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23.01.2022 Laut gedacht und schon im Ruhestand ...

Verdienen Staatschefs Respekt? Manche, alle, welche?

Da hat ein Admiral der Bundeswehr darüber nachgedacht ob

  • sein "Gegner" Respekt verdiene und
  • man mit diesem "Gegner" eventuell einen weiteren "Gegner" besser besiegen oder in Schach halten könne

und schon winkt die Pensionierung. Dabei ist letzteres die Aufgabe eines Militärs - für die wir aus grundsätzlicher Abneigung gegen den Militarismus kein Veständnis haben.

Der erste Punkt stammt noch aus Frühzeit und Mittelalter, wohl auch von unseren tierischen Vorfahren, dass es nicht angemessen oder ritterlich ist, einen am Boden liegenden Gegner weiter zu demütigen. In der Politik wird in der Regel genau entgegen dieser Regel verfahren, wie der Umgang mit Russland aber auch den ehemaligen Kolonialstaaten bei den Verhandlungen der EPAs, den sogenannten "Partnership Agreements", zeigt.

Doch was hat der Admiral sonst noch gesagt?

  • Die Ukraine kann mittelfristig kein Mitglied der NATO werden.

Dies ist die offizielle Meinung der NATO nach ihren Beschlüssen, nur nicht der Wunsch der USA und eventuell auch einiger anderer Mitglieder. Aber der innere Konflikt in der Ukraine zwischen russisch-stämmiger und ukrainischer Bevölkerung ist nach NATO Statuten ein Stopp für eine Aufnahme, genau wie in Georgien. Dass bei beiden Konflikten russische Interessen mitspielen, ist uns bekannt, genauso wie die Tatsache, dass die Verhältnisse zwischen Staaten stets interessengeleitet ist.

  • Die Krim wird nicht zur Ukraine zurückkehren.

Die Krim wurde Ende des 18. Jahrhunderts Teil des Russischen Kaiserreichs und 1954 unter dem ukrainisch-stämmigen Parteichef Chruschtschow an die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik angegliedert.

In dem am 16. März 2014 durchgeführten Referendum über den Status der Krim sprachen sich bei einer Wahlbeteiligung von 83,1 % eine große Mehrheit der Abstimmenden für einen Anschluss an Russland aus. Selbst westliche Untersuchungen gehen davon aus, das in der  Autonomen Republik Krim 50–60% der Menschen für den Anschluss an Russland gewesen seien, wie auch im Dezember 1991 (nur) 54% der Wähler in der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Krim für die Unabhänigkeit von Russland gestimmt hätten. Der Sinneswandel pro Russland wäre teilweise ein Protest gegen die Korruption eines ukrainischen oligarchischen Donezk-Kartells gewesen und teilweise auch von Angst vor bewaffneten Konflikten in der Ukraine beeinflusst worden (https://de.wikipedia.org/wiki/Krim#Krimkrise_und_Annexion_durch_Russland). Für den Brexit waren auch nur wenig mehr als 50% der Briten ... und Putin wäre der Letzte der etwas gegen eine erneute Abstimmung auf der Krim hätte, wenn auch in Katalonien und Schottland entsprechende Abstimmungen stattfinden würden.

Alles "hätte", "wäre" und "müsste" nützt im Verhältnis von Staaten wenig - der Autor erinnert sich an die seine ganze Schulzeit andauernde und im Ergebnis sinnlose Indoktrination im Geschichtsunterricht nach dem Motto "drei-geteilt - niemals" für eine Restauration der deutschen Grenzen von 1937.

Empfehlen wir den Politikern und den Militärs trotz der Gefahr für die eigene Karriere das Denken über die gerade gültigen politischen Vorgaben hinaus und freuen uns, dass vom Wehretat nun ein winzig kleiner Teil mehr in die Pensionskasse statt aufs Schlachtfeld geht.

Mehr dazu bei https://www.businessinsider.de/politik/deutschland/china-bezahlt-moerder-ukraine-kann-nicht-in-die-nato-putin-verdient-respekt-marineadmiral-redet-sich-in-geheimvideo-um-kopf-und-kragen/
und https://de.wikipedia.org/wiki/Kay-Achim_Sch%C3%B6nbach
und https://www.spiegel.de/ausland/deutsche-aussenpolitik-die-spd-hat-ein-russland-problem-a-63028853-7793-4b98-bf44-e0c5b2954c23


Kommentar: RE: 20220123 Laut gedacht und schon im Ruhestand ...

In dem zitierten Spiegel Artikel wird die SPD zur Sau gemacht, weil sie die agressive NATO Politik noch etwas bremst. Wo sollen die Sicherheitsinteressen Russlands bleiben, wenn wir diese seit 30 Jahren ignorieren und immer mehr Militär an ihren Grenzen stationieren?
Man stelle sich russisches Militär und Raketen in Mexico oder Kanada vor ...

Sv., 23.01.22 10:02


RE: 20220123 Laut gedacht und schon im Ruhestand ...

Deutsche haben im 2. Weltkrieg in Russland 27 Millionen Menschen getötet. Da sollten wir gegenüber Russland etwas mehr Zurückhaltung wahren.

Be., 23.01.22 11:21


RE: 20220123 Laut gedacht und schon im Ruhestand ...

Dieses ständige "Säbelrasseln" von allen Seiten schürt die Kriegsgefahr enorm und macht mir wirklich große Angst. Diese Kriegsgefahr ist für mich ein Grund, auf die Straße zu gehen.

Ti., 23.01.22 11:39


RE: 20220123 Laut gedacht und schon im Ruhestand ...

Bitte vergesst nicht, dass der ein alter Militär ist. Er hat als Flottenchef mit dazu beigetragen, dass die Fregatte Bayern ins Südchinesiche Meer schippern musste. Natürlich hat die Politik das befohlen, aber da hat er nicht gegen protestiert. Im Gegenteil, es scheint, dass er China als wirklichen Gegner sieht, warum auch immer.
Friedenspolitik sieht anders aus und ist auch nicht von einem Militär zu erwarten.

We., 23.01.22 19:24


RE: 20220123 Laut gedacht und schon im Ruhestand ...

Militärs sprechen anders als Politiker
Hört mal das Interview mit dem ehemaligen Bundeswehrinspekteur Harald Kujat auf Inforadio heute 24.1. 7:50
Zusammengefasst:
Der Admiral hat nur die NATO Position vertreten, sein Rücktritt unnötig
Die Ukraine kann nicht in die NATO
Die Krim könnte nur militärisch zurückgeholt werden, das will niemand
Die NAtO wird auch bei einem russischen Angriff die Unkraine nicht militärisch unterstützen (außer Waffenlieferungen)
Erst recht wird die NATO die Ukraine nicht bei der Rückeroberung der Krim unterstützen
Die Ukraine soll für beide Lager eine "konsolidierte Brückenfunktion" haben (pufferstaat)
Ein Zusammengehen von China und Russland muss verhindert werden.
Das wäre die Politik der BRD, der NATO und sogar der USA, so Kujat. Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich - warum wissen das die Politiker in den Talk Shows nicht?

Ra., 23.01.22 08:11


RE: 20220123 Laut gedacht und schon im Ruhestand ...

1997 haben die NATO und Russland vereinbart, dass keine "permanent NATO troops at the Russian border ..." stationiert werden. Schon diese Vereinbarung hat die NATO "gedehnt", in dem sie z.B. die Bundeswehrsoldaten in den baltischen Staaten alle paar Monate austauscht. Wie weit soll Russland noch gedemütigt werden?

Ma., 25.01.22 09:25


RE: 20220123 Laut gedacht und schon im Ruhestand ...

threatening to activate Nato’s rapid response force for a non-Nato issue created fractures in the unity of Nato. Germany has been hesitant. The Czech Republic and Bulgaria have forbade their troops to be involved in any such adventure. Turkey views the entire Ukraine crisis as a US/Nato conspiracy to contain Turkish regional ambitions by tying it to a conflict with Russia.

To., 31.01.22 22:33


RE: 20220123 Laut gedacht und schon im Ruhestand ...

Russia is expected to sign major economic agreements with China soon that will further insulate it from economic sanctions.
Of course this will happen regardless.

Di., 31.01.22 22:35


RE: 20220123 Laut gedacht und schon im Ruhestand ...

With these three measures, Russia seeks to further isolate the US from Nato and Europe. In the end, the US will be confronted with one of two options, either agree to trade Nato’s open-door policy for Russian agreement not to deploy into the Western Hemisphere, or force a confrontation that will result in a Russian invasion of Ukraine that is seen by Europe as being the fault of the US.
I do not follow the logic here (if there is). The US would not be forced into a "confrontation" - whatever that is. If this is the conclusion, it needs much more detail.

Gr., 31.01.22 23:37


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Tags: #Ukraine #Krim #Russland #NATO #Deeskalation #Respekt #Admiral #Marine #SchuleohneMilitär #Atomwaffen #Militär #Bundeswehr #Aufrüstung #Waffenexporte #Drohnen #Frieden #Krieg #Friedenserziehung #Menschenrechte #Zivilklauseln
Erstellt: 2022-01-23 09:45:20
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