DE | EN
Sitemap | Impressum
web2.0 Diaspora Vimeo Wir in der taz Wir bei Mastodon A-FsA Song RSS Twitter Youtube Unsere Artikel bei Tumblr Unsere Bilder bei Flickr Aktion FsA bei Wikipedia Spenden in Bitcoins Facebook Bitmessage Spenden über Betterplace Zugriff im Tor-Netzwerk https-everywhere
09.10.2021 Klare Regeln für Google und Facebook!

Forderung an die EU: Internetdienste regulieren!

Seit 18 Monaten beschäftigen wir uns intensiv mit dem (schlechten) Einfluss der Internetgiganten Google, Amazon, Facebook, Apple, Microsoft  (GAFAM) auf das Zusammenleben der Menschen und den durch sie hervorgerufenen Veränderungen unserer Informationsmöglichkeiten. Daraus ist z.B. unser Informationsflyer Kein Profit aus unseren Daten - Meine Daten sollen keine Ware sein und auch unsere Veranstaltungen im Sommer standen unter dem Thema Meine Daten sollen keine Ware sein , so auch die Cryptoparty - und zukünftig anonym und sicher im Internet, auf der wir versucht haben, Alternativen zu den Giganten populär zu machen.

Zu unseren mehr als hundert Berichten über Datenskandale und Datenpannen bei Facebook können wir nun zu beiden Bereichen eine Story hinzufügen.

  • Datenpannen: Durch seine Selbstüberschätzung war Facebook vor wenigen Tagen über Stunden nicht erreichbar - die Folge war ein Verlust von 6 Milliarden $ für Herrn Zuckerberg
  • Datenskandal: Die Enthüllungen der Whistleblowerin Frances Haugen vor dem US Kongress

Amnesty Deutschland greift die Ausagen von Frau Haugen auf und fordert von den Regierungen und dem Parlament in der EU ein konsequentes Vorgehen gegen diese Firmen - darin unterstützen wir sie gern.

Die jüngsten Enthüllungen der Whistleblowerin Frances Haugen haben es erneut bestätigt. Facebook zeigt uns vor allem Inhalte an, die Emotionen wie Wut, Hass und Selbstzweifel fördern, um uns länger an den Bildschirm zu fesseln.

Das hat Konsequenzen darauf, was wir fühlen und wie wir handeln. Es kann Hassrede, Verschwörungsideologien und verzerrte Weltbilder verstärken. Große Internetplattformen tragen so täglich dazu bei, dass unsere Menschenrechte, vor allem das Recht auf Privatsphäre, Meinungsfreiheit und Nicht-Diskriminierung, verletzt werden.

Deshalb brauchen wir endlich klare Regeln für Internet-Plattformen wie Facebook und Google. Eine historische Chance dafür bietet sich gerade jetzt: Die Europäische Union verhandelt über neue Richtlinien für Internetdienste. Rufe auch du das EU-Parlament dazu auf, endlich klare Regeln für Google und Facebook zu schaffen!

Die Geschäftsmodelle von Google und Facebook basieren auf der massenhaften Sammlung unserer Daten. Unsere persönlichen Informationen werden zu Profilen zusammengefasst und der Zugang zu ihnen an Unternehmen oder Parteien verkauft, die dann gezielt Werbung schalten. Das unverhältnismäßige Ausmaß dieser Datensammlung höhlt das Menschenrecht auf Privatsphäre aus.

Große Internetplattformen entscheiden durch ihre Monopolstellung außerdem darüber, unter welchen Rahmenbedingungen wir unsere Meinungs- und Informationsfreiheit im Internet ausüben können. Wer diese Bedingungen nicht akzeptiert, wird vom Angebot ausgeschlossen.                     
Wir sollten uns nicht entscheiden müssen, ob wir das Internet nutzen oder unsere Menschenrechte schützen möchten. Deshalb muss die Europäische Union jetzt klare Regeln für Internetdienste schaffen.

Jetzt gibt es die Chance, dass endlich auch Internetplattformen die Menschenrechte im digitalen Raum schützen müssen. Nutzen wir sie!

Amnesty International
Deutschland e.V.
Zinnowitzer Straße 8, 10115 Berlin

Es gilt jetzt den Druck auf die Regierungen zu halten und möglichst zu erhöhen, damit nicht wieder einzelne Länder ausscheren, wie z.B. Irland wo Facebook seinen Geschäftssitz für Europa hat. Genauso wichtig ist es, auch Kommunen, Verbänden, NGOs und auch Medien und andere Firmen dafür zu gewinnen, dass sie ihre Publikationen nicht über diese Internetgiganten anbieten. Inzwischen gibt es immer mehr Fälle, in denen nur noch Kontakte über Facebook, Twitter o.ä. angeboten werden und "normale" Kontaktmöglichkeiten, wie Telefon oder E-Mail aus Bequemlichkeit weggelassen werden.

Mehr dazu bei https://www.amnesty.de/
und bei Heise https://www.heise.de/news/Frances-Haugen-Facebook-nicht-kompatibel-mit-Demokratie-6209737.html


Kategorie[17]: Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/3iD
Link zu dieser Seite: https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/7794-20211009-klare-regeln-fuer-google-und-facebook.htm
Link im Tor-Netzwerk: http://a6pdp5vmmw4zm5tifrc3qo2pyz7mvnk4zzimpesnckvzinubzmioddad.onion/de/articles/7794-20211009-klare-regeln-fuer-google-und-facebook.htm
Tags: #Facebook #Haugen #Twitter #Scoring #Cyber-Mobbing #sozialeNetzwerke #Microsoft #Apple #Google #Verbraucherdatenschutz #Datenschutz #Datensicherheit #Datenpannen #Datenskandale #Überwachung #OpenSource #Linux
Erstellt: 2021-10-09 08:34:57
Aufrufe: 156

Kommentar abgeben

Wer hat, der kann! Für eine verschlüsselte Rückantwort hier den eigenen Public Key reinkopieren.
(Natürlich optional)
Geben Sie bitte noch die im linken Bild dargestellte Zeichenfolge in das rechte Feld ein, um die Verwendung dieses Formulars durch Spam-Robots auszuschließen.
logos Mitglied im European Civil Liberties Network Creative Commons Bundesfreiwilligendienst Wir speichern nicht World Beyond War Tor - The onion router HTTPS - verschlüsselte Verbindungen nutzen Wir verwenden kein JavaScript Für Transparenz in der Zivilgesellschaft