Bildungsfonds unterstützt, um Drohnenkriege, ewige Kriegsführung und allgemein Militarismus in Frage zu stellen.

Der Begriff "Drohnen-Whistleblower" existierte vor einigen Jahren kaum, als Brandon auf einem Panel bei den Vereinten Nationen war. Ein paar Tage später berichtete "Rolling Stone", dass "die bewegendste Aussage von Brandon Bryant kam, einem ehemaligen Drohnenoperator der US-Luftwaffe, der Tausende von Stunden damit verbrachte sechs Jahren lang Raketen auf ferne Ziele in Afghanistan und im Irak abzuschießen."

Seitdem hat Brandon mit vielen Menschen in den USA und in Übersee gesprochen. Während er selbst mit einem posttraumatischem Stress kämpfte, teilt er offen seine Angst - und fordert, dass moralische Gebote vorherrschen und das US-Drohnen-Programm des automatischen Tötens beendet wird.

Brandon sagt uns, dass die Drohnen Whistleblower Fellowship "mir hilft, meine Botschaft zu verbreiten und anderen durch die Lektionen, die ich gelernt habe, das eigene Handeln bewusst zu machen. Wenn ich das tue versuche ich Frieden zu verbreiten und möchte damit das wieder gut machen, was ich beim Militär getan habe - und hoffe andere zu überzeugen - es ist für mich wichtig, dass ich meine Vergangenheit mit Leib und Seele hinter mich lassen kann."
 
Vor einigen Tagen hat Brandon ein paar Gedanken geschickt, die er teilen möchte. "Ich weiß, dass viele von uns heute die Welt betrachten und wir verzweifeln", schrieb er. "Wir sehen, dass Konzerne unsere Ressourcen mit exponentiellen Geschwindigkeit verbrauchen, um uns bedeutungsloses Zeug zu verkaufen und uns abzulenken, während unser Planet stirbt. Die Führer, die wir gewählt haben, sind Sklaven des Geldes und sind keine Diener der Menschen, die sie repräsentieren. Wir leben unser Leben in relativer Sicherheit, aufgebaut aus dem Blutvergießen und dem Elend derer, von denen die Mainstream-Medien sagen, dass sie anders sind als wir und vor denen wir uns fürchten müssen. "

Brandon fuhr fort: "Es tut mir leid zu sagen, dass uns nichts vor diesem Durcheinander retten wird, außer wir uns selbst. Stellen wir uns vor, ich bin hier, um uns daran zu erinnern, mit uns ein bisschen Hoffnung zu tragen.

"Ich habe acht Jahre im Militär gedient, sechs davon für den USF Intelligence-Apparat, der zu dem Drohnen-Programm mutiert ist, das wir heute sehen. Vergessen wir nicht, dass die Trump Regierung im ersten Jahr ihrer Regierung für mehr Morde verantwortlich ist  als in der gesamten Obama-Zeit. Dies ist eine Folge der Verzweiflung der Eliten, die sich durch Angst und Einschüchterung an ihren Machtfetzen festzuhalten versuchen."

Brandon erinnert sich: "Meine Mutter hat mir einmal etwas erzählt, an das ich mich immer erinnern werde. Ich fragte sie: Warum tut niemand etwas gegen die Probleme in der heutigen Welt?" Sie sagte: "Brandon, du bist jemand."

Als jemand im Drohnenprogramm des Militärs war Brandon immer unter der Rute von Befehlen. Als Whistleblower sagt er: "Ich denke, dass ich es gut gemacht habe, ein Beispiel zu geben, wie man schwere Fehler aus Dummheit und Naivität macht, um dann die Verantwortung für die eigenen Fehler in die eigenen Handlungen zu übernehmen und sich dazu entscheidet etwas zu tun. Die Legitimität dazu habe ich aus dem Wahnsinn und dem Kummer gewonnen und ich biete meine Stimme und meine Handlungen an, um in die Arena zu treten und werde versuchen den Monstern der Menschheit gegenüberzutreten. Ich denke das ist genug."

Thank you!
Text von: The RootsAction Education Fund team

Mehr dazu bei http://www.rootsaction.org
und für Spenden https://salsa.wiredforchange.com/o/6503/p/salsa/donation/common/public/?donate_page_KEY=11424

 


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Tags: #Whistleblowing #BrandonBryant #SchuleohneMilitär #Atomwaffen #Militär #Bundeswehr #Aufrüstung #Waffenexporte #Drohnen #Frieden #Krieg #Friedenserziehung #Menschenrechte #Zivilklauseln
Erstellt: 2018-02-10 10:47:20
Aufrufe: 320

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