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08.04.2018 Hat Google Blut an den Händen?

Google Arbeitnehmer gegen Zusammenarbeit mit US-Militär im Drohnenkrieg

Wie tief ist Google durch seine Zusammenarbeit mit US Militärs in die Drohnenmorde der letzten Jahre verstrickt? Diese Fragen stellen sich, wenn man hört, dass sich das US-Verteidigungsministerium für sein Projekt Maven offenbar die Unterstützung durch Google gesichert hat. Dabei geht es darum, Objekte auf Fotos und Videoaufnahmen, die von Militärdrohnen gemacht wurden, mit bestmöglicher Präzision zu identifizieren. Google analysiert also Bilddaten für den Drohnenkrieg und die systematischen Mordanschläge im Nahen Osten und darüber hinaus.

Nach Protesten gegen diese Zusammenarbeit sogar unter Beschäftigten von Google sah sich dort dazu gezwungen, öffentlich Stellung zu beziehen: "Wir arbeiten schon lange mit Regierungsorganisationen zusammen, um Technologielösungen anzubieten. Dieses spezifische Projekt ist ein Pilotprojekt mit dem Verteidigungsministerium, um Open Source APIs von TensorFlow bereitzustellen, die bei der Erkennung von Objekten in nicht klassifizierten Daten helfen können."

Mehr als 3.100 Arbeitnehmer von Google hatten in einem Brief Firmenchef Sundar Pichai dazu aufgefordert, die Beteiligung an dem Projekt einzustellen. Wie die New York Times berichtet, sollen sich auch führende Entwickler des Unternehmens unter den Unterzeichnern befinden. In dem Brief heißt es "Technologien zu entwickeln, um die US-Regierung bei der militärischen Überwachung zu unterstützen – mit potenziell tödlichen Folgen –, ist nicht akzeptabel". Darauf ließ die Google-Führung verlauten, dass ihre Technologie nur zur automatischen Auswertung von Drohnenbildern genutzt werde und nicht zur Steuerung von Kampfdrohnen.

Das dürfte für die vielen tausende Opfer des weltweiten Drohnenkrieges relativ egal sein.

Aber diese Zusammenarbeit macht wieder einmal deutlich, dass die großen Internetunternehmen an den völkerrechtswidrigen Aktivitäten der US-Regierung auf der ganzen Welt beteiligt sind und wie eng sie mit dem staatlichen Apparat verflochten sind. So ist Eric Schmidt, der ehemalige Google-CEO und -Vorstandsvorsitzende ein Mitglied des Defense Innovation Boards, jener Institution, die die Zusammenarbeit zwischen Google und dem US-Militär initiiert haben. Schmidt ist mittlerweile Berater des Pentagon und Vorsitzender des Beratergremiums für verteidigungspolitische Innovationen.

Auch andere Internetkonzerne haben für ihr Personal eine Drehtür zum Militär und zu den Geheimdiensten eingerichtet. So prahlte im Januar ein Sprecher von Facebook, das Unternehmen verdopple die Zahl seiner Zensoren bis Ende des Jahres auf 20.000 und stelle bevorzugt „ehemalige Mitarbeiter der Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden“ ein, die zuvor „im Bereich Terrorismusbekämpfung gearbeitet haben“.

Wofür diese gebraucht werden, darüber haben wir vor 2 Tagen berichtet (Upload-Filter und die Grundrechte).

Mehr dazu bei https://futurezone.at/b2b/google-hilft-us-militaer-bei-ki-entwicklung/400006340
und https://www.wsws.org/de/articles/2018/03/12/pers-m12.html
und https://t3n.de/news/google-ki-fuer-kampfdrohnen-1008215/
und https://www.nytimes.com/2018/04/04/technology/google-letter-ceo-pentagon-project.html


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/2U8
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Tags: #USA #Militär #Google #Auswertung #Waffenexporte #Drohnen #Facebook #Lauschangriff #Überwachung #Algorithmen #KI #artificialintelligence #Videoüberwachung #Rasterfahndung #Datenbanken #Arbeitnehmer #Protest
Erstellt: 2018-04-08 08:41:15
Aufrufe: 902

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