DE | EN
Sitemap | Impressum
web2.0 Diaspora Vimeo Wir in der taz Wir bei Mastodon A-FsA Song RSS Twitter Youtube Unsere Artikel bei Tumblr Unsere Bilder bei Flickr Aktion FsA bei Wikipedia Spenden Facebook Bitmessage Spenden über Betterplace Zugriff im Tor-Netzwerk https-everywhere
14.06.2021 Auch Atomwaffen sollen "intelligenter" werden

SIPRI warnt vor Atomwaffen-Modernisierung

Jedes Jahr zählt das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI auch die Zahl der auf der Welt. Auch wenn es aktuell "nur noch" 13.080 im Vergleich zu 13.400 vor einem Jahr sind, so ist doch keine Entwarnung angesagt. Auch von diesen 13.000 Weltzerstörern sind noch ca. 3500 so veraltet, dass sie nur noch auf ihre Demontage und Endlagerung (wo denn?) warten.

Viel schlimmer ist, dass weltweit die Atomwaffen modernisiert werden und eine andere Zahl steigt, nämlich die, der unmittelbar einsatzbereiten Sprengköpfe von 3720 Atomwaffen auf in diesem Jahr 3825. Und diese haben, anders als in den 70-iger Jahren neue Eigenschaften, sie werden

  • kleiner,
  • zielgenauer,
  • "intelligenter"

Gerade der letzte Punkt ist beunruhigend, zum einem sind "intelligente" Systeme fehlerhaft, aber noch wichtiger ist, dass sie schneller in ihren Entscheidungen und Reaktionen sind. Bei den atomaren Interkontinentalraketen konnte der Weltuntergang "aus Versehen" am 26. September 1983 durch den sowjetischen Offizier Stanislaw Petrow gerade noch verhindert werden. Die Vorwarn- und Reaktionszeiten bei Interkontinentalraketen betragen etwa 20 Minuten. In dieser Zeit müssen die Lage beurteilt, Fehlmessungen ausgeschlossen und "Gegenmaßnahmen" eingeleitet werden. Das ist nicht viel Zeit, auch nicht für ein streng hierarchisch aufgebautetes Militär. Schon da kommt kaum jemand zum Nachdenken. Wir danken Stanislaw Petrow auch heute noch für sein Nachdenken!

"Intelligente" Systeme werden solche Entscheidungen in wenigen Sekunden treffen und die "intelligenten" Systeme der Gegenseite werden genauso schnell handeln.

Während die USA ihre Anzahl an Atomwaffen nicht verändert hat und nur die (oben genannte gefährliche) Modernierung vorantreibt, hat Großbritannien seine Höchstgrenze für Kernwaffen von 180 auf 260 angehoben. Schätzungen zufolge  soll das Land aktuell über 225 Atomwaffen verfügen (Vorjahr 215). China modernisiert seinen Atomwaffenbestand. Das Land verfügt demnach über 350 Sprengköpfe, 30 mehr als 2020. Indien und Pakistan erneuern ihre Arsenale. Aus den Beständen Frankreichs und Israels meldet Sipri kaum Veränderungen.

Mehr dazu bei https://www.tagesschau.de/ausland/sipri-atomwaffen-107.html
und https://www.spiegel.de/ausland/sipri-jahresbericht-atommaechte-stationieren-mehr-sprengkoepfe-und-modernisieren-ihre-arsenale-a-997cff9b-b4ee-4fe2-83ac-1f1bbc4f1175


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/3gq
Link zu dieser Seite: https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/7673-20210614-auch-atomwaffen-sollen-intelligenter-werden.htm
Link im Tor-Netzwerk: http://a6pdp5vmmw4zm5tifrc3qo2pyz7mvnk4zzimpesnckvzinubzmioddad.onion/de/articles/7673-20210614-auch-atomwaffen-sollen-intelligenter-werden.htm
Tags: #Atomwaffen #SIPRI #KI #AI #künstlicheIntelligenz #Atomwaffen #Militär #Bundeswehr #Aufrüstung #Waffenexporte #Drohnen #Frieden #Krieg #Friedenserziehung #Menschenrechte #Zivilklauseln #Petrow
Erstellt: 2021-06-14 07:53:04
Aufrufe: 934

Kommentar abgeben

Wer hat, der kann! Für eine verschlüsselte Rückantwort hier den eigenen Public Key reinkopieren.
(Natürlich optional)
Geben Sie bitte noch die im linken Bild dargestellte Zeichenfolge in das rechte Feld ein, um die Verwendung dieses Formulars durch Spam-Robots auszuschließen.

CC Lizenz   Mitglied im European Civil Liberties Network   Bundesfreiwilligendienst   Wir speichern nicht   World Beyond War   Tor nutzen   HTTPS nutzen   Kein Java   Transparenz in der Zivilgesellschaft

logos Mitglied im European Civil Liberties Network Creative Commons Bundesfreiwilligendienst Wir speichern nicht World Beyond War Tor - The onion router HTTPS - verschlüsselte Verbindungen nutzen Wir verwenden kein JavaScript Für Transparenz in der Zivilgesellschaft