DE | EN
Sitemap | Impressum
web2.0 Diaspora Vimeo taz We at Mastodon A-FsA Song RSS Twitter Youtube Tumblr Flickr Wikipedia Bitcoin Facebook Bitmessage Betterplace Tor-Netzwerk https-everywhere
01.03.2017 Drogen als Schmiermittel des Kapitalismus
Sorry, most articles are not available in English yet

Wirtschaftsinteressen in der Drogenpolitik

Was wird erlaubt? - Was wird verboten?

In einem Interview mit Urs Köthner, Sozialarbeiter und Suchttherapeut in Bochum, untersucht die jungeWelt warum einige Drogen akzeptiert und andere kriminalisiert werden und warum die aktuelle Drogenpolitik zum Scheitern verurteilt ist..

Das Fazit:

  • Drogen, die aus Ländern der sogenannten dritten Welt kommen, werden illegalisiert
  • Drogen aus Industriestaaten werden sogar noch aggressiv durch Werbung vermarktet
  • Prohibitionspolitik nütze nur der jeweiligen Mafia
  • Repression bewirkt nichts, es wird soviel gedealt und konsumiert wie zuvor
  • früher wurden Drogen genommen, um dem Alltag zu entfliehen
  • heute in der Regel, um zu funktionieren, nach der Devise "höher, schneller, weiter"

Interessant für die letzten beiden Punkte ist ein Versuchsaufbau des kanadischen Psychologen Bruce K. Alexander.

Bis dahin galt als Wissensstand das Ergebnis eines Experiments, in dem man Ratten zum Beispiel Leitungswasser und in einem anderen Gefäß morphinversetztes Wasser anbot. Die Ratten wurden süchtig und starben. Solche Versuche prägten das Bild: Opiate sind tödlich, der Mensch wird süchtig, verliert seine Steuerungsfähigkeit.

Alexander erweiterte das Experiment. Ihm  war aufgefallen, dass die Laborratten in engen und leeren Käfigen gehalten worden waren. Er machte folgendes: Er baute einen sogenannten Rat park, eine Art Rattenparadies. Fast neun Quadratmeter groß für 16 bis 18 Ratten beiderlei Geschlechts mit einem Überfluss an Nahrung, jeder Menge Spielzeug. Die konnten vögeln, soviel sie wollten. Auch diesen Ratten wurde die Wahl zwischen Leistungswasser und mit Morphin versetztem Wasser gelassen. Das Ergebnis: Keine einzige von ihnen wurde süchtig und starb.

Das heißt: Wenn die Rahmenbedingungen gut sind, wenn wir uns als Teil der Gemeinschaft fühlen, dann ist die Gefahr, abhängig zu werden, gering. Was könnte man an Repressionsmitteln einsparen, wenn man unsere Lebensumstände von den Unterdückungszwängen befreien würde ...

Mehr dazu bei https://www.jungewelt.de/2017/02-25/065.php

Alle Artikel zu


Category[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link to this page: a-fsa.de/e/2Ky
Link to this page: https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/5933-20170301-drogen-als-schmiermittel-des-kapitalismus.htm
Link with Tor: nnksciarbrfsg3ud.onion/de/articles/5933-20170301-drogen-als-schmiermittel-des-kapitalismus.htm
Tags: #Drogenpolitik #Sucht #Polizei #Geheimdienste #HartzIV #Gewerkschaft #Mitbestimmung #Koalitionsfreiheit #Lauschangriff #Überwachung #Vorratsdatenspeicherung #Geodaten #Gesundheitsdaten #Persönlichkeitsrecht #Privatsphäre
Created: 2017-03-01 10:25:14
Hits: 1229

Leave a Comment

If you like a crypted answer you may copy your
public key into this field. (Optional)
To prevent the use of this form by spam robots, please enter the portrayed character set in the left picture below into the right field.
logos Mitglied im European Civil Liberties Network Creative Commons Bundesfreiwilligendienst We don't store user data World Beyond War Tor - The onion router HTTPS - use encrypted connections We don't use JavaScript For transparency in the civil society