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Der "Fall Cap Anamur" und das Flüchtlingssterben vor der Festung Europa

Beginn: Mi, 18. Jun 19:00 CEST 2014
Ende:   Mi, 18. Jun 22:00 CEST 2014
Ort:   Berlin, Greifswalder Straße 4, Haus der Demokratie und Menschenrechte
Geodaten: (N52.5288),(E13.4248)

Kontakt: http://www.borderline-europe.de
Tags: Workshop, FRONTEX, Flüchtlinge, Asyl, Migration, Abschiebung, Cap Anamur,

Flüchtlingssterben vor der Festung Europa


Mi, 18. 06. um 19:00 Uhr, im Robert-Havemann-Saal des Haus der
Demokratie und Menschenrechte, Greifswalderstr. 4, 10405 Berlin
Mit Elias Bierdel, Aminu Munkaila und Karl Kopp
Moderation: Jörg Riemenschneider

Am 20. Juni 2004 rettete das deutsche Hilfsschiff "Cap Anamur" vor Lampedusa 37 afrikanische Schiffbrüchige aus einem sinkenden Schlauchboot.

Der Versuch, die Männer auf Sizilien an Land zu bringen, wurde zu einem amtlich verordneten Desaster: das Schiff wurde von italienischen Behörden beschlagnahmt, die Besatzung als "Schlepper" vor Gericht gestellt, die Geretteten ohne Anhörung deportiert.

Zehn Jahre - und unzählige Tote - später wollen wir diskutieren, was sich am Umgang mit Flüchtlingen und MigrantInnen im Mittelmeer seitdem geändert hat und was sich dringend ändern müsste.
Sowohl die EU-Politik der Abschottung und Abschreckung als auch der behauptete, afrikanische "Massenansturm" auf die Wohlstandsfestung Europa soll hinterfragt werden.

Dazu wird Aminu Munkaila, einer der Geretteten von Bord der "Cap Anamur" erwartet, der heute in Ghana Jugendliche vor den Gefahren der Überfahrt nach Europa warnt. Elias Bierdel, damals Vorsitzender von Cap Anamur und Mitbegründer von "borderline europe", informiert über das aktuelle Geschehen entlang der EU-Aussengrenzen. Karl Kopp, Europareferent von PRO ASYL, schildert
die Bemühungen, Bundesregierung und EU zu einer humaneren Politik gegenüber Schutzsuchenden zu bewegen.

Die Moderation der Veranstaltung hat der ehemalige NDR-Chefreporter Jörg Riemenschneider übernommen.

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