DE | EN
Sitemap | Impressum
web2.0 Diaspora RSS Vimeo Wir in der taz A-FsA Song MeetUp Twitter Youtube Unsere Artikel bei Tumblr Unsere Bilder bei Flickr Aktion FsA bei Wikipedia Spenden in Bitcoins Facebook Bitmessage Spenden über Betterplace Zugriff im Tor-Netzwerk https-everywhere
07.02.2019 Aufklärung zu Hannibal überfällig

Mitglieder von Elitetruppe auf rechten Abwegen?

Im letzten Herbst hatten wir bereits über "rechte Umtriebe" bei den Elitekämpfern des Kommando Spezialkräfte KSK berichtet. Auch damals hatten wir uns gewundert, dass nach 18 Monaten Ermittlungsarbeit von Bundeswehr und MAD keine Konsequenzen folgten. Das ist auch jetzt nicht der Fall. Heißt das, dass es sich nur um einen "Spaß aus jugendlichem Leichtsinn" gehandelt habe?

Nein, weit gefehlt: Eine mehrere Hundert Mitglieder umfassende Verschwörergruppe unter dem Namen Hannibal, u.a. Elitekämpfer des Kommando Spezialkräfte KSK hätten eine "Schwarze Reichswehr" (Focus) gebildet, die letztendlich die Errichtung einer faschistischen Diktatur in der Bundesrepublik vorbereiten würde.

Diese Beschreibung übersteigt noch die NSU 2.0 in der Frankfurter Polizei, über die wir vor kurzer Zeit berichten mussten (Polizisten tummelten sich unter NSU2.0 im Netz ). Die Bundestagsabgeordnete Martina Renner twittert zu der Verschwörergruppe Hannibal: "Die Mitglieder dieses Netzwerks sollten am Tag X die Zielpersonen auf den Listen zu Hause abzuholen. Sie werden in LKWs eingeladen, an einen bestimmten Ort gefahren – und dort erschossen. Das war wohl der Plan."

Es geht also um generalstabsmäßig geplanten Massenmord an politischen Gegnern und trotzdem gibt es außer diesem Tweet keinen Aufschrei aus der Politik und keine rechtlichen Konsequenzen. Heise schreibt: "Die "Schattenarmee" innerhalb der Bundeswehr habe nicht nur die in rechtsextremen Kreisen inzwischen üblichen Todeslisten mit Adressen politischer Gegner angelegt, es seien bereits Waffen gehortet und geheime Vorratslager mit Munition, Treibstoff und "Lebensmitteln" angelegt worden, um beim Zuschlagen am "Tag X" unabhängig agieren zu können."

Eine Kritik dieser unter "Preppern" übliche Vorratshaltung hatte uns im letzten Herbst einen wütenden Leserbrief eines Bundeswehrsoldaten eingebracht, der auf die Aufforderung der Bundesregierung verwies für den Notfall Reserven angelegt zu haben. Statt Treibstoff- und Waffenlager würden wir uns mehr Friedensengagement wünschen!

Update 11.03.2019: Wie die taz recherchiert hat wurde der Verein Uniter e.V. welcher Zivilisten in Militärtaktik ausbildet und als politisch rechts einzustufen ist, unter anderen von einen Mitarbeiter des Landesverfassungsschutz Baden-Württemberg mitbegründet. https://www.taz.de/!5577527/

Update 20.03.2019: Die Tagesschau vermeldete gestern, dass ein Oberstleutnant des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) in NRW einen Prozess zu erwarten hat, weil er Betroffene vor einer Durchsuchung im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen Frano A. warnte.

Mehr dazu bei https://www.focus.de/politik/deutschland/politik-die-verschwoerung_id_9879853.html
und https://www.heise.de/tp/features/Failed-State-BRD-4232674.html
und https://twitter.com/Jungle_World/status/1068789569812865024
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/6648-20181011-bundeswehr-laesst-rechte-bisher-ungestraft.htm
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/6729-20181219-polizisten-tummelten-sich-unter-nsu20-im-netz.htm


Kommentar: RE: 20190207 Aufklärung zu Hannibal überfällig

Aber wenn wir von 10 bis 15% für faschistoides Gedankengut empfängliche Mitbürger ausgehen ists doch logisch, dass in Institutionen wie Polizei, Justiz, Armee der Prozentsatz signifikant höher ist.
Auch in meiner BW-Zeit (1971-1972) lag die Reichskriegsflagge auf den Betten der Zugführer und im Uffz-Keller wurde die Internationale nicht gesungen.
So what?
Einknicken, Maul halten?
Nee, die demokratischen Kräfte unterstützen, Schweinereien publik machen, Druck ausüben.

Ha., 09.02.2019 11:27


RE: 20190207 Aufklärung zu Hannibal überfällig

Gegen die rechten Spinner darf man sich nicht zurückziehen, schweigen, oder auch nur neutral sein. Jede freie Fläche die denen überlassen wird, wird von diesen eingenommen. Für die ist das ein Krieg den sie unbedingt gewinnen wollen. Und sie betrachten natürlich jeden, der nicht ihrer Meinung ist, als Feind. Eine "offene Morddrohung" ist nichts. Wenn diese Typen die Macht an sich reißen, wird aus den Morddrohungen eh Massenmord, und dann spielt es keine Rolle ob jemand offen gegen sie angegangen ist, oder nur geschwiegen hat. Man hat dann eh verloren.

Ne., 09.02.2019 15:38


RE: 20190207 Aufklärung zu Hannibal überfällig

So langsam wird es wohl höchste Zeit, daß es einen systematischen Überblick darüber gibt, was alles an "rechten Strukturen" von irgendwelchen staatlichen Organen, direkt oder indirekt, aufgebaut und unterhalten wird, während "linke Strukturen" zunehmend bekämpft werden.

Fr., 12.03.2019 09:45


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/31e
Link zu dieser Seite: https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/6784-20190207-aufklaerung-zu-hannibal-ueberfaellig.htm
Link im Tor-Netzwerk: nnksciarbrfsg3ud.onion/de/articles/6784-20190207-aufklaerung-zu-hannibal-ueberfaellig.htm
Tags: #Grundrechte #Verschwörung #Hannibal #Neo-Nazis #NSU #Faschisten #Rassismus #Bundeswehr #KSK #Elitetruppe #Mord #Lagerhaltung
Erstellt: 2019-02-07 10:13:55
Aufrufe: 357

Kommentar abgeben

Wer hat, der kann! Für eine verschlüsselte Rückantwort hier den eigenen Public Key reinkopieren.
(Natürlich optional)
Geben Sie bitte noch die im linken Bild dargestellte Zeichenfolge in das rechte Feld ein, um die Verwendung dieses Formulars durch Spam-Robots auszuschließen.
logos Mitglied im European Civil Liberties Network Creative Commons Bundesfreiwilligendienst Wir speichern nicht World Beyond War Tor - The onion router HTTPS - verschlüsselte Verbindungen nutzen Wir verwenden kein JavaScript Für Transparenz in der Zivilgesellschaft