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22.07.2021 Kollateralschaden: Gewalt gegen Kinder
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Sozialverband VdK warnt vor erneuten Kita- und Schulschließungen

Wie in unseren Artikeln im Herbst 20 befürchtet sind im letzten Jahr die Zahlen: von Kindesmisshandlungen auf einen Höchststand seit Einführung der Statistik gestiegen ("Ein organischer Lebensraum wurde einfach abgetötet" und Mit dem Kopf lernen, nicht mit dem Handy ). Das  Statistische Bundesamt hat jetzt Zahlen veröffentlicht, die einen deutlichen Anstieg der Gewalt gegen Kinder im Corona-Jahr 2020 belegen.

Wie Telepolis berichtet, stellten die Jugendämter demnach bei 60.600 Kindern und Jugendlichen eine Gefährdung des Kindeswohls fest. Damit wurde 2020 der Höchststand seit Einführung der Statistik erreicht. Gemeldet wurden rund 5.000 Fälle mehr als im Vorjahr.

Bei etwa 58% der Betroffenen Kinder wurden Vernachlässigung festgestellt, bei  etwa 30% gab es Hinweise auf psychische Misshandlungen. Das sind nach der Definition des Kinderhilfswerks Unicef  Erniedrigungen durch Worte, Diskriminierung, Anschreien, Liebesentzug bis hin zu Bedrohungen und offener Verachtung.

Frieren im Unterricht auch im nächsten Winter

Auch im nächsten Winter droht den Kindern wieder kalter Unterricht. Mobile Luftfilter und Bauteile sind zur Mangelware geworden und solche Geräte sollen deshalb laut Bundesregierung nur dort zum Einsatz kommen, wo die Lüftungsmöglichkeiten eingeschränkt sind.

Wenigstens wird noch nicht wieder von Schulschließungen gesprochen ...

Mehr dazu bei https://www.heise.de/tp/features/Corona-Krise-Gewalt-gegen-Kinder-als-Kollateralschaden-6144700.html
und https://www.heise.de/tp/features/Schulen-im-Corona-Modus-Frieren-im-Unterricht-auch-fuer-naechsten-Winter-geplant-6142081.html


Kommentar: RE: 20210722 Kollateralschaden: Gewalt gegen Kinder

Auf die Gefahr hin, mich mit meinen Kommentaren zu wiederholen:
Der in dem Beitrag beschriebene Aspekt der Corona-Zeit könnte vielleicht als Ausdruck eines gesellschaftlichen Entwicklungsrückstands verstanden werden. Da gibt es das sich modern inszenierende Deutschland, stets bemüht auf der Höhe der Zeit und der globalen Entwicklung. Und dann gibt es ein anderes Deutschland, das irgendwie noch in der Bismarck-Zeit feststeckt.
Den individualisierten und irgendwie atomisierten Lebensverhältnissen stehen nicht in genügendem Umfang Institutionen gegenüber, die quasi als verallgemeinertes soziales Auffangnetz fungieren könnten. Speziell im Bereich Kindererziehung gibt es immer noch die weiterlebenden (west-)deutschen Traditionen, die ihre Wurzeln wohl in dem Familienbild der Bismarck-Zeit haben. Interessanterweise hat Schweden versucht, durch eine möglichst durchgehende Offenhaltung von Schulen und Kindergärten den Entwicklungen vorzubeugen, die in den Beiträgen von aktionfsa@diasp.eu beschrieben werden.
Beim Rückblick auf die Beiträge zum Thema Schulschließungen fällt auf, daß besonders aus dem Umfeld der Lehrerverbände Versuche unternommen wurden, die Schließung der Schulen voranzutreiben. Mir persönlich drängt sich der Eindruck auf, daß diese Zeitgenossen die Sicherheit durch ihre Privilegierung im Sozial- Und Arbeitsrecht mißbrauchen. Das wiederum wäre Anlaß, über die Berechtigung der immer noch vorherrschenden Verbeamtung dieser Berufsgruppe nachzudenken. Das "Berufs-"Beamtentum ist übrigens nicht eine Erfindung von Bismarck. Vielmehr wurde es aus der Feudalzeit in die Bismarckzeit hinübergerettet und dabei aufgewertet.

Be., 23.07.21 00:07


RE: 20210722 Kollateralschaden: Gewalt gegen Kinder

Die Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Covid 19 werden ja wohl nicht aus Spaß verhängt. Es geht darum Menschenleben zu retten. Jeder der das so schnell wie möglich beenden möchte, sollte sich dafür einsetzen, daß so schnell wie möglich geimpft wird.

Hy., 27.07.21 20:56


RE: 20210722 Kollateralschaden: Gewalt gegen Kinder

Der Punkt in meinem Kommentar ist zusammenfassend und zugespitzt formuliert:
In Deutschland sind Lehrer und Erzieher systemrelevant. In Schweden sind es Schulen und Kindergärten.
Kann sein, daß andere das ganz anders sehen. Aber was hat das mit Impfungen gegen Coroan zu tun?

Be., 28.07.21 00:45


RE: 20210722 Kollateralschaden: Gewalt gegen Kinder

Ach so. Und von daher müßen sich die Lehrer und Erzieher verheizen lassen und auf den Arbeitsschutz pfeifen? Wenn das Personal durchgeimpft ist, kann man ihm ja wohl eher zumuten, sich der Infektionsgefahr auszusetzen. Außerdem wird dadurch die Gefahr, daß es Covid 19 verschleppt sehr verringert. Auch Lehrer und Erzieher haben Angehörige. Selbstverständlich hat das was mit dem Impfen zu tun.
PS Dass die deutschen Schulen generell nichts taugen und, ist ein anderes Problem.

Hy., 28.07.21 05:23


RE: 20210722 Kollateralschaden: Gewalt gegen Kinder

"Und von daher müßen sich die Lehrer und Erzieher verheizen lassen ..." Dieser Teil der schwedischen Corona-Politik basierte auf Untersuchungen schwedischer - und ursprünglich chinesischer - Behörden, daß Kinder nicht infektiös sind, also Lehrer nur sehr selten von den Kindern angesteckt werden. Eher umgekehrt.
In einem früheren Beitrag - ca. November 2020 - wird eine Studie der schwedischen Gesundheitsbehörde zusammengefaßt. Demnach ist das Risiko von Corona-Infektionen bei Lehrern und Erziehern nicht besonders hoch, im Vergleich zum Durchschnitt anderer Berufsgruppen.
Ansonsten hat man in Deutschland die in dem Beitrag von @aktionfsa@diasp.eu beschriebenen Probleme und allgemein die Verwahrlosung vieler Kinder während der Schulschließungen bewußt in Kauf genommen. Eine Orientierung gibt A. Merkel, die nach meiner Erinnerung im November 2020 noch forderte, daß jedes Kind während des Lockdowns maximal ein anderes Kind als Kontaktperson haben darf.

Be., 28.07.21 11:04


RE: 20210722 Kollateralschaden: Gewalt gegen Kinder

Es gibt andere Studien, die etwas anderes besagen. https://www.br.de/nachrichten/wissen/corona-so-ansteckend-sind-kinder-laut-neuer-drosten-studie,SYRFwOH

Dr., 28.07.21 11:54


RE: 20210722 Kollateralschaden: Gewalt gegen Kinder

Dass nun gerade die Schweden, die in der ersten Welle auf eine geradezu kriminelle Art und Weise versagt haben und die Chinesen mit ihrer völlig intransparenten Politik als Referenz herhalten sollen, finde ich ein wenig gewagt.

Dr., 28.07.21 11:56


RE: 20210722 Kollateralschaden: Gewalt gegen Kinder

PS Das Problem liegt doch mehr im Versagen der Schulen, was einen vernünftigen digitalen Unterricht anbelangt.

Dr., 28.07.21 11:58


RE: 20210722 Kollateralschaden: Gewalt gegen Kinder

Die Fokussierung von C. Drosten auf "Viruslast" lenkt ab von der Rolle der Kinder bei der Infektionsverbreitung. Es gibt da noch andere Gesichtspunkte, die in dem ndr-Podcast von Drosten / Ciesek auch benannt werden:
Länge der Zeit mit Symptomen, eng verbunden mit Zeitdauer der Infektiösität, schwere der Infektion, die wiederum oft mit der Infektiösität einhergeht, die IgA-Antikörper in den Schleimhäuten des Atmungstraktes, die anscheinend ebenfalls die Infektiösität beeinflußen. Bei Kindern gibt es nach Drosten mehr IgA als bei Erwachsenen, wo es möglich war, im häuslichen Umfeld die Infektionsketten zu durchleuchten, war es in der Mehrheit der Fälle ein Erwachsener, der Kinder ansteckte - nicht umgekehrt.
Insgesamt scheint es jetzt fast allgemein akzeptiert zu sein, daß Schulen & Kindergärten NICHT Infektionstreiber sind. Das steht nicht im Widerspruch zu Drosten's Viruslast in Kinderhälsen.
"Dass nun gerade die Schweden, die in der ersten Welle auf eine geradezu kriminelle Art und Weise versagt haben..." Länder wie Deutschland, die während der ersten Welle nicht "versagt" haben, holten das Versäumte später nach. Es scheint also eine allgemeine Gesetzmäßigkeit zu geben, daß zeitlich ungleichmäßige regionale Entwicklungen sich letztlich ausgleichen.
" Chinesen mit ihrer völlig intransparenten Politik ..." Nicht intransparent, sondern auf dem Bericht einer WHO-Delegation basierend, die im Januar oder Februar 2020 nach China entsandt wurde. Den Bericht gibt es - oder gab es - im Internet zum herunterladen.
"...was einen vernünftigen digitalen Unterricht anbelangt. Nicht vernünftig, sondern soziale Kontakte, Essen in der Schulkantine, Sport, Distanz zur oft vorhandenen häuslichen Gewalt. Darüber handeln einige Beiträge von aktionfsa@diasp.eu. Wie schon beschrieben, hat man sich in Schweden schon in den ersten Corona-Monaten auf diese Probleme eingestellt.

Be., 28.07.21 12:42


RE: 20210722 Kollateralschaden: Gewalt gegen Kinder

Die Schweden haben ihre älteren Menschen der Seuche preisgegeben. Durch ihre völlig verantwortungslose Politik. Dass es nicht funktionieren kann mit dem vorhandenen System die vulnerablen Gruppen zu "schützen" war von vornherein klar. Das ist eine Tatsache. Nicht umsonst sind bei allen Mängeln trotz schwierigerer Bedingungen die Zahlen für Deutschland immer noch besser und die Zahlen der mit Schweden vergleichbaren skandinavischen Nachbarländern sowieso. Im Vergleich zu Finnland sind das Größenordnungen.

Hy., 28.07.21 15:37


RE: 20210722 Kollateralschaden: Gewalt gegen Kinder

Tegnell hat für fragwürdige politische Spielchen die alten Menschen seines Landes geopfert. Der Beifall Typen die der Tod von nicht mehr arbeitsfähigen Menschen ganz einfach nicht interessiert oder als insgeheim nützlich gesehen wird, ist ihm sicher. Und das kann man ja auch europaweit in großer Lautstärke vernehmen.

Dr., 28.07.21 15:46


RE: 20210722 Kollateralschaden: Gewalt gegen Kinder

Der Anteil der Altersgruppe größer 70 an der gesamten Corona-Sterblichkeit war in Deutschland und Schweden nahezu identisch, ca. 85%. Jedenfalls am Ende der zweiten Welle, wo ich mich zuletzt dafür interessiert habe.

Be., 28.07.21 23:00


RE: 20210722 Kollateralschaden: Gewalt gegen Kinder

https://www.worldometers.info/coronavirus/country/sweden/
https://www.worldometers.info/coronavirus/country/germany/
https://www.worldometers.info/coronavirus/country/finland/
Das ist ja wohl nicht so schwer das auf die Bevölkerungsgröße umzurechnen. Wenn man die Anzahl der Ballungsräume und die Bevölkerungsdichte als wichtigen Wert nimmt, ist Finnland wohl am ehesten vergleichbar.

Hy., 29.07.21 00:23


RE: 20210722 Kollateralschaden: Gewalt gegen Kinder

Die Daten über die Sterblichkeit der Altersgruppe 70+ fand ich in den "Tägliche Lagebericht" des RKI und in den "Veckorapport om covid-19" der schwedischen Gesundheitsbehörde FHM.
"...am ehesten vergleichbar." Vergleichbar - womit? Stand Woche 29 hat Scjwedem die dritt-niedrigste tägliche Corona-Sterblichkeit in der EU. So wurde es jedenfalls in OMNI gemeldet. Vor einem Jahr lag Schweden an der Spitze der EU, wenn nicht sogar der Welt.

Be., 29.07.21 11:24


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