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11.01.2021 Was machen die Krankenkassen mit unseren Beiträgen?

Zusatzbeitrag der Krankenkassen steigt

Zum Jahreswechsel sind uns gesetzlich Versicherten Briefe mit der Ankündigung zur Erhöhung des Zusatzbeitrags ins Haus geflattert. Warum eigentlich?

Wegen Corona sind manche teure, aber nicht lebensnotwendige Operationen 2020 verschoben worden, aber diese sind nun 2021 dran und kosten dann Geld. Viel schlimmer ist jedoch, dass mancher Krankenhausbesuch, der aus Sorge wegen Corona unterblieben ist, teure Spätfolgen haben wird. Dann kann der kleine Herzinfarkt und der kleine Schlaganfall gesundheitliche Folgen haben, die später ordentlich ins Geld gehen.

Noch schlimmer für die Krankenkassen war jedoch, dass Millionen von zahlenden Mitgliedern der Krankenkassen 2020 in Kurzarbeit waren, viele sind es noch. Dadurch habe sie viel weniger Beiträg an die Kassen geleistet und einige zehntausende Mitglieder waren zeitweise arbeitslos.

Was kostet uns das nun?

Wie der spiegel schreibt, wollen die Techniker Krankenkassel von ihren knapp acht Millionen Mitgliedern 0,5 Prozentpunkte mehr, die Barmer verlangt von mehr als sieben Millionen Mitgliedern 0,4 Prozentpunkte mehr, die AOK Plus und die AOK Nordost langen mit einem Plus von 0,6% kräftig zu. Das kann einen zusätzlichen Abzug von 7 bis zu 23€ pro Monat auf dem Lohnzettel bedeuten.

Der Spiegel weist in seinem Artikel noch darauf hin, dass künftig der Wechsel einfacher geworden ist. wer wechseln will, schreibt dies einfach seiner neuen Wunsch-Krankenkasse und die kümmert sich um die Abmeldung bei der alten Krankenkasse - so wie auch beim Wechsel des Stromanbieters.

Wir würden eher dafür sein, die unübersichtliche Menge der Krankenkassen zu einer vereinen und die privaten Krankenkassen ebenfalls abzuschaffen. Damit lässt sich eine riesige Menge Geld in den Verwaltungen und Vorständen sparen. Zusätzlich hätte man die mehr als 6 Milliarden Euro für die "Entwicklung" der elektronischen Gesundkeitskarte einsparen können.

Großbritannien hat nach dem Verbrennen von 4 Milliarden Euro oder Pfund(?) die Reißleine gezogen und das dortige Projekt eingestampft. In Deutschland werden nun nach 6 Milliarden für eine Plastikkarte mit Foto nun weitere Milliarden für eine elektronische Patientenakte (ePA) verbrannt.

?Eine? - nein, denn wie sich jetzt zum Start des "Betriebs" herausstellt, scheint jede Krankenkasse eine eigene ePA einführen zu wollen. Bei der TK heißt sie z.B. TK-Safe, bei anderen Kassen heißt sie anders und wird auch verschiedene Ausprägungen haben. Damit wird das Patientendatenschutzgesetz (PDSG) ad absurdum geführt - und der von Spiegel vorgeschlagene leichte Wechsel von einer Kasse zur anderen wird sabotiert, weil es schwer werden wird die eigene ePA mitzunehmen.

Nun ja, das kommt uns entgegen - haben wir doch schon mehrfach vor der ePA gewarnt (Elektronische Patientenakte - Top oder Flop?  , Informationspflicht zur ePA nach PDSG erfüllen! , Elektronische Patienakte geht in Betrieb ).

Mehr dazu bei https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/krankenkassen-und-beitragserhoehungen-2021-so-wechseln-sie-und-sparen-geld-a-aa7d9038-f990-454d-b1dc-032d07c3f1a7


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/3dF
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Tags: #eGK #ePA #PDSG #DVG #DSGVO #Arbeitnehmerdatenschutz #Verbraucherdatenschutz #Datenschutz #Datensicherheit #Freiwilligkeit #Zustimmung #Einwilligungserfordernis #elektronischePatientenakte #Datenskandale #RFID #elektronischeGesundheitskarte #eHealth #Zusatzbeitrag
Erstellt: 2021-01-11 01:02:33
Aufrufe: 530

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