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18.09.2020 (A)soziale Netzwerke wissen mehr als wir denken

Persönliche Profile erstellen leicht gemacht

Früher war es immer schwierig für eine Studie eine "repräsentative" Menge an Teilnehmer zu suchen und diese während der ganzen Studie bei der Stange zu halten. In Zeiten der digitalen Massenmedien ist das kein Problem mehr.

Wissenschaftler der Würzburger Secure Software Systems Group und der Darmstädter Cryptography and Privacy Engineering Group wollten mehr darüber wissen, wie sich Menschen in sozialen Netzwerken geben, welche Daten sie freigiebig teilen und welche Vorkehrungen sie für ihre Privatsphäre vornehmen. Dazu nahmen sie aus einer Datenbank einfach 10% aller Mobilfunknummern aus den USA die WhatsApp nutzen und 100% die den Messengerdienst Signal nutzen - und schon hat man die Studienteilnehmer zusammen. ;-)

Auch die Datenaufnahme ging automatisch

Sie erhielten ohne Probleme persönliche Informationen dieser Mobilfunkteilnehmer inklusive Metadaten, so wie sie üblicherweise in den Nutzerprofilen der Messenger gespeichert werden, also auch Profilbilder, Nutzernamen, Statustexte und die "zuletzt online" verbrachte Zeit.

Ihre Ergebnisse

  • nur sehr wenige Nutzer ändern die standardmäßigen Privatsphäre-Einstellungen, obwohl sie das angeboten bekommen,
  • 50% aller WhatsApp-User in den USA haben ein öffentliches Profilbild ,
  • 90% stellen sich mit einem öffentlichen Infotext vor,
  • 40% aller bei Signal Registrierten nutzen auch das von Datenschützern kritischer gesehene WhatsApp,
  • die Hälfte davon präsentierten von sich ein öffentliches Profilbild

In einer Untersuchung zum Dienst Telegram fanden sie heraus, dass dort der Dienst zur Kontaktermittlung sogar die Anzahl möglicher Kommunikationspartner für die Besitzer von Telefonnummern preisgibt, die gar nicht bei dem Dienst registriert sind. WhatsApp und Telegram übertragen das komplette Adressbuch der Nutzer an ihre Server, bei Signal werden nur Hashwerte übermittelt.

Eigentlich haben wir bereits in diversen Artikeln über (a)soziale Netzwerke geschrieben, dass diese "Dienstanbieter" seit Jahren über die Nutzer Persönlichkeitsprofile anlegen und unsere Daten weiterverkaufen - also eigentlich nichts Neues. Es ist jedoch wieder ein schönes Beispiel, mit wie wenig Aufwand man  an solche Daten herankommt. Der Text unseres Flyers Kein Profit aus unseren Daten - Meine Daten sollen keine Ware sein hat sich also mal wieder bewahrheitet ...

Mehr dazu bei https://www.heise.de/news/WhatsApp-Co-Forscher-warnen-vor-massenhaftem-Auslesen-von-Kontakten-4904618.html


Kommentar: RE: 20200918 (A)soziale Netzwerke wissen mehr als wir denken

Ja, und selbst wenn Du dein Handy als 'Hans Hase' registriert hast, gibt es um dich herum genügend Idioten, die das mit deinem Real-Namen eingetragen haben. Und schon ist auch diese Kommunikation wieder eindeutig zuzuordnen.
Es bleibt zum kotzen!

Ad., 19.09.2020 13:08


RE: 20200918 (A)soziale Netzwerke wissen mehr als wir denken

whatsapp abstellen wäre auch gut, dann aber auch telegram. denn was darüber für fake sachen drüber gehen ....
einmal großes gejammer und gut.

An., 22.09.2020 10:02


RE: 20200918 (A)soziale Netzwerke wissen mehr als wir denken

ne, das sind zwei verschiedene sachen.
ob facebook Manipulationen unterstützt oder steuert und keine Steuern zahlt ist ein anderes Problem, als ein gemeinsam von Idioten genuzter Kanal, der beliebig getauscht werden kann.

Le., 22.09.2020 10:04


RE: 20200918 (A)soziale Netzwerke wissen mehr als wir denken

warum wird eigentlich nicht endlich mal die dsgvo diesbezüglich durchgesetzt.
besonders die datenweitergabe von whatsapp an das facebook universum ist doch, besonders auf business genutzten geräten, klar illegal.

Eh., 18.09.20 14:08


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/3bK
Link zu dieser Seite: https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/7394-20200918-asoziale-netzwerke-wissen-mehr-als-wir-denken.htm
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Erstellt: 2020-09-18 08:22:24
Aufrufe: 292

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