banner sicherheit https-everywhere Zugriff im Tor-Netzwerk Sitemap | Impressum DE | EN
web2.0 Diaspora RSS Vimeo A-FsA Song MeetUp Twitter Youtube Flickr Spenden über Betterplace Bitmessage Facebook
17.01.2010 Open Source

 Open Source  

Inhalt

Einleitung

Mit den "offenen Quellen" sind die Programme gemeint, mit denen unsere Computer arbeiten. Offen sind sie dann, wenn man diese einsehen und prüfen kann. Zu Beginn der siebziger Jahre war es allgemein üblich Programme, die man schrieb untereinander auszutauschen. Das Problem zu dieser Zeit war jedoch, dass die Programmierung noch sehr Maschinen-nah (Assembler) notwendig war und jeder andere Codes verwenden musste.
 
Erst mit der Programmiersprache C, die Basis des Betriebssystems Unix, war es möglich, in dieser Sprache geschriebene Programme auf verschiedenen Rechnern laufen zu lassen. Leider setzte sich nun in den achtziger und neunziger Jahren die Tendenz durch mit Software Geld verdienen zu wollen (IT Blase) und die lesbaren Quellprogramme wurden ein gut behüteter und verschlossener Schatz.

1983 hat Richard Stallman das Projekt GNU mit dem Zweck gegründet, ein Betriebssystem auf der Basis von UNIX, aber komplett als freie Software zu entwickeln. Während dieser Jahre ist Linux gewachsen und inzwischen erwachsen.
 

Gründe für Open Source Software

  • Programme ohne großen Schnick-schnack
    • Open Source Software, enthält die Funktionen, die man auch braucht weil die Software aus dem unmittelbaren Bedarf der Anwender entstanden ist. Eine Erweiterung und Anpassung geschieht dann, wenn es dazu einen Bedarf gibt.
  • Sicherheit durch offene und geteilte Entwicklung
    • Bei der Open Source Software arbeiten viele Entwickler unabhängig voneinander jeweils an den für sie wichtigen Funktionen. Die Ergebnisse ihrer Arbeit sind für alle sichtbar, so dass mögliche Probleme früh erkannt und korrigiert werden können. Der Source Code ist für jeden Benutzer sichtbar. Damit kann jederzeit kontrolliert werden, dass das Programm keine unsichtbaren "Hintertüren" enthält.
  • Unabhängigkeit
    • Als Nutzer von Open Source Software ist man unabhängig von bestimmten Herstellern. Auch Open Source Software ist komplex und Fehler können auftreten. Durch die offene Verfügbarkeit des Source Codes ist jedoch die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich jemand kompetent innerhalb kürzester Zeit mit den Problemen beschäftigt.

Beispiele von Open Source Software

Die Open Source Software Sendmail läuft auf 80% aller Mailserver und über 60% aller Webserver basieren auf dem Open Source Programm Apache. die am weitesten verbreitete Datenbank ist das freie Programm MySQL
Es ist jedoch nicht nur die Software für Server, die auf Open Source  setzt, auch für den "Endverbraucher" gibt es inzwischen eine große Palette von Programmen, die es mit der proprietären Konkurrenz gut aufnehmen können.
 

...  und noch vieles mehr


Wir arbeiten im Open Street Map Projekt mit.
Mehr darüber berichten wir  hier

Doch es gibt auch Gründe gegen Open Source Software.  So besteht oft das Problem, das Programme neue Hardware noch nicht unterstützen. Dann bleibt die Wahl "abwarten", selbst programmieren oder unbekannte Software installieren über deren wahre Funktionen und Absichten man nichts weiß.

Probieren geht über studieren

Hier geht es zur Polippix CD, einer CD mit einem Linux Live System, welches einem auch noch legale Möglichkeiten bietet Überwachungsgesetze wie die Vorratsdatenspeicherung zu umgehen.

Das Team Ubuntu-Privacy-Remix hat das Release von Ubuntu Privacy Remix 10.04 unter dem Codename Locked Lynx veröffentlicht. Das System steht als Live-DVD oder auch als Live USB-Stick zur Verfügung.

Eine Liste von inzwischen 139 Linux-Programmen für verschiedene Anwendungssparten gibt es z.B. hier:
http://de.utilidades-utiles.com/download-linux.html
und besonders für Datenschutz-Interessierte hier: 60 Open Source Tools for Protecting Your Privacy

Ausfährliche Erklärungen und Tutorials für Linux/Unix-Kommandos gibt es hier z.B.  http://linoxide.com und natürlich bei den Webseiten des jeweiligen Betriebssystems.

Und es gibt noch viele Tausende weitere Programme in Linux ...


Update Dezember 2014

Leider gibt ein paar Nachrichten, die den Siegeszug von Open Source Software verlangsamen wird.

  • Die Stadtverwaltung München hatte vor Jahren bereits Linux auf ihren Arbeitsplatzrechnern eingeführt. Nun wird ganz energisch über eine Rückmigration zu  Windows diskutiert. Angeblich soll es billiger sein einige Hundert Euro für das Betriebssystem und das MS Office Produkt für jeden PC auszugeben.
  • Auch die nieder­sächsische Polizei möchte rund 12 000 Arbeitsplatzrechner von Linux und OpenOffice auf Win­dows und MS-Office umstellen. Als Grund wird angegeben, man wolle eine „Einplattform­strategie", so heißt es in einem Schreiben des Landespolizeiprä­sidenten Uwe Binias; „auf Basis einer Wirtschaftlichkeitsbetrach­tung" werde man sich „entspre­chend dem Landesstandard" für Microsoft entscheiden. Bei der Einführung von Linux vor elf Jah­ren hatten die Behörden noch die geringen Kosten, den erhöhten Komfort und mehr Sicherheit als Gründe für Open-Source-Software genannt.
  • Ebenso die Berliner Finanzämter, sie berei­ten z. Zt. die Umstellung von 6000 OpenOffice-lnstallationen auf MS-Office vor. Bei der Senatsver­waltung für Finanzen verspricht man sich davon einen verbesserten Datenaustausch mit anderen Be­hörden in Berlin, im Bund und in anderen Bundesländern.

In keinem dieser Fälle werden zu den anfallenden Migrations- und Li­zenzkosten konkrete Angaben gemacht.

Diese Entwicklung zeigt Ähnlichkeiten zu den Ereignissen in Malaysia. Dort hatte die Regierung beschlossen alle Schulen mit Linux Computern auszustatten. Daraufhin bietet Microsoft erfolgreich das Betriebssystem Windows und ein abgespecktes MS-Office Paket zum Nulltarif für die Schulcomputer an.


Update August 2015: "How to become a Hacker" - Wie werde ich ein Hacker?

Der Begriff des "Hackers" hat hauptsächlich etwas mit technischem Können, einer Freude an der Lösung von Problemen und dem Übertreten von Grenzen zu tun. Genau das tun wir mit Offenen Lösungen - Open Source.

Weiterlesen beim CCC https://koeln.ccc.de/prozesse/writing/artikel/hacker-howto-esr.xml

Eine (inzwischen etwas veraltete) Liste von Open Source Programmen

... war zu veraltet, muss erneuert werden. Bitte warten oder bei ??? nach sehen
http://de.linwiki.org/wiki/Softwareliste

 

 


Kommentar: RE: 20100117 Open Source

Open-Source-Software bietet mehr Sicherheit und höheren Datenschutz als proprietäre Lösungen. Davon sind zwei Drittel der IT-Entscheider überzeugt, wie das Ergebnis einer Studie zeigt. Die Kombination aus Software-Transparenz und engagierten Open-Source-Communitys mache Sicherheitslücken das Leben schwer. (s. http://www.datakontext.com/index.php?seite=its_artikel_detail&system_id=265876&com=detail&kategorie_filter=767&kanal=html )

 Sam, 02.03.2015 20:13


 

 


Kategorie[24]: Zensur & Informationsfreiheit Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/1hu
Tags: FsaMitteilung, Open Source, Programm, Download, Software, Gruende, Datenschutz, Verbraucher
Erstellt: 2010-01-17 13:34:58
Aufrufe: 8330

Kommentar abgeben

Wer hat, der kann! Für eine verschlüsselte Rückantwort hier den eigenen Public Key reinkopieren.
(Natürlich optional)
Geben Sie bitte noch die im linken Bild dargestellte Zeichenfolge in das rechte Feld ein, um die Verwendung dieses Formulars durch Spam-Robots auszuschließen.
logos Mitglied bei European Civil Liberties Network Creative Commons Mitglied bei WorldBeyondWar Wir unterstützen den CCC Beim freiwilligen Engagement stets dabei Mitglied bei Schule ohne Militär Wir speichern nicht Wir verwenden kein JavaScript Mitglied bei Fundamental Right Platform Für Transparenz in der Zivilgesellschaft Nominiert für Deutschen Engagementpreis