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12.09.2020 Microsofts eBooks nicht mehr lesbar

DRM ist als Idee gescheitert

Als vor 20 Jahren die Idee aufkam, das "illegale" Kopieren von Musik, eBooks und Filmen durch eine digitale Kontrolle, das Digital Rights Management (DRM) zu unterbinden, versuchten sich verschieden Firmen - natürlich auch mit verschiedener Software. Wohl nur Apples iTunes wird diesen Wettbewerb überleben.

Der Microsoft Musikstore: "Plays for sure" musste schon nach wenigen Jahren mangels Gewinn schließen. Die gekaufte Musik lief nur auf Windows Rechnern und natürlich nicht auf allen, weil z.B. nach einem Update die DRM Software nicht abwärtskompatibel war. Sie sollten einfach die Musik neu kaufen. Die Käufer staunten nicht schlecht als ihre Musik nach der Einstellung von Microsofts "Plays for sure" nicht mehr nutzbar war.

So ergeht es nun den Nutzern des Microsoft eBook-Store der gerade geschlossen wurde. Abgesehen von der Idiotie bei DRM, dass sich ein Werk nur öffnen lässt, nachdem mit einem zentralen Schlüsselserver geklärt werden konnte, dass der Leser oder Hörer berechtigt ist - was z.B. in einem Zelt im brandenburgischen Neuland praktisch unmöglich ist - ist es nun egal wo man sich befindet, denn der zentralen Schlüsselserver von Microsoft wurde im Juli abgeschaltet. Alle Bücher und vor allem auch eigene Kommentare oder Anmerkungen in diesen Büchern sich nicht mehr lesbar.

Noch für kurze Zeit läuft die 3-monatige Übergangsfrist in der man sein Geld zurückverlangen kann - das war es dann, dank DRM. Die Leser von DRM-geschützten e-Books von Adobe können sich schon mal auf ein ähnliches Schicksal vorbereiten, vorausgesetzt sie bekommen bei Geräteausfällen überhaupt noch Hardware zum Lesen ihrer e-Books - und dann bleibt noch Apple ...

Wir haben uns seit 12 Jahren gegen DRM und ähnliche "Kopierschutzmaßnahmen" ausgesprochen und unterstützen und nutzen ausschließlich quelloffene freie Software. Dabei geht nicht um "kostenlos" sondern um gemeinfrei. Das Wissen und die Arbeit der Entwickler, Literaten und Künstler muss natürlich entlohnt werden, aber die Ergebnisse ihrer Arbeit sollen allen Menschen ohne Einschränkungen zur Verfügung stehen.

Mehr dazu bei https://netzpolitik.org/2019/ausgebucht-microsoft-loescht-verkaufte-ebooks


Kommentar: RE: 20200912 Microsofts eBooks nicht mehr lesbar

Gescheitert ist da nichts, wir bewegen uns lediglich in einer anderen Region des Entwurfsraums, die Anforderungen anders priorisiert. Das kann man blöd finden, aber es ist so wenig ungültig wie öffentlicher Nahverkehr im Vergleich zum eigenen Auto.

Sv., 12.09.2020 15:35


RE: 20200912 Microsofts eBooks nicht mehr lesbar

... und ich dachte immer: Gekauft ist gekauft - das Eigentumsrecht steht über allem im Kapitalismus.
Wenn der Verkäufer also die Anfforderung hat, dass wir mehrmals kaufen, dann müssen wir springen ??

Moses, 12.09.2020 17:01


RE: 20200912 Microsofts eBooks nicht mehr lesbar

Apple has revoked the license on every tune I bought from them. Not all at once, but over the period of a couple of years they all went bad.

W., 12.09.2020 18:45


RE: 20200912 Microsofts eBooks nicht mehr lesbar

Also ist Apple nicht besser, wie oben im Artikel vermutet wird. Sie sind nur geschickter vorgegangen.

Al., 12.09.2020 21:47


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/3bm
Link zu dieser Seite: https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/7388-20200912-microsofts-ebooks-nicht-mehr-lesbar.htm
Link im Tor-Netzwerk: nnksciarbrfsg3ud.onion/de/articles/7388-20200912-microsofts-ebooks-nicht-mehr-lesbar.htm
Tags: #Microsoft #Apple #Adobe #eBooks #DRM #DigitalRightsManagement #Store #Server #abgeschaltet #Diskriminierung #Ungleichbehandlung #Zensur #Transparenz #Informationsfreiheit #Anonymisierung #Meinungsfreiheit #Pressefreiheit #Internetsperren #Netzneutralität #gemeinfrei #openSource
Erstellt: 2020-09-12 08:42:07
Aufrufe: 246

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