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06.12.2019 Kritik an Microsoft-Produkten im Digitalpakt

Microsofts Freude über den Digitalpakt

Eigentlich sollte der Digitalpakt dazu dienen, die Bildungschancen unserer Kinder zu verbessern. Doch wofür das Geld, immerhin 5 Milliarden Euro, ausgegeben wird, das ist Ländersache. Es könnte aber bundesweite Empfehlungen geben, z.B. auch wofür man das Geld nicht ausgeben sollte.

Microsoft Office 365 an Schulen ist unzulässig! war so eine Empfehlung des hessischen Datenschutzbeauftragten. Ein einstimmiger Chor aller Landesdatenschutzbeauftragten wäre hilfreich gewesen. Nun hat zumindest das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) bundesweit protestiert, weil über den Digitalpakt Schule oft Software Lockvogel-Angebote von Microsoft genutzt werden.

Microsoft bietet vielen Schulen eine "kostenlose" Lizenz von Office 365 Education in der Vertragsvariante A1 an. Aber erst ab Abopreisen von bis zu 5,90 Euro pro Monat und Nutzer wird diese Software konfigurierbar und das kann keine Schule bezahlen. In der Lockvogelvariante A1 verstößt die Software aber gegen die DSGVO, wie Hessens Datenschutzbeauftragter bemängelt hat

Noch kritischer ist die Ankündigung von Microsoft ab dem 14. Januar 2020 für die Betriebssysteme auf den Servern 2008 und 2008 R2 den Support einzustellen. Die dort laufende Software soll zu Cloud Azure migrieren. Damit werden alle Daten in die USA transferiert, was wiederum ein Verstoß gegen die DSGVO darstellt. Inhalts- und Verbindungsdaten können dann ohne Wissen oder Genehmigung der Nutzer auch an Schulen weiter gesammelt und per US-Gesetz an die NSA weitergegeben werden.

Im letzten Mai hatte man noch gelobt, dass eine Verwaltungsvereinbarung zu dem Pakt "gemeinsame Server- und Dienstlösungen" vorsieht, bei denen "prioritär Open-Source-Angebote" heranzuziehen sind. Was ist daraus geworden?

Auch in Österreich ist die Situation ähnlich: Die Regierung mietet für zig Millionen Euro im Jahr Office365 für die Schüler obwohl das quelloffene und kostenlose Libre Office eigentlich besser ist.

Wer HUAWEI beim 5G Ausbau ausschließen will, sollte auch auf US-Produkte an Schulen verzichten - vor allem, wenn dass auch noch günstiger ist.

Mehr dazu bei https://www.heise.de/newsticker/meldung/Digitalpakt-Schule-Informatiker-kritisieren-Einsatz-von-Microsoft-Produkten-4603602.html
und https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Digitalpakt-Schule-Informatiker-kritisieren-Einsatz-von-Microsoft-Produkten/Wie-es-bei-uns-in-Oesterreich-ist/posting-35716791/show/
und unsere Artikel zu MS Office https://www.aktion-freiheitstattangst.org/cgi-bin/searchart.pl?suche=Office&sel=meta


Kommentar: RE: 20191206 Kritik an Microsoft-Produkten im Digitalpakt

Es fehlt noch der link zur Fiff-Pressemitteilung:
https://www.fiff.de/PM_Digitalisierung

Wo., 06.12.19, 12:56



Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/36D
Link zu dieser Seite: https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/7098-20191206-kritik-an-microsoft-produkten-im-digitalpakt.htm
Link im Tor-Netzwerk: nnksciarbrfsg3ud.onion/de/articles/7098-20191206-kritik-an-microsoft-produkten-im-digitalpakt.htm
Tags: #Digitalpakt #MicrosoftOffice365 #DSGVO #DSB #Hessen #Deutschland-Cloud #Schüler #Verbraucherdatenschutz #Datenschutz #Datensicherheit #DE-Mail #Ergonomie #Datenpannen #sozialeNetzwerke #Microsoft #Apple #Google #Scoring #Datenweitergabe #USA #PrivacyShield
Erstellt: 2019-12-06 09:42:02
Aufrufe: 412

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