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05.01.2019 Digitalministerin will weniger Gesundheitsdatenschutz

... und überall werden die Daten geklaut

geklaut - Clouds haben sicher auch was mit dem zunehmenden Verlust persönlicher Daten zu tun. Die Angewohnheit, sich nicht um den Lagerort der eigenen Daten zu kümmern hat zugenommen und immer mehr Menschen nutzen ihr Passwort für verschiedene Anwendungen. Gerade dies macht es Hackern leicht Daten aus verschiedensten Anwendungen zu erbeuten.

Beginnen wir noch einmal von vorn: Statt Ideen für den besseren Schutz persönlicher Daten zu entwickeln, träumt Dorothee Bär (CSU), Staatsministerin für Digitalisierung, nach ihren Lufttaxi-Phantastereien bei der Amtseinführung nun in der Zeit davon den Datenschutz für sensible Gesundheitsdaten zu lockern:

"Wir haben in Deutschland mit die strengsten Datenschutzgesetze weltweit und die höchsten Anforderungen an den Schutz der Privatsphäre. Das blockiert viele Entwicklungen im Gesundheitswesen, deshalb müssen wir da auch an der einen oder anderen Stelle abrüsten, einige Regeln streichen und andere lockern." Die Deutschen seien "insgesamt bei allem zu zögerlich und zu sehr von Ängsten getrieben und gehemmt".

Diese (verheerende und in Pharma- und Hacker-Kreisen sicher mit Jubel aufgenommene) Aussage vom 28.12. steht allerdings sehr im Gegensatz zu den von Ängsten getriebenem Aufschrei am heutigen Tag besonders von Politikern der Fraktionen, die sich mit "Digital First, Bedenken Second" und "Wer nichts zu verbergen hat..." über Jahre lächerlich gemacht hat.

Bei dem aktuellen Politiker- und Prominenten-Datenleck überschlagenden sich plötzlich alle staatsnahen Medien, denn "hier geht es um einen Angriff auf die Demokratie und unser aller Grundrechte". Ausgerechnet diejenigen, die in den letzten Jahren kontinuierlich und exzessiv erweiterte Befugnisse von Polizei und Geheimdiensten, den Staats- und Landestrojaner, die öffentliche Massen-Überwachung und -Verfolgung mit Gesichtserkennung durchgesetzt haben, rufen jetzt nach Datenschutz.

Über Jahre wurde seit 9/11 auf allen Ebenen die Erosion von Grundrechten seitens der Politik betrieben. So ist jetzt der "Aufschrei" an Heuchelei, Zynismus aber auch an entlarvender Peinlichkeit kaum noch zu überbieten. Wir sollten uns ihre jetzigen Worte merken für die nächsten garantiert kommenden Vorschläge zu Überwachungsgesetzen mit noch mehr Zugriff auf unsere Daten.

Übrigens ist der inländische Datenhack nicht so interessant wie der, den der "Dark Overlord" gerade in den USA ins Netz stellt. Die unbekannte Hackergruppe hat 650 geheime Dokumente zu 9/11 veröffentlicht und will mit weiteren Veröffentlichungen fortfahren, wenn die US Regierung ihnen nicht ihr Bitcoin Konto auffüllt.

Mehr dazu bei https://www.tagesschau.de/inland/datenklau-101.html
und https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-12/dorothee-baer-digitalisierungsbeauftragte-datenschutz-gesundheitswesen
und https://www.rt.com/usa/448058-dark-overlord-leaks-11-september/


Kommentar: RE: 20190105 Digitalministerin will weniger Gesundheitsdatenschutz

Siehe 35C3: Über die "smarte" Glühbirne das Heimnetzwerk hacken
Der Sicherheitslevel zahlreicher Smart-Home-Geräte ist laut einem Techniker minimal. Nutzerdaten könnten einfach ausgelesen, Trojaner installiert werden.

Merwan, 05.01.2019 11:10


RE: 20190105 Digitalministerin will weniger Gesundheitsdatenschutz

Gerade gelesen bei Fefe: Es gab gerade eine konzertierte Veröffentlichung privater Daten von Politikern und Künstlern, die der rechten Szene ein Dorn im Auge sind.
Nun kann man sich da endlos in Analysen ergehen, wo diese Daten jetzt hergekommen sein könnten, was für kriminelle Energie diese Leute gehabt haben müssen, was sie damit bewirken wollten, etc. Finde ich alles nicht interessant.
Seit Jahrzehnten betreibt die Politik eine konzertierte Aktion nach der anderen, um den unwilligen Bürgern ihre Daten zu entreißen und in Datenbanken zu tun, wo dann überproportional politisch rechts verortete Polizisten und “Sicherheitsbeamte” drauf Zugriff haben. Wo ist hier noch gleich die Überraschung? Dass es erst jetzt in dieser Form passiert oder wie? ...
https://blog.fefe.de/

Sofia, 05.01.2019 11:31


RE: 20190105 Digitalministerin will weniger Gesundheitsdatenschutz

Die Deutschen seien “insgesamt bei allem zu zögerlich und zu sehr von Ängsten getrieben und gehemmt”.
WTF? Na dann sollten wir die Gute mal hacken und leaken, damit sie versteht warum es wichtig ist Daten massiv zu schützen.

In., 05.01.2019 12:31


RE: 20190105 Digitalministerin will weniger Gesundheitsdatenschutz

Wenn es um Daten der Bürger geht, dann ist Datenschutz ja doch nur ein Hindernis. Aber wehe es geht um Daten der Machteliten...
Barley auf Twitter (https://twitter.com/katarinabarley/status/1081151586670395394)

Mi., 05.01.2019 22:23


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/2ZA
Link zu dieser Seite: https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/6747-20190105-digitalministerin-will-weniger-gesundheitsdatenschutz.htm
Link im Tor-Netzwerk: nnksciarbrfsg3ud.onion/de/articles/6747-20190105-digitalministerin-will-weniger-gesundheitsdatenschutz.htm
Tags: #Arbeitnehmerdatenschutz #Verbraucherdatenschutz #Datenschutz #Datensicherheit #Datenpannen #Datenskandale #RFIDChips #elektronischenGesundheitskarte #eHealth #Bär #911 #DarkOverlord
Erstellt: 2019-01-05 10:47:26
Aufrufe: 581

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