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11.10.2020 Corona Apps sollen länderübergreifend funktionieren

Der Back-End-Server für den "grenzüberschreitenden Datenabgleichdienst"

86 Millionen Euro hat der Bund für die Entwicklung und Inbetriebnahme einer kleinen App investiert. Sie soll eigentlich die Privatsphäre alle Nutzer der App bewahren, keine zentralen Server nutzen und nur Pseudonyme über Kontaktpersonen mit eben dieser App hin- und herschicken.

Ja, wir reden über die deutsche Corona-Warn-App, von der erwartet wurde, dass sie auf mindestens 60% der Handys installiert wird - davon ist man noch weit entfernt. Außerdem haben sich "andere Widrigkeiten" gezeigt, wie Schwierigkeiten bei der Weiterleitung der Positiv-Meldungen entweder vom Labor zur App oder von den Gesundheitsämtern zu App, ganz zu schweigen von dem Unwillen einiger positiv Getesteten in dem "Stille-Post-Spiel" weiter mitzuspielen. 

So weit ist das nichts Neues, doch die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten möchten gern, dass möglichst viele nationale Corona-Warn-Apps über Grenzen hinweg funktionieren. Dafür hat man nun eine technische Lösung in Form eines Back-End-Servers sowie eines grenzüberschreitenden Datenabgleichdienst gefunden, den sechs Länder seit Mitte September testen. Dazu gehören Dänemark, Irland, Italien, Lettland, Tschechien und Deutschland.

Nicht dabei ist Frankreich, weil es auf eine Corona App mit einem zentralen Server setzt. Auch die Schweiz ist außen vor, da für den Datenaustausch ein zwischenstaatliches Abkommen notwendig wäre.

Was passiert nun?

Nutzer der nationalen Corona-Apps müssen nun bei Reisen in die beteiligten Länder nicht mehr die dortige App installieren. Ihre Pseudonyme werden für einige Zeit (wie lange?) auf dem EU Back-End-Server gesammelt und stehen damit den Auswertungen der nationalen Apps zur Verfügung. Da die Pseudonyme nur den Zeitpunkt und den Kontakt, aber nicht den Ort des Kontakts beinhalten, müssen alle Pseudonyme der EU Corona-Warn-App Nutzer dort gesammelt werden, weil man ja nicht weiß, wer sich gerade im Ausland aufhält.

Na, toll! Damit haben wir eine weitere zentrale EU Datenbank mit Unmengen an Heu in der ab und zu mal eine Nadel aufblitzt. Irgendjemand hat da wieder mal gut verdient ...

Mehr dazu bei https://www.heise.de/news/Corona-Warn-Apps-EU-Staaten-testen-grenzueberschreitende-Funktion-4893643.html


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Tags: #EU #App #Smartphone #Handy #Google #Apple #Telekom #SAP #Schnittstellen #Privatsphäre #Grundrechte #Menschenrechte #Corona #Lauschangriff #Überwachung #Vorratsdatenspeicherung #Videoüberwachung #Rasterfahndung #Datenbanken #eBorder #Freizügigkeit #Unschuldsvermutung #Verhaltensänderung #Transparenz
Erstellt: 2020-10-11 08:43:06
Aufrufe: 166

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