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24.06.2018 Bürgerversicherung ist eigentlich ganz einfach

Schwarz-rot bleibt die großen Würfe schuldig

In diversen Artikeln haben wir bei Warnungen vor der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) stets mit dem Finger auf Östereich und die Schweiz gezeigt, weil dort die Vernetzung zur elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) schon weit fortgeschritten ist. In einem Punkt ist uns Österreich aber bereits im positiven Sinne weit voraus.

Wenn man, wie die SPD, eine Bürgerversicherung für alle möchte, dann wäre das österreichische Modell schon ein großer Schritt. Die Beiträge zur Krankenversicherung richten sich nach dem Einkommen, und nicht nach Vorerkrankungen oder dem Alter. Wer weniger als 415,72 Euro monatlich verdient, der zahlt den Studenten- und Mindesttarif von etwa 50 Euro. Darüber fallen bis zu einer Beitragsbemessungsgrenze in Höhe von 4.860 Euro 7,65 Prozent des Einkommens an. Der Beitrag wird paritätisch von Arbeitnehmer und Arbeitgeber gezahlt und liegt damit bei weniger als der Hälfte der üblichen Beiträge in Deutschland.

So viel kann man bei vergleichbaren Leistungen sparen, wenn man die Menschen einer Gebiets- oder Berufskrankenkasse zuweist und sich nicht den Overhead von Hunderten von gesetzlichen und privaten Kassen wie in Deutschland leistet.

Im Gegensatz zu dem deutschen "Privileg" für Selbstständige und Beamten, sich in jüngeren Jahren günstig privat versichern zu lassen (und dann im Alter draufzuzahlen), müssen in Österreich auch Selbständige, die ihren Arbeitgeberanteil selbst übernehmen müssen, Mitglied der gleichen Krankenkasse sein. Rentner müssen keinen "Arbeitgeberanteil" mehr zahlen, sondern 5,1% ihrer Bezüge. Bei Ehepartnern und Lebensgefährten steigt der Beitrag um 3,4%, mitversicherte Kinder sind frei.

Die Leistungen der Krankenversicherung und Regelungen für Zuzahlungen und Zuzahlungsbefreiungen sind den deutschen Vorschriften ähnlich. Das alles geht im "normalen Kapitalismus" und bleibt selbst bei einer konservativ/rechts-populistischen Regierung unangetastet.

Es bleibt also die Frage, wo bleiben die Milliarden, die in Deutschland jährlich mehr von den Versicherten aufgebracht werden müssen?
Und warum war eine Bürgerversicherung von der SPD im Koaltionsvertrag gegen den Widerstand von CDU/CSU nicht durchsetzbar?

Mehr dazu bei https://www.heise.de/tp/features/Buergerversicherung-Warum-nicht-einfach-das-oesterreichische-Modell-uebernehmen-3916798.html


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/2VT
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Tags: #Bürgerversicherung #Solidarität #Österreich #Gewerkschaft #Mitbestimmung #Koalitionsfreiheit #Diskriminierung #Ungleichbehandlung #RFIDChips #elektronischenGesundheitskarte #eHealth
Erstellt: 2018-06-24 10:01:12
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