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03.10.2021 "Dark Eagle" soll Russland und China einschüchtern

"closing the “firebreak” between conventional and nuclear warfare"

Das hört sich gefährlicher an, als es das Bild links erscheinen lässt - denn es geht mal wieder um ungezügelte Aufrüstung. Auch wenn Präsident Trump als Aufkündiger des INF Vertrags über das Verbot von Mittelstreckenraken in Europa als der Schuldige erscheint, so ist sein Nachfolger Biden derjenige, der nun den gefährlichen Weg einschlägt, um die "Feuerschneise/Lücke" zwischen konventioneller und atomarer Kriegsführung zu schließen.

Der INF Vertrag war zustande gekommen, um die geringen Vorwarnzeiten von 5 Minuten einer Mittelstreckenrakete z.B. aus Deutschland nach Rusland bei einem (eventuell versehentlichen) Einsatz zu vermeiden. Interkontinentalraketen haben (noch) Flugzeiten von ca. 20 Minuten, in denen man vielleicht den Weltuntergang auf dem "kurzen Weg" verhindern könnte.

Auf dem Weg zu Hyperschallraketen

Nun plant das US Militär genau das Gegenteil und lässt Mittelstreckenraken mit derzeitigen Reichweiten weit über 500km - derzeit 1500 nautische Meilen, also 2.700 km - mit 4-facher Schallgeschwindigkeit bauen - und das sicher mit der Absicht diese auch zu stationieren. Dazu hat Präsident Biden den Abzug von US-Truppen aus Deutschland nicht nur rückgängig gemacht, er möchte sie (derzeit) sogar um 500 Soldaten aufstocken. Und dies sollen keine normalen Frontsoldaten sein, sondern hochqualifizierte Spezialisten für “Multi-Domain-Operationen“ mit Cyber- und
Weltraumkampf sowie “Langstrecken-Feuer“ mit Hyperschallraketen. Die Übersetzung dieser "Berufsbezeichnungen" klingt in deutsch noch ungewohnt, wie auch die Einheiten, denen sie dienen sollen, die Multi-Domain Task Force Europe (MDTF-E) und dem ersten Schlachtfeld-Feuerkommando (Theater Fires Command) der US Army  ...

So hat die neue "NATO-Nachrüstung" in Deutschland also am 16.09.21 ganz offiziell begonnen. Soldat&Technik schaffte es, darüber zu berichten, ohne den Begriff LRHW (Long Range Hypersonic Weapon) oder dessen einprägsameren neuen Namen "Dark Eagle" mit einem Wort zu erwähnen. Das ist soldatischer Gehorsam - nützt aber nichts, denn die US Medien und das Pentagon sind da gesprächiger:

"Jeder künftige Konflikt mit Russland, so vermittelt das Pentagon, wird nach neuen Regeln ausgetragen, in denen Handlungsgeschwindigkeit, Informationsdominanz und eine Konzentration von Präzisionsschlägen auf große Distanz den Ausgang der Schlacht bestimmen."

Alle diese Aufrüstungsschritte sind nicht von heute auf morgen geschehen, aber im Geheimen, während man gleichzeitig Russland vorwarf den INF-Vertrag verletzt zu haben ohne Beweise dafür vorzulegen. Kein Wunder also, dass auch Nord-Korea Hyperschallraketen testet, die nach internationalen Vorgaben genauso verboten sind, wie eine Stationierung solcher durch die USA.

Fazit: Wieder wurden Milliarden für gefährliche Aufrüstung vergeudet anstatt die dringenden Menscheitprobleme anzugehen - und die "Verhandlungszeit" in irrtümlich ausgelösten Konflikten sinkt von 5 Minuten auf ca. 120 Sekunden ...

Mehr dazu bei https://www.thenation.com/article/world/forever-wars-austin-germany/
und https://breakingdefense.com/2021/08/confident-of-2023-fielding-goal-army-dubs-
hypersonic-weapon-dark-eagle/


Kommentar: RE: 20211003 "Dark Eagle" soll Russland und China einschüchtern

Bundeswehr will "Karten" von Russland – die für Verteidigungszwecke unnütz sind. Das fragt Dagmar Henn auf RT deutsch:
siehe https://www.welt.de/wirtschaft/plus234119738/Bundeswehr-bestellt-hochaufloesende-Russlandkarten.html
und die Ausschreibung dafür https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:443189-2021:TEXT:DE:HTML&src=0
Den Zuschlag bei der Ausschreibung erhielt die GAF AG https://www.gaf.de/content/profile eine Gründung aus der IABG in Dresden. Diese sah ihre Aufgaben im Jahr 2007 zur Eröffnung ihrer Dresdner "Geodaten-Factory" wie folgt:
"Satellitenbilder alleine reichen nicht aus, um unsere Truppen im Auslandseinsatz mit den für den Auftrag und den Selbstschutz nötigen Informationen zu versorgen. Um die Satellitenfotos in Geoinformationssystemen optimal nutzen zu können, müssen diese vektorisiert und attributisiert werden. Den Vektordaten werden Eigenschaften zugeordnet wie z. B. Klima, Bewuchs, Befahrbarkeit des Geländes, Gebäudenutzung etc."
Wozu braucht die Bundeswehr mit ihrem Auftrag der Landesverteidigung diese Karten?
Solche Karten hat sie ja nicht mal von Zentralafrika, wo sie z.Zt. "tätig" ist.

Merwan, 03.10.21 10:49


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/3ix
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Tags: #Hyperschallraketen #USA #NATO #SchuleohneMilitär #Atomwaffen #Militär #Bundeswehr #Aufrüstung #Waffenexporte #Drohnen #Frieden #Krieg #Friedenserziehung #Menschenrechte #Zivilklauseln
Erstellt: 2021-10-03 08:36:16
Aufrufe: 174

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