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30.09.2018 Jeder zweite Tote durch Rechte fehlt in der Statistik

Wie kann es zu solch unterschiedlichen Zählungen kommen?

In den staatlichen Statistiken stehen "lediglich" 83 Tote, nach Recherchen von ZEIT ONLINE und Tagesspiegel sind seit der Wiedervereinigung in Deutschland jedoch mindestens 169 Menschen von rechtsmotivierten Täterinnen und Tätern umgebracht worden. Wie kann es zu solch unterschiedlichen Zählungen kommen?

Die freie Journalistin Heike Kleffner zeigt dies am Beispiel der 85-jährigen Rentnerin Ruth K. aus der sächsischen Kleinstadt Döbeln. Die Frau starb nach dem 4. Brandanschlag auf den Plattenbau in dem sie wohnte. Die Anschläge galten "eigentlich"  dem Iraner Mehdi G., der bereits 1997 nach Deutschland gekommen war und der noch immer(!) mit einer Duldung lebt, d.h. dass er noch immer nicht arbeiten darf, obwohl er Stellenangebote vorweisen kann.

15 Jahre lebte Mehdi G. in einer zum Flüchtlingsheim umgebauten ehemaligen NVA-Kaserne in Döbeln. Nachdem er nun in den Plattenbau eingezogen ist, beginnen im März 2016 die Brandanschläge. Beim ersten Feuer in seinem Keller wird seine geringe Habe zerstört aber niemand verletzt. Er jedoch, der sich zu diesem Zeitpunkt bei seiner ehrenamtlichen Übersetzer-Tätigkeit in einer Flüchtlingseinrichtung befindet, wird verhört.

Nach 2 weiteren Bränden wendet sich die Stimmung gegen ihn, ein Mieter geht nach einem Feuer mit der Bierflasche auf ihn los. Das Feuer am 15. Oktober 2016 hatte alle Keller und die Versorgungsleitungen beschädigt, das Haus war einige Zeit unbewohnbar.

Am 1. März 2017 nun das verhängnisvolle Feuer, das Ruth K. das Leben kostet, sie stirbt an Rauchvergiftung. Erst jetzt ist es ein Tötungsdelikt und die Polizei ermittelt mit Telefonüberwachung und verhaftet schließlich im Mai 2017 die 70-jährige Nachbarin Gisela B. als mutmaßliche Täterin. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, viermal aus "Ausländerhass" einen vorsätzlichen Brand im eigenen Haus gelegt zu haben. Die Anklage umfasst mehrfache schwere Brandstiftung, Brandstiftung mit Todesfolge und Vortäuschung von Straftaten. Sie wird zu 9 Jahren Haft verurteilt.

Ihre Tat fehlt, wie viele andere auch, in der staatlichen Statistik rechtsmotivierter Straftaten, obwohl die Staatsanwaltschaft "Ausländerhass" als Motiv erkannte.

Mehr dazu bei https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-09/rechtsextremismus-rassismus-brandstiftung-statistik-landeskriminalamt-sachsen-kritik und Folgeseiten
und dann gibt es noch viele "ungeklärte Todesfälle", wie z.B. im Umfeld des NSU: "5 Zeugen die ewig schweigen", inzwischen sind es 6 https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/5861-20161231-nsu-5-zeugen-die-ewig-schweigen.htm


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/2XF
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Tags: #Grundrechte #Menschenrechte #Inhaftierungen #Neo-Nazis #NSU #Faschisten #Rassissmus #Tote #Polizei #Transparenz #Informationsfreiheit #Statistik
Erstellt: 2018-09-30 09:06:30
Aufrufe: 199

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