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02.02.2022 Droht Russland der Ausschluss bei SWIFT?

Ist SWIFT ein scharfes Schwert?

Seit über (weitere) Sanktionen gegen Russland nachgedacht wird, fällt auch immer wieder die Drohung  "höllischer Sanktionen als effiziente Abschreckung gegenüber Putin" Russland den Zugang zum SWIFT System zu sperren.

SWIFT, die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (SWIFT) ist eigentlich nur eine 1973 gegründete internationale Genossenschaft mit Sitz in Belgien, welches den elektronischen Nachrichtenaustausch zwischen Finanzinstituten rund um den Globus betreibt. SWIFT hat also (eigentlich) mit der Politik überhaupt nichts zu tun.

In unseren Berichten über Zugriffe von (US-) Geheimdiensten kam SWIFT auch in unseren Artikeln häufig vor. Auch im Zusammenhang mit dem Abfluss von persönlichen Daten aus Europa in Richtung USA mussten wir oft über Privacy Shield und seinen Vorgänger Safe Harbor berichten.

SWIFT besitzt also durchaus eine poiltische Bedeutung. Wie kann man nun eine Genossenschaft, also den Zusammenschluss von privaten(!) Banken zwingen, mit bestimmten Ländern nicht zusammen zu arbeiten?

  • 2012 wurden iranische Banken ausgeschlossen. Dazu gab es einfach eine EU-Verordnung (276/2012).
  • 2017 wurden nordkoreanische Banken von SWIFT ausgesperrt.
  • 2021 nach der Machtübernahme der Taliban konnten auch Banken in Afghanistan keine Transaktionen über SWIFT tätigen.

Die Folge davon ist jeweils, dass Banken aus den betroffenen Ländern keine Dollarguthaben in die eine oder andere Richtung überweisen können. So eine Liquiditätskrise führt jetzt dazu, dass Kontoinhaber in Afghanistan nur noch 200 bis 400 US- Dollar pro Woche von ihren Dollarguthaben abheben können.

Das Übel steckt also (nur) in dem Zwang, alle Transaktionen auf Dollarbasis durchführen zu müssen (s. dazu unsere Diskussion über Chancen von Cryptowährungen insbesondere das Kapitel zur Goldbindung und dem Petrodollar). Auch für die russische Wirtschaft würde ein Ausschluss aus SWIFT für einige Zeit eine schwere Belastung darstellen. Allerdings ist auch China seit Jahren bestrebt, aus dem Zwang zur Dollarbewertung herauszukommen und hat begonnen mit vielen Ländern im Süden auf Basis der eigenen Währung zu handeln. China würde sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, in einem solchen Fall Russland beizuspringen und damit die Dollarbindung der Weltwirtschaft weiter in Frage zu stellen und auch Kryptowährungen weiter zu befördern.

Mehr dazu bei https://www.deutschlandfunk.de/swift-moegliche-sanktionen-gegen-russland-102.html
 


Kommentar: RE: 20220202 Droht Russland der Ausschluss bei SWIFT?

Die Geldfrage ist eine Schlüsselfrage der Demokratie
Wie funktioniert eigentlich dieses „Geld“? Wie regelt sich das komplizierte Zusammenspiel verschiedener Währungen? Sind Inflation und Deflation überhaupt regelbar? Was tut eine Zentralbank und wer kontrolliert die Währungswächter? Denn wo alle Macht vom Volke ausgeht, müssten doch auch die staatlichen Institutionen, die sich um Geldwert-Stabilität kümmern, demokratischer Kontrolle unterworfen sein.

De., 16.8.22 09:10


RE: 20220202 Droht Russland der Ausschluss bei SWIFT?

"Kryptowährungen"? Ist das nicht einer Erfindung skrupelloser Geldgeier, die keine Steuern bezahlen wollen, Geldwäsche im großen Stile betreiben wollen, Drogendeals aller Art erleichtern wollen und deren miese und sozoial schädliche Produkte mehr Energie verbrauchen als ein mittelgroßer Industriestaat? Wird es nicht mal Zeit, den mist einfach zu verbieten? Klar, die libertären Naziärsche fangen denn an zu weinen. Genauso wie sie weinen, wenn man ihnen die Knarren wegnehmen will. Aber wir sollten nicht auf dieses Scheißpack hören und lieber weiter auf Währungen setzen, die sich wenigstens ansatzweise tranparent kontrollieren lassen.

Lu., 17.8.22 11:33


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/3kG
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Tags: #Swift #USA #Interventionen #China #Einflusssphäre #Dollarbindung #Petrodollar #Wirtschaft #Sanktionen #Afghanistan #Iran #Nordkorea #Krieg #Ukraine
Erstellt: 2022-02-02 12:09:40
Aufrufe: 663

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