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Drohnenkriege oder: Automatisierung des Tötens

Beginn: So, 24. Mai 12:00 CEST 2020
Ende:   So, 24. Mai 14:00 CEST 2020
Ort:   weltweit
Kontakt: http://www.schaubuehne.de/
Tags: Drohnenbewaffnung, Automatisierung, KI, AI,, Schule ohne Militär, Atomwaffen, Militär, Bundeswehr, Aufrüstung, Waffenexporte, Drohnen, Frieden, Krieg, Friedenserziehung, Menschenrechte, Zivilklauseln,

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Schaubühne Berlin Live-Übertragung


24.05.2020, 12.00
Schaubühne Berlin plant eine Live-Übertragung.
+++ DIGITALER STREITRAUM am 24. Mai 2020 um 12 Uhr +++

»Drohnenkriege oder: Automatisierung des Tötens«
Carolin Emcke im Gespräch mit Karin Jurschick (Filmregisseurin, Hochschule für Film und Fernsehen München) und Götz Neuneck (Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Universität Hamburg)

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Der Einsatz von »Unmanned Aerial Vehicles« (UAV), oder »Killer- Drohnen«, die die Tötung von Menschen aus größtmöglicher Distanz erlaubt, ist längst gespenstische Normalität geworden: in Afghanistan, Pakistan, Somalia und dem Jemen werden undurchsichtige Kriege geführt, die herkömmliche juristische, ethische, psychologische Kriterien und Normen untergraben. Was bedeutet der Einsatz von militärischen Robotern, was bedeutet die »Gamifizierung des Tötens« für die Hemmschwellen der Entscheider? Welche rechtlichen, welche demokratischen Prinzipien sind berührt? Wie wird Verantwortung, wie wird Schuld delegiert oder negiert durch diese Technologien?

KARIN JURSCHICK (*1959, Essen) ist Filmregisseurin und seit 2017 Professorin für Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik an der Hochschule für Film und Fernsehen in München. Sie studierte Germanistik, Geschichte sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften an der Universität zu Köln. Dort gründete sie 1984 das internationale FrauenFilmFestival Feminale, dessen Mitorganisatorin und Programmmacherin sie für 14 Jahre blieb. Ab 1990 war sie als Kulturredakteurin der Stadtrevue Köln tätig, ab 1995 als freie Hörfunk- und Fernsehautorin. Seit 2000 realisiert sie als Regisseurin und Produzentin eigene Dokumentarfilme, zuletzt u. a. »Krieg und Spiele« (2016), worin sie sich neuen unbemannten Kriegstechnologien widmet und u. a. der Frage nachgeht, was mit dem Begriff der Schuld passiert, wenn Maschinen autonom töten. Für ihre Werke erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, so u. a. 2001 den FIPRESCI Award Berlinale-Forum, 2003 den Arte-Dokumentarfilmpreis, 2004 den Adolf Grimme Preis, für den sie in den darauffolgenden Jahren erneut zweimal nominiert wurde. Darüber hinaus ist sie Mitherausgeberin des Bandes »Blaue Wunder. Neue Filme und Videos von Frauen 1984-1994« (Argument-Verlag, 1999), veröffentlicht Artikel in Filmzeitschriften und lehrt neben der HFF an mehreren Hochschulen, so u. a. an der Kunsthochschule für Medien Köln und der UDK Berlin.

GÖTZ NEUNECK (*1954, Goslar) ist Professor an der Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften der Universität Hamburg und Senior Research Fellow am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH), dessen stellvertretender wissenschaftlicher Direktor er von 2008 bis 2019 war. Er leitet die Forschungsgruppe für Rüstungskontrolle und Neue Technologien. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen Nukleare Rüstungskontrolle, Verifikation und neue Technologien, insbesondere Nuklearwaffen, Raketenabwehr und Weltraumrüstung, autonome Waffensysteme sowie neue Technologien. Er ist Mitglied des Council der Pugwash Conferences on Science and World Affairs, Pugwash-Beauftragter der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW), Sprecher der Arbeitsgruppe Physik und Abrüstung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG), Amaldi-Beauftragter der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften sowie gewähltes ausländisches Mitglied der Russischen und Armenischen Akademie der Wissenschaften.





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