18.09.2022 EU-Gesetz zum Schutz der Medienfreiheit

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The Media Freedom Act

Daniel Freund, Mitglied des Europäischen Parlaments für die Grünen (be-)schreibt uns, was mit dem Media Freedom Act der EU auf uns zu kommen soll.

Letzten Dienstag, 13. September hat die EU-Kommission ihren Vorschlag für ein neues Gesetz zum Schutz der Medienfreiheit in der EU vorgelegt. Im Innenausschuss (LIBE) werde ich diesen Bericht im Namen der Grünen Fraktion verhandeln. Was ist von dem "European Media Freedom Act" zu erwarten?

Das Wichtigste auf einen Blick: Was wird enthalten sein?

Sind Orbans und Babis' Medienimperien jetzt in Schwierigkeiten?

Bislang hat die Kommission immer behauptet, sie habe keine Handhabe gegen das ungarische Medienkonglomerat KESMA, das von Orbans Kumpanen kontrolliert wird. Mit dem Vorschlag eines Medienpluralismus-Tests will die Kommission sicherstellen, dass ein Konglomerat wie KESMA in Zukunft nicht mehr entstehen kann. Es ist fraglich, ob dies gelingen kann, wenn dieser Test von den nationalen Behörden durchgeführt wird, die möglicherweise bereits unter der Kontrolle der Regierungspartei stehen. Noch wichtiger ist, dass der Test nicht dazu beitragen wird, die bestehenden Probleme der Medienkonzentration zu verringern.

Bislang war es auch für Staatschefs wie Andrej Babis in der Tschechischen Republik oder Silvio Berlusconi in Italien problemlos möglich, gleichzeitig Regierungschef und Anteilseigner zahlreicher Medienunternehmen im Land zu sein. Die Kommission möchte nun, dass Medienunternehmen in Zukunft Informationen über etwaige Interessenkonflikte möglicher Anteilseigner veröffentlichen. Dies wäre zwar eine positive Entwicklung, aber es ist unklar, wie sichergestellt werden soll, dass diese Interessenkonflikte anschließend gelöst werden.

Wie geht es weiter?

Sobald der Kommissionsvorschlag vorliegt, wird das Dossier an die zuständigen EP-Ausschüsse weitergeleitet. Je nach Schwerpunkt des Kommissionsvorschlags werden wahrscheinlich die Ausschüsse für Binnenmarkt (IMCO), Inneres (LIBE) und/oder Kultur (CULT) federführend sein. Auf der Grundlage der Arbeit der zuständigen Ausschüsse wird dann ein parlamentarischer Standpunkt festgelegt. Sobald auch der Rat seinen Standpunkt festgelegt hat, werden die Trilogverhandlungen zwischen Rat und Parlament beginnen.

Es kann also bis zu einer möglichen wirklichen Freiheit der Medien noch dauern ...

Mehr dazu bei https://www.europarl.europa.eu/meps/de/106936/DANIEL_FREUND/home
und https://www.greens-efa.eu/de/person/freund-daniel

 

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The Media Freedom Act

Daniel Freund, Member of the European Parliament for the Greens, writes to us about what is to come with the EU's Media Freedom Act.

Last Tuesday, 13 September, the EU Commission has presented its proposal for a new law to protect media freedom in the EU. In the Home Affairs Committee (LIBE), I will negotiate this report on behalf of the Green Group. What can be expected from the "European Media Freedom Act"?

The most important things at a glance: What will be included?

Are Orban's and Babis's media empires now in trouble?

So far, the Commission always said it had no leverage against the Hungarian media conglomerate KESMA, controlled by Orban's cronies. By proposing a media pluralism test, the Commission wants to ensure that a conglomerate like KESMA cannot emerge again in the future. It is questionable whether this can succeed if this test is carried out by the national authorities, which are potentially already under the control of the ruling party. More importantly, the test won't help to reduce existing media concentration problems.

Until now, it was also possible without any problems for heads of state like Andrej Babis in the Czech Republic or Silvio Berlusconi in Italy to be head of government and shareholder in numerous media companies in the country at the same time. The Commission now wants media companies to publish information on any conflicts of interest of possible shareholders in the future. While this would be a positive development, it is unclear how it will be ensured that these conflicts of interest are subsequently resolved.

What happens next?

As soon as the Commission proposal is available, the file will be sent to the EP Committees in charge. Depending on the focus of the Commission proposal, the Internal Market (IMCO), Home Affairs (LIBE) and/or Culture (CULT) committees will probably be in charge. Based on the work of the competent committees, a parliamentary position will then be adopted. As soon as the Council has also adopted its position, the trialogue negotiations between Council and Parliament will begin.

So it may still take some time until a possible real freedom of the media ...

Read more https://www.europarl.europa.eu/meps/de/106936/DANIEL_FREUND/home
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Erstellt: 2022-09-18 07:57:22
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