DE | EN
Sitemap | Impressum
web2.0 Diaspora Vimeo Wir in der taz Wir bei Mastodon A-FsA Song RSS Twitter Youtube Unsere Artikel bei Tumblr Unsere Bilder bei Flickr Aktion FsA bei Wikipedia Spenden in Bitcoins Facebook Bitmessage Spenden über Betterplace Zugriff im Tor-Netzwerk https-everywhere
06.01.2022 Handy-Ticket soll Standard werden

Zwangsdigitaliserung bei der Bahn schreitet voran

Was sich wie eine Erweiterung der Angebote der Bahn anhört, führt uns wieder einmal in Richtung Zwangsdigitalisierung. Als erste Maßnahme zur Einschränkung der Angebote werden die Zugbegleiter künftig keine Fahrkarten mehr im Zug verkaufen. Diese "Angebot" war bereits mit einem Zuschlag von 17€ jenseits allen, was man sich zumuten möchte.

Aber es war eine Möglichkeit, wenn man aus Zeitmangel oder wegen technscher Probleme am Automaten nicht zu einem Ticket gekommen ist. Abgesehen davon gibt es auf vielen kleinen Bahnhöfen keine Automaten. Nun sind die "technischen Probleme" einfach nur verschoben - auf das Handy des Reisenden. Das kennen wir ja schon seit einigen Jahren, seitdem man sein noch relativ normales digitales Ticket - ein PDF auf dem Handy vorzeigen kann.

Was alles schiefgehen kann

  • die PDF-Datei ist defekt (selten, aber möglich)
  • das Ticket ist ein schlecht gescanntes Bild und nicht lesbar (selber Schuld, die Bahn akzeptiert nur PDF)
  • der Handy-Akku ist leer (sehr häufig) - es beginnt die Suche nach dem passenden Netzteil unter den Reisenden
  • das Handy will nicht starten (Pech gehabt; wie oft passiert das? was macht die Bahn? Kulanz?)

So weit geht es um ein Ticket, dass ich vor Reisebeginn erhalten habe. Nutzen wir nun das Online Ticket, was man auf dem Bahnsteig oder auch bereits im Zug kaufen kann, so kommen weitere Schwierigkeiten hinzu. Die Bahn verlangt, dass ich innerhalb von 10 Minuten nach Abfahrt im Besitz des Tickets sein muss. So steht man vor folgenden Problemen:

  • auf dem Bahnhof gibt es kein Internet (in ländlichen Gebieten nicht selten)
  • während der Fahrt gibt es kein Internet (das kommt in Brandenburg auch ma über 10 Minuten vor, eventuell mit einem Glücksmoment von 2 Minuten, der aber zur Buchung nicht ausreicht)
  • die App macht einem die Auswahl des günstigsten Tickets nicht gerade einfach (das kann mehr als 10 Min dauern)

Viele Probleme und keine Vorteile?

Auf den Webseiten der Bahn (s.u.) werden dagegen nur Vorteile aufgelistet, um uns in Richtung dieser Möglichkeiten zu drängen, so dass am Ende nur ein paar Nörgler und Ewiggestrige übrig bleiben, die sich noch in die Schlangen an den immer weniger werdenden Fahrkartenausgabestellen anstellen.

Und schon sind wir wieder beim Thema Zwangsdigitalisierung. Am Ende der Entwicklung steht der Zwang zu einem Handy oder der Verzicht aufs Reisen ...

Mehr dazu bei https://inside.bahn.de/unterschied-handy-ticket-online-ticket/
und https://www.bahn.de/service/buchung/digitales-ticket/handy-ticket-buchen


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/3kd
Link zu dieser Seite: https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/7885-20220106-handy-ticket-soll-standard-werden.htm
Link im Tor-Netzwerk: http://a6pdp5vmmw4zm5tifrc3qo2pyz7mvnk4zzimpesnckvzinubzmioddad.onion/de/articles/7885-20220106-handy-ticket-soll-standard-werden.htm
Tags: #Zwangsdigitaliserung #Bahn #Ticket #Smartphone #Handy #Online #Netzlücke #schwarzfahren #Automaten #Ausfall
Erstellt: 2022-01-06 09:41:05
Aufrufe: 271

Kommentar abgeben

Wer hat, der kann! Für eine verschlüsselte Rückantwort hier den eigenen Public Key reinkopieren.
(Natürlich optional)
Geben Sie bitte noch die im linken Bild dargestellte Zeichenfolge in das rechte Feld ein, um die Verwendung dieses Formulars durch Spam-Robots auszuschließen.
logos Mitglied im European Civil Liberties Network Creative Commons Bundesfreiwilligendienst Wir speichern nicht World Beyond War Tor - The onion router HTTPS - verschlüsselte Verbindungen nutzen Wir verwenden kein JavaScript Für Transparenz in der Zivilgesellschaft