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17.08.2018 Deutsche Waffen produzieren Elend in aller Welt

Gegenwind gegen die Rheinmetall-Rüstungsschmiede

Schon seit einigen Jahren protestieren wir bei den Aktionärsversamlungen von Rheinmetall in Berlin gegen das Streben dieses Konzerns mit dem Leiden der Menschen Profit zu erwirtschaften. In der aktuellen Ausgabe von IMI, der Informationstelle Militarisierung, finden wir nun einen Artikel, der sich mit der Geschichte aber auch dem aktuellen Treiben dies Konzern beschäftigt.

Rheinmetall ist das größte in Deutschland ansässige Rüstungsunternehmen und steht an 26. Stelle der größten Rüstungsunternehmen weltweit. Der Umsatz allein der Rüstungsparte übertraf im letzten Jahr 3 Milliarden Euro. Entstanden ist der Konzern im Jahr 1889 unter dem Namen „Rheinische Metalwaaren- und Maschinenfabrik“ in Düsseldorf, wo bis heute der Hauptsitz der Firma ist. Man produzierte zunächst Munition, Minenwerfer, Zünder und Maschinenpistolen. Nach der erzwungenen Umstellung auf zivile Produktion in den 20-iger Jahren, verdiente man im 3. Reich wieder prächtig und verschmolz im Jahr 1938 in die staatlichen “Reichswerke AG für Erzbergbau und Eisenhütten Hermann Göring“. Allein am Hauptsitz bei Düsseldorf wurden nach Kriegsende 5.000 osteuropäische Zwangsarbeiter_innen befreit. Aber schon Ende der 50-iger Jahre hat der Konzern auch die 2. Umstellung auf zivile Produktion abgeworfen.

Und heute?

Der Einsatz von Rheinmetall Kampfpanzern vom Typ Leopard durch die türkische Armee im Zuge der völkerrechtswidrigen Invasion Afrins vor einigen Monaten ist noch gut in Erinnerung. Über ein deutsch-türkisches Joint Venture für den Auftrag für die Produktion von 1.000 Panzern in der Türkei wird verhandelt.

Internationale Standorte sind bereits vorhanden, bzw. in Planung

  • Munitionsanlage im Emirat Abu Dhabi (seit 2008)
  • Munitionsabfüllanlage in Saudi Arabien (seit 2016) und ist damit in die Menschenrechtsverbrechen im Jemen mit verantwortlich
  • seit dem Jahr 2015 mit dem kasachischen Waffenproduzenten Kasachstan Engineering
  • sowie in Spanien und Italien.

Gegenwind gegen Rüstungsproduktion

  • Neben den jährlichen Protesten bei den Aktionärsversammlungen gibt es die jährlichen War Starts Here Camps von 2012 bis 2017 gegen das von Rheinmetall betriebene Gefechtsübungszentrum bei Magdeburg.
  • Auch in der Schweiz gab es Anfang April 2018 Proteste, Aktivist_innen sperrten eine Filiale der Rheinmetall AG in Ittigen bei Bern ab. Auch vor der Rheinmetall Air Defence AG in Zürich wurde protestiert.
  • Auch auf Mittelmeerinsel Sardinien regt sich seit Jahren Widerstand gegen die dortige RWM S.p.A. Italia und eine Demonstration gegen Rheinmetall in der südsardischen Kleinstadt Domusnovas.
  • Große Medienaufmerksamkeit erreichte hingegen die Verleihung des internationalen ethecon Black Planet Award im November 2017 an den Rheinmetall-Vorstandsvorsitzenden Armin Papperger, den Vorsitzenden des Aufsichtsrats Ulrich Grillo, sowie weitere Großaktionäre.
  • Der bekannte Kriegsgegner Theisen hat im Februar 2018 mit Flugblättern die Rheinmetall-Mitarbeiter_innen öffentlich zum Whistleblowing aufgefordert: „Informieren Sie die Öffentlichkeit umfassend und rückhaltlos über die Hintergründe der in Rede stehenden in Teilen illegalen Exportpraxis Ihres Arbeitgebers“.

Mehr dazu und viele Links in dem ausführlichen Bericht bei http://www.imi-online.de/2018/08/03/rheinmetall-gegenwind-fuer-ein-ruestungsunternehmen/


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/2WT
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Tags: #Rheinmetall #Internationalisierung #Exporte #Militär #Bundeswehr #Aufrüstung #Waffenexporte #Drohnen #Frieden #Krieg #Friedenserziehung #Menschenrechte #Zivilklauseln
Erstellt: 2018-08-17 08:03:43
Aufrufe: 100

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