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14.02.2020 Klima-Notstand erfordert Handeln
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Von 0 auf 20 in 5 Jahren

Nein, das ist nicht die Abstimmungsgeschwindigkeit heute im Bundesrat zum - und wohl sicher gegen ein - Tempolimit auf deutschen Autobahnen.

Auf der Sima-Insel, die zur Antarktis gehört, sind letzten Sonntag nach Berichten von SWR und afp 20,5 Grad Celsius gemessen worden. Die Durchschnittstemperatur auf der Insel liegt normalerweise unterhalb des Gefrierpunktes und ist bedingt durch die letzten fünf südlichen Sommer enorm gestiegen. Letzten Sommer berichtet der BR im Juli von einer "arktischen Hitzewelle": 21 Grad Celsius wurden knapp 900 Kilometer vom Nordpol entfernt auf der kanadischen Militärbasis Alert gemessen.

Am 9. Februar löste sich ein 300 Quadratkilometer großer Eisberg in der Antarktis, der bisher zum Pine-Island-Gletscher gehörte, wie der Spiegel gestern berichtete. Er berichtete auch über ungewöhnlich warmes Wasser unter dem benachbarten Thwaites-Gletscher. Das verlorene Eis des Thwaites macht bereits heute rund vier Prozent des globalen Meeresspiegelanstiegs aus.

Das Bild stammt aus nördlichen Gefilden - nicht aus der Antarktis.

Und was bringt uns jetzt diese Information?

  1. Wir können Greta und ihre Freunde von Fridays for Future verstehen, wenn sie von Panik und der Notwendigkeit des Handelns sprechen.
  2. Wir können unseren Fatalismus (im ersten Satz dieses Artikels) nicht mehr verstehen, in dem wir eine fast kostenlose Klimaschutzmaßnahme, wie ein Tempolimit, einfach nicht umsetzen.
  3. Wir können in diesem Zusammenhang auch die Versicherungswirtschaft nicht verstehen, deren Vertreter heute Morgen im rbb Inforadio einem Tempolimit zwar weniger Tote und Verletzte und damit weniger Kosten assistierte - aber trotzdem dagegen war.
  4. Wir können auch die anderen großen deutschen Konzerne nicht verstehen, die bei der letzten US Präsidentenwahl mehr für Trump gespendet haben als für die Demokraten und davon wohl auch in diesem Jahr nicht abweichen wollen. Kein US Präsident hat der europäischen (und chinesischen) Wirtschaft mehr Steine in den Weg gelegt.

Und die Politik? Die Vision und der reale Versuch etwas gegen den Klimawandel zu tun kann sich doch nicht darin erschöpfen alle paar Jahre zu einer Weltklimakonferenz zusammenzukommen, um sich tagelang über eine Abschlusserklärung zu streiten. Das Nichtstun erhöht die zukünftig notwendigen Aufwände exponentiell. Gretas Panik ist nur zu verständlich ...

Mal sehen, mit welcher Mehrheit sich heute der Bundesrat der hier in der Europakarte dokumentierten Meinung des Verkehrsministers anschließt ... 
(Danke an sketchnotes.kw für die anschauliche Illustration)

René Schreiber für Aktion FsA

Mehr dazu bei https://www.swr.de/swraktuell/Offenbar-20-Grad-in-der-Antarktis-gemessen,kurz-antarktis-warm-100.html
und https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/antarktis-riesen-eisberg-loest-sich-von-pine-island-gletscher-a-66676cf7-3b7d-4f14-b34c-91791af642ac
und https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/temperaturrekord-in-der-arktis-21-grad-in-nordkanada-gemessen,RWSEzlo


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Tags: #Klima #Greta #FfF #FridaysforFuture #Notstand #soziales #Eisberge #Arktis #Antarktis #Transparenz #Informationsfreiheit #USA #Trump #Spenden #Tempolimit #Wirtschaft
Created: 2020-02-14 10:14:32
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