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18.03.2018 50 Jahre Gedenken des Massakers in My Lai

Jeder Krieg ist ein Verbrechen

Deshalb wollen wir heute an die vielen Verbrechen der US Militärs in Vietnam erinnern. Über dem Land wurden mehr Bomben abgeworfen als im 2. Weltkrieg, mit dem Gift Agent Orange wurden Wälder entlaubt und Menschen und Tiere getötet. Noch heute werden wegen dieses Gifts missgebildete Kinder geboren.

Eingeprägt hat sich die Erinnerung an den Vietnam Krieg auch durch das Massaker US-amerikanischer GIs am 16. März 1968 im Dorf My Lai in der Provinz Quảng Ngãi. Die Soldaten vergewaltigten Frauen und ermordeten fast alle Bewohner des Dorfes: 504 Zivilisten, darunter zahlreiche Kinder, Frauen und Greise. Auch sämtliche Tiere wurden getötet. Der Auftrag den die Einheit unter Offizier William Calley am Tag davor erhielt, war " ein Gebiet zu säubern, in dem Charlie nichts verloren hat". Charlie oder VC war die gängige Abkürzung für Vietcong, wie die USA die Aufständischen nannten.

Erst gegen Mittag machten die Soldaten Mittagspause und packten inmitten der Toten ihre Rationen aus. Danach wurden sie von Hubschraubern abgeholt. Offiziell hatten sie 128 Vietcong getötet, bei einer einzigen Verletzung, weil sich ein Soldat in den Fuß geschossen hatte. Der Oberkommandierende General Westmoreland lobte den Einsatz. Er hatte noch wenige Monate vorher, im November 1967, erklärt, dass der Sieg nur eine Formsache sei und nach zwei Jahren Bodenkrieg nun Licht am Ende des Tunnels zu sehen sei.

In die Öffentlichkeit kam das Massaker erst 14 Monate später und erst 1970 im Zuge der großen Proteste der Antikriegsbewegung in den USA hielten es die großen Medien für berichtenswert. Nur vier Soldaten wurden später vor ein Militärgericht gestellt. Lediglich Calley wurde von einem Gericht am 31. März 1971 zu lebenslanger Haft verurteilt, die aber durch den US-Präsidenten Richard Nixon bereits am darauf folgenden Tag zu Hausarrest umgewandelt wurde. 1974  begnadigte ihn Präsident Nixon (bevor er selbst wegen Einbruch in die Wahlkampfzentrale der Demokraten zurücktreten musste). 1975 mussten die USA aus Vietnam abziehen.

Mehr Hintergrundinformationen und der Umgang der wenigen Überlebenden kann noch in der Mediathek des rbb Inforadio Feature zum 50. Jahrestags des Massakers angehört werden (15 Minuten) http://mediathek.rbb-online.de/radio/Weltsichten/50-Jahre-Massaker-von-My-Lai/Inforadio/Audio?bcastId=9824560&documentId=50916214


Zwei Wochen vor den Ostermärschen können wir nur dazu auffordern, für friedliche Lösungen von Konflikten einzutreten und sich gegen jede kriegerische Politik zu stellen. Auch die Herstellung und vor allem der Export von Waffen in Kriegsgebiete gehört verboten. Die GroKo hat dazu in den letzten 5 Jahren keine nennenswerte Reduzierung deutscher Waffenexporte erreicht.

Alle 14 Minuten wird auf der Welt ein Mensch mit deutschen Waffen getötet. Damit muss endlich Schluss sein!

Mehr dazu bei https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_M%E1%BB%B9_Lai
und http://www.zeit.de/politik/ausland/2018-03/gedenktag-vietnam-usa-armee-my-lai-kriegsverbrechen
und https://www.heise.de/newsticker/meldung/Missing-Link-My-Lai-Massaker-Proteste-und-elektronische-Kriegfuehrung-im-Vietnam-Krieg-3997673.html


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/2TJ
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Tags: #Vietnam #MyLai #Massaker #Kriegsverbrechen #Begnadigung #Militär #Bundeswehr #Aufrüstung #Waffenexporte #Drohnen #Frieden #Krieg #Friedenserziehung #Menschenrechte #Zivilklauseln #Ostermarsch
Erstellt: 2018-03-18 10:19:24
Aufrufe: 141

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