DE | EN
Sitemap | Impressum
web2.0 Diaspora Vimeo Wir in der taz Wir bei Mastodon A-FsA Song MeetUp Twitter Youtube Unsere Artikel bei Tumblr Unsere Bilder bei Flickr Aktion FsA bei Wikipedia Spenden in Bitcoins Facebook Bitmessage Spenden über Betterplace Zugriff im Tor-Netzwerk https-everywhere
29.06.2020 Mehr als 20 Jahre auf die Hinrichtung warten

Über 1500 Menschenrechtsverstöße in US-Gefängnissen nachgewiesen

Mindestens 1300 Gefangene warten schon länger als 20 Jahre im Todestrakt von US Gefängnissen auf ihre Hinrichtung, bzw. sie warten natürlich auf deren Aufhebung. Wie das Death Penalty Information Center (DPIC) in einem Bericht mitteilt, verstoßen die USA damit gegen ihre eigenen Menschenrechtsverpflichtungen.

Wie uns die Initiative Hoffnung schreibt, befinden sich fast ein Drittel der Todeskandidaten, deren Menschenrechte wegen einem solch langen Aufenthalt verletzt werden, in  den Todeszellen von Kalifornien. Laut DPIC wurden 191 Gefangene 20 Jahre oder länger nach dem Todesurteil hingerichtet. 13 Männer und Frauen waren über 20 Jahre in der Todeszelle, bevor sie wegen Unschuld entlassen wurden, was ebenfalls ihre Menschenrechte schwer verletzte.

Insgesamt belegt der Bericht des DPIC mehr als 1.500 Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit der Todesstrafe durch US-Bundesstaaten und die Bundesregierung. Kalifornien hat mit 429 Gefangene die meisten Menschenrechtsverletzungen, wegen der Inhaftierung seit über 20 Jahren, gefolgt vonFlorida, wo 192 Gefangene 20 Jahre und mehr im Todestrakt sind.

Einer dieser Gefangenen, der seit 1991 in der Todeszelle von Florida eingesperrt wird, ist Lancelot Armstrong, der von der IHfL seit 2012 betreut wird. Die Initiative Hoffnung möchte an dieser Stelle um Spenden für Lancelot Armstrong bitten, denn die Versorgung im Todestrakt von Florida ist vollkommen unzureichend. Wenn er sich nicht durch Spenden Nahrung kaufen kann, ist seine Gesundheit stark gefährdet.

Florida hatte mit 34 die meisten Menschenrechtsverletzungen bei der Hinrichtung von Gefangenen, die seit mindestens 20 Jahren in der Todeszelle saßen. Es folgt Texas mit 31, Georgia mit 28 und Alabama mit 20 Exekutionen.

Drei der Entlassenen – Paul Browning in Nevada, Henry McCollum in North Carolina und Glenn Ford in Louisiana – waren 30 Jahre oder länger in der Todeszelle, bevor sie freigelassen wurden.

Im Jahr 2018 erklärte die Interamerikanischen Menschenrechtskommission (IACHR) im Fall des Missouri Gefangenen, Russell Bucklew, der in der Todeszelle saß, dass  "allein die Tatsache, 20 Jahre in der Todeszelle zu verbringen, … eine exzessive und unmenschliche" Strafe ist. Im April 2020 stellte die IACHR zu diesem Thema fest, dass die 27-jährige Inhaftierung von Nvwtohiyada Idehesdi Sequoyah (ehemals Billy Ray Waldon) im Todestrakt von Kalifornien gegen die Menschenrechtsverpflichtungen der USA verstößt.

Die IACHR sagt, dass eine so lange Inhaftierung unter Todesdrohung eine "grausame, berüchtigte oder ungewöhnliche Bestrafung" im Sinne der Amerikanischen Erklärung darstellt. Sie entschied, dass eine Hinrichtung nach einem so langen Zeitraum in der Todeszelle eine zusätzliche Menschenrechtsverletzung ist.

Das DPIC überprüfte das Ausmaß der Menschenrechtsverletzungen der USA, die sich aus der langen Haft in den Todeszellen ergeben. In ihrem Bericht stellt die DPIC fest, dass 1344 derzeitige Gefangene in 26 Todestrakten der US-Bundesstaaten, des Bundes oder des US-Militärs seit mehr als 20 Jahren inhaftiert sind und ihnen die Exekution droht. Mit den 191 Hinrichtungen, die von 20 Staaten mehr als 20 Jahre nach der ersten Verurteilung der Gefangenen zum Tode vollstreckt wurden, ergeben diese beiden Kategorien von Gefangenen in den Todestrakten insgesamt 1535 Menschenrechtsverletzungen durch die USA. ...

Mehr dazu bei https://www.ihfl.de
und alle unsere Artikel zu Menschenrechtsverletzungen an Gefangenen https://www.aktion-freiheitstattangst.org/cgi-bin/searchart.pl?suche=Gefängnisindustrie&sel=meta


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/3aj
Link zu dieser Seite: https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/7312-20200629-mehr-als-20-jahre-auf-die-hinrichtung-warten.htm
Link im Tor-Netzwerk: nnksciarbrfsg3ud.onion/de/articles/7312-20200629-mehr-als-20-jahre-auf-die-hinrichtung-warten.htm
Tags: #Gefängnisindustrie #USA #MumiaAbuJamal #Todesstrafe #Demütigung #Grundrechte #Menschenrechte #Diskriminierung #Ungleichbehandlung #Menschenrechtsverpflichtungen #Todesurteil #Umschuld #InitiativeHoffnung #Hinrichtungen
Erstellt: 2020-06-29 16:47:10
Aufrufe: 77

Kommentar abgeben

Wer hat, der kann! Für eine verschlüsselte Rückantwort hier den eigenen Public Key reinkopieren.
(Natürlich optional)
Geben Sie bitte noch die im linken Bild dargestellte Zeichenfolge in das rechte Feld ein, um die Verwendung dieses Formulars durch Spam-Robots auszuschließen.
logos Mitglied im European Civil Liberties Network Creative Commons Bundesfreiwilligendienst Wir speichern nicht World Beyond War Tor - The onion router HTTPS - verschlüsselte Verbindungen nutzen Wir verwenden kein JavaScript Für Transparenz in der Zivilgesellschaft